The Guardian of Light

vor 5 Tagen
Kairi´s Abschlussball steht an und ihre Freunde machen sie deswegen ganz verrückt. Ein passendes Date für dieses besagte Event hatte sie auch nicht, also warum der ganze Zirkus? Der Perfekte Freund existierte eh nur in Manga´s oder Comic´s und gerade das wünschte sie sich jetzt. Den Protagonisten aus ihrem Lieblings Comic.
Kingdom Hearts Abenteuer P16 Romanze In Arbeit
Inhaltsverzeichnis
  • Prolog: Be careful what you wish for
Bemerkung des Authors: Hallo zusammen. Eigentlich wollte ich aus der Geschichte ein One-Shot machen, aber wie ihr seht, wurde daraus nichts. Ich weiß ehrlich gesagt auch nicht, wie viele Kapitel daraus resultieren werden. Denke mehr als 10 sollten es nicht werden. Die Idee dazu kam mir, als ich nach langem wieder mal „Take on me“ von A-Ha gehört habe. Mal schauen, wie sich die FF entwickelt. :)

Prolog: Be careful what you wish for

Eine laute und schrille Schulglocke läutete für die Schüler und Schülerinnen das Ende des Unterrichtes ein. Dutzende Studenten verließen das Gebäude wie Schwärme, genau wie zwei junge Damen, die gelassen die Treppe hinunter gingen.

„Bist du schon aufgeregt wegen morgen, Kairi? Weil, ich bin es definitiv!“, enthusiastisch hob Selphie die Arme in die Luft, während Kairi ihre Freundin amüsiert anlächelte.
„Nun, von Aufregung kann ich von mir nicht behaupten. Aber ich freue mich.“, verwundert sah Selphie ihre Freundin an und legte den Kopf etwas schief.
„Oh? Ja dann bleibt mehr Aufregung für mich, yay!“ , die Braunhaarige machte einen Freudensprung und nahm Kairi bei der Hand.
„Aber sag mal. Hast du denn ein Date für morgen Abend?“, Kairi schüttelte den Kopf verneinend und sah bedrückt zur Seite.
„Nein. Hast du denn jemanden?“, energisch nickte Selphie ihren Kopf auf und ab.
„Tidus hat mehr oder weniger zugestimmt. Wenn ich mich aber nicht irre, Kairi, hattest du doch viele Anfragen gehabt, oder?“, hakte sie nach und stemmte ihre Hände an den Hüften ab, während sie eine andere Straßenecke bogen.
„Mag sein. Aber die waren.-“
„Nicht nach deinem Geschmack, richtig?“ ,zögerlich nickte Kairi und spielte an der Schlaufe ihrer Schultasche herum.
„Willst du nicht mit Riku gehen?“, schlug Selphie vor und erneut erhielt sie ein Kopfschütteln seitens der Rothaarigen.
„Er hat bereits ein Date.“
„Ist das so? Mhm.... aber alleine ist doch auch doof.“
„Aber ich bin doch nicht allein dort. Ihr seid ja auch da.“, Selphie verzog ihr Gesicht.
„Ja, aber es ist ein Ball und einem Ball tanzt man zu 80 Prozent mit seinem Partner. Verstehst du?“
Angestrengt seufzte Kairi auf und senkte ihren Blick gen Boden.
„Dann hab ich eben kein Date. Ist das so schlimm?“, wollte Kairi von ihrer Freundin herrisch wissen und beschleunigte ihre Schritte.
„Nein, aber.- Och Mensch, Kairi! Du weißt, wie ich es meine.“
„Ist ja gut.“, winkte die Rothaarige schwach ab und stoppte abrupt vor einer Bibliothek, die ihrem Onkel gehörte. Sie wollte eh wissen, wie weit ihre Lieblings Reihe des Comics war.
„Ich gehe noch meinen Onkel besuchen. Geh doch ruhig nach Hause.“ , wimmelte Kairi ihre Freundin mit hastigen Worten ab und Selphie stieß daraufhin einen Seufzer aus.
„Na gut. Bis morgen dann!“, verabschiedete Selphie sich winkend und Kairi neugierig den urigen Laden betrat.
Als sie die Tür öffnete, läutete eine Klingel über der Tür, die anscheinend auf Besuch aufmerksam machen sollte.
Umsichtig besah sie sich den Laden und hielt nach einer Person Ausschau.

„Onkel Ansem?!“, außer der nervig tickenden Uhr, die über der Kasse hing, konnte sie keine Geräusche wahrnehmen.
Verdutzt bewegte sie sich hinter die Theke, um in den Personalraum zu gelangen, indem sie auch ihren Onkel vermutete.
„Onkel Ansem?! Wo bist du?!“, langsam machte sie sich Sorgen um ihn und tapste von einem Raum in den anderen. Selbst in der Herren Toilette sah sie nach, was ihr durchaus peinlich war.
Aber dort befand er sich auch nicht, also wo könnte er noch stecken? Sie tippte nachdenklich gegen ihr Kinn und ihr kam wahrhaftig eine Idee.
Den einzigen Raum, den sie noch nicht inspiziert hatte, war der Keller.
Eifrig ging sie ins Hinterzimmer und öffnete eine veraltete rostige Metalltür, die einen quietschenden Ton von sich gab.
Sie sah den Gang hinunter und konnte nichts als Dunkelheit vorfinden. Sie schaute sich nach einem Lichtschalter um, doch nirgends war einer zu finden. Kairi schluckte kaum merklich hörbar.
„Onkel Ansem? Bist du da unten? Ich bin es, Kairi!“, entgegen kam ihr nur ein harscher Luftzug und Stille.
Sollte sie nun in die Dunkelheit gehen und versuchen, ihren Onkel zu finden oder besser hier oben auf ihn warten? Aber was, wenn ihm was passiert ist und er Hilfe brauchte?
Bevor Kairi sich für etwas entscheiden konnte, fiel eine blasse Hand auf Kairi´s Schulter und erschrocken fuhr sie herum, als eine alte krächzende Stimme ihren Namen hauchte.
Neben den Schrei, den Kairi ausstieß, holte sie instinktiv mit der Hand aus und verpasste der Person eine saftige Ohrfeige.
„Au ow au...Das tat weh.“
Perplex und leicht unter Schock, hielt Kairi ihre Hände vor der Brust. Die Stimme kannte sie doch!

„Onkel Ansem?“
„Wie er noch leibt und lebt...das bin ich. Eine nette und außerordentliche Abwechslung hast du da als Begrüßung gewählt, Kairi.“
„Oh Gott. Es tut mir Leid Onkel Ansem! Ich dachte bloß...oh Gott.“ Ihr Onkel fing an wohlig zu lachen und winkte ab.
„Mach dir keinen Kopf, junge Dame. Komm mit.“, damit zeigte er in eine Richtung, in der sie ihm folgen sollte. Der Bitte kam sie aufmerksam nach und sie fand sich einige Minuten später in dem Büro ihres Onkels wieder.
Auf seinem Pult stand eine Tasse Kaffee, die noch heiß war und viele weiße DinA4 Seiten, die entweder Skizzen beinhalteten oder zerknüllt wurden.
Ihr Onkel nahm während sie sich umschaute Platz in seinem Stuhl und rührte selig seinen Kaffee um.
„Was verschlägt dich denn zu mir hin?“ , wollte er von seiner Nichte wissen und setzte die Tasse an seinen Mund, um diese im gleichen Moment von ihm weg zuhalten, als er sich an der Brühe verbrannte und ihm ein brummiges „Heiß!“ entfloh.
„Oh...uhm.“, beschämt zupfte sie an den Saum ihres Rockes und zog den Mund zur rechten Seite, als sie sich wieder in Erinnerung rief, weshalb sie eigentlich hier war. Bevor sie ihm richtig antwortete, erhaschte sie eine bestimmte Zeichnung auf seinem Pult und eilte zielstrebig auf diese zu.

„Bist du fertig mit der neuen Auflage mit `Der Hüter des Lichts´?“, aufgeregt nahm sie die Zeichnung in die Hände und begutachtete das Cover. Ihr Onkel hingegen schüttelte schweigsam sein Haupt.
„Ich bin ehrlich gesagt etwas ratlos, wie es nun weiter gehen soll.“, gestand er ihr und überblickte seine eigenen Entwürfe, die verstreut auf der hölzernen Oberfläche lagen.
„Wie? Aber der Monat ist fast rum. Bisher hast du immer jeden Monat deinen Comic pünktlich veröffentlicht.“

Ihr Onkel betrieb nicht nur einen eigenen Bücherladen, sondern erstellte selbst einen Comic, der sich sogar super gut verkaufte. Kairi war ebenfalls ein riesiger Fan dieser Reihe und da sie nun mal an der Quelle saß, hatte sie gehofft, das sie die neueste Ausgabe als erstes zu sehen bekam. Ansem entwich ein betrübtes Seufzen und er faltete die Hände ineinander.
„Ja, das stimmt ja auch. Aber ich weiß einfach nicht, wie ich fortfahren soll. Wie könnte wohl die Begegnung mit der Prinzessin des Lichts aussehen? Sollte sie eine große Rolle oder eine nebensächlich sein? Das ist doch zum Haare raufen, mein Kind!“, frustriert raufte ihr Onkel sich die Haare und legte die Ellenbögen am Tisch ab.
Mitleidig begutachtete sie Ansem in seiner misslichen Lage und legte nachdenklich eine Hand an ihrem Gesicht.
„Ich würde dir gerne helfen, Onkel Ansem. Leider habe ich selbst nicht die geringste Ahnung, wie ich dir da unter die Arme greifen kann.“
Ansem hob langsam seinen Kopf nach oben, den er an seinen Händen abgestützt hatte und weitete die Augen.
„Das ist es!“, rief er wie aus der Pistole geschossen und stand energiegeladen von seinem Stuhl auf. Durch den Schwung kippte dieser nach hinten und gab einen stumpfen aber klangvollen Lärm von sich.

Der ältere Mann rannte an seiner Nichte vorbei, als hätte er Hummeln im Hintern gehabt und verschwand in eines der anderen Zimmer, die Kairi nicht wirklich zuordnen konnte.
Verwirrt hob sie eine Augenbraue nach oben und aus dem Nebenzimmern hörte sie nur lautes Gepolter und Fluchen. Dies hielt etwa eine halbe Minute an, bis sie ein triumphales „Aha!“ von ihrem Onkel vernahm und dieser anscheinend das gefunden hatte, was er suchte. Mit strammen Schritten und einem breiten Grinsen auf den Lippen überreichte er Kairi ein.-
„Heft? Du hast den ganzen Aufstand für ein altes Heft betrieben?“
„Es ist nicht nur ein altes Heft! Schau doch mal rein!“
Auf dem ersten Blick sah es wie ein gewöhnliches Schmierheft aus, indem man Kritzeleien oder Notizen festhielt.
Doch als sie das Heft aufschlug, verschlug es ihr glatt die Sprache und ungläubig starrte sie das Papier in ihren Händen an.

„Das ist ja die Ultra Limitierte Ausgabe Nummer 19! Ich dachte, du hast keine mehr davon?“, verdächtig beäugte die Rothaarige ihren Onkel und ertappt rieb er sich am Hinterkopf. Sie hatte vor Rund einen halben Monat die Edition nicht mehr bekommen, weil das 1. die Vorbesteller zuerst dies bekamen und 2. Sie gehofft hatte, das ihr Onkel eins für sie weg legte. Natürlich hatte er es vergessen und sie begnügte sich mit der Originalen Ausgabe.
„Eine Spezial Fassung musste ich ja behalten.“
„Und du dachtest, dass ein altes Heft ein gutes Versteck für diese Fassung wäre, weil?“
„Nun ja....ich wollte halt nicht, das es gestohlen wird und da fiel mir die brillante Idee ein, es in einem alten Heft zu stecken.“
„Dir ist aber sicherlich bewusst, dass die Haushaltshilfe es genauso gut wegwerfen konnte, wenn die dieses.-“, Kairi hielt das Heftchen demonstrierend nach oben.
„.- zerfledderte Dingen gefunden hätte, oder?“, einsichtig kraulte Ansem an seinen Bart herunter.
„Wo du es so erwähnst...Na,egal. Ich gebe es dir mit.“
Überrascht über dieses Geschenk, drückte sie sachte den Comic an ihrem Körper. Nichtsdestotrotz musste Kairi innerlich schmunzeln, weil ihr Onkel als „Ansem der Weise“ in ihrem Dorf bekannt war. So „weise“ schien er nun nicht wirklich zu sein.
„Wirklich?“, wollte sie auf Nummer sichergehen und trat näher an ihren Onkel heran.
„Aber sicher doch.“, seine Augen huschten für einen Augenblick zu der alten Wanduhr, bevor er sein Augenmerk auf sie richtete.
„Liebe Kairi. Ich will dich echt nicht verscheuchen, aber ich hab noch dringende Tätigkeiten, die ich erledigen muss.“
Verständnisvoll nickte Kairi.
„Meinst du, du kommst bei deinem Comic nun weiter?“
„Gewiss doch, Kindchen. Du hilfst mir ja schon dabei.“
„Huh?“, bevor Kairi nachfragen konnte, inwieweit sie nun hilfreich war, drängte ihr Onkel sie aus dem Büro.
„Na hopp hopp!“
Er begleitete sie noch bis zur Tür des Ladens und hielt diese für sie auf.
„Danke nochmal, Ansem.“, bedankte sie sich für die Zeitschrift und lächelte ihn dankbar an.
„Nicht doch. Ich danke dir.“, erwiderte er hingegen und grinste.
„Oh, und Kairi?“ , die Angesprochene blieb halbwegs in der Tür stehen.
„Ja?“
„Auf der letzten Seite ist was besonderes. Ich rate dir, das Band heute Abend in ruhe nochmal zu lesen und zum Schluss dir was zu wünschen.“
Irritiert zog sie die Augenbrauen zusammen und gab ein unsicheres „In Ordnung.“ von sich, ehe sie ihren Weg nach Hause fortsetzte.
Ihr Onkel starrte noch eine Weile seiner Nichte hinterher, bevor er sich die Hände rieb und seinen Rücken durchdrückte.

„Na dann wollen wir mal langsam ans Werk.“

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Kairi saß konzentriert an ihrem Schreibtisch. Die Sonne war bereits vor etlichen Stunden untergegangen und der klare Nachthimmel war von ihrer Sitzposition aus gut zu sehen.
Tief versunken in ihrem Spezial Comic, den sie von Ansem geschenkt bekam, blätterte sie abwesend eine Seite weiter und stützte ihr Kinn an den Handinnenflächen ab. Sie schreckte auf, als sie ein Klopfen an ihrer Tür vernahm.
Sie drehte sich leicht zur Tür herum und verkündete ein hörbares: „Herein!“
Wie auf Kommando öffnete sich die Tür einen Spalt breit und ein maskuliner Kopf ragte hinein.
„Kairi, du solltest jetzt schlafen gehen. Morgen hast du deinen Abschlussball.“, riet ihr Vater fürsorglich, während Kairi lächelnd die Augen verdrehte.
„Mach ich sofort, Papa. Nur noch die eine Seite.“, versprach sie ihm und tippte mit der Fingerkuppe auf das besagte Blatt.
„Alles klar. Wir wollen doch nicht, dass unser Püppchen schlimme Augenränder an ihrem großen Tag bekommt, oder?“
„Natürlich nicht.“, stimmte sie ihm zu und wandte ihre Aufmerksamkeit wieder dem Comic hinzu.
„Gute Nacht, Kairi.“
„Gute Nacht, Dad!“, zum Abschied hob die Rothaarige lässig ihre Hand nach oben und winkte mit dieser.

Ihr Vater schüttelte kaum merklich den Kopf, bevor er aus dem Türspalt verschwand und diese leise hinter sich schloss. Erleichtert atmete sie auf und ihr Blick fiel auf dem Kalender, der rechts von ihr an der Wand hing. Die Nummer 13 war mit einem dicken Edding rot umkreist und in schwarz stand in geschnörkelter Schrift „Abschlussball!“ drunter.
Sie freute sich einerseits auf den Abschlussball, andererseits wiederum nicht.
Ob es nun daran lag, dass sie keinen Partner hatte, der mit ihr dorthin gehen würde oder am Tag selbst - wegen Freitag dem 13 – wollte sie nicht darüber spekulieren.
Es war auch nicht so, dass sie keinen Partner hätte haben können. Sie hat Unmengen Anfragen bekommen – wie Selphie es bereits bemerkt hatte- , doch lehnte sie jeden einzelnen höflich ab.
Nach ihrer Empfindung fühlte sich das ganze nicht richtig an.

Ihr Blick fiel wieder zurück auf ihr Heft, welches vor ihr auf dem Tisch lag und ein amüsantes Lächeln fand auf ihrem Gesicht Platz.
Das sie nun diesen Comic bereits zum 20 Mal am durchlesen ist, war für sie nicht mehr verwunderlich. Immerhin war es ihre Lieblingsreihe der Comics. Sie klappte das Heft zu und fuhr über die Oberfläche des Covers.
Der Titel des Comics lautete „Der Hüter des Lichts“ und auf der Vorderseite sah man drei unterschiedlich große, vom Zeichenstil aussehende Spielzeugfiguren, die ihr entgegen grinsten.

Sie fragte sich, wann sie überhaupt anfing diesen Comic zu lesen und zu mögen. Wenn sie sich nicht irrte, war es vor knapp zwei Jahren, als ihr Onkel die erste Ausgabe in die Hand drückte. Damals war sie gerade mal 14 Jahre alt gewesen und fand es im ersten Moment überhaupt nicht ansprechend. Doch als sie sich zu Hause hinsetzte und faul durch die Seiten las, fesselten die Zeichnungen, die Geschichte und die Charakter Darstellung das junge Mädchen.
Ein junger Held machte es sich zur Mission, alles Böse aus jeder Welt zu verbannen und reiste mit zwei gleichgesinnten Kameraden - einen humanoiden Hund und Erpel- von Welt zu Welt. Es packte sie ungemein und sie kam nicht drumherum einen kleinen, aber für sie recht peinlichen, Verliebtheit an einem fiktionalen Charakter zu haben. Nämlich dem Hauptprotagonisten der Serie: Sora.
Riku zog sie deshalb immer wieder auf und sie ließ es mehr oder weniger über sich ergehen.
Außer ihn hin und wieder in die Rippen oder an die Schulter zu boxen, konnte sie nichts weiteres ausrichten, wenn er sie neckte.

Sie schlug wieder das Heft auf und blätterte zur letzten Seite und staunte erneut nicht schlecht, was für eine Aufmachung die Seite bekam.
Sie wusste zwar, dass von der Geschichte her sie recht am Ende angelangt waren. Jetzt ging es nur noch darum, die Prinzessin des Lichts aus ihrem verzauberten Schlaf zu erwecken und die drei zerbrochenen Sternenfrucht-Splitter zu finden und zu vereinen, damit sie endgültig Xehanort - der Antagonist der Reihe - besiegt werden kann.Wie die Prinzessin aussieht und in welche Welten man zur Suche reisen musste, wurde leider noch nicht von ihrem Onkel bekannt gegeben.
Im letzte Feld des Comics sieht man nur Sora, der auf eine weiße Kapsel zugeht in der sich die Prinzessin aufhielt. Man sah nur schwache Umrisse von der Person, die sich in der Hülle befand.
Das witzige ist daran, das die Kapsel sehr elegant war und sogar mit Glitzer verziert worden war.

`Fast schon zu kitschig.´

Aber sie mochte es. Irgendwie.
Ein vergnügtes Lächeln umspielte ihre Lippen.

`Wäre doch nur jemand wie Sora im realen Leben....´

Kairi zuckte in sich zusammen, als unangekündigt ihr Smartphone auf dem Nachttisch vibrierte.
Stöhnend griff sie nach dem nervenden Gerät und sah auf das Display. Riku hatte ihr geschrieben gehabt und Kairi machte einen Schmollmund.

Riku:
Noch wach und denkst an dein Comic-Boy? :,D

Konnte er etwa hellsehen oder mochte er es einfach sie schier zu ärgern?

Kairi:
War gerade dabei zu schlafen. Gibt es was dringendes?

Riku:
Aha. Sicher. Hast du endlich ein Date für morgen gefunden?

Kairi verdrehte die Augen. Fing er nun genauso an wie Selphie?

Kairi:
Nein, hab ich nicht und möchte ich ehrlich gesagt auch nicht.

Riku:
Ok? Wirst du dich dann nicht langweilen?

Angespannt tippte sie die gleichen Worte ihm zu, die sie heute Nachmittag bereits Selphie mitteilte.

Kairi:
Ihr seid doch auch da!

Riku:
Na ja. Ich weiß nicht, wie lange ich bleiben werde. Aber ich habe eine gute Nachricht für dich.

Kairi blickte gespannt auf ihr Display, während Riku noch am tippen war.

Riku:
Ich hab extra für dich ein Date organisiert. Du wirst ihn lieben! :P

Unfassbar schlug Kairi eine Hand vor ihrer Stirn. Sie hoffte innerlich, das es nur ein Scherz seinerseits war.

Kairi:
Du beliebst zu Scherzen, oder?

Riku:
Nope. Ist mein voller Ernst.

Ein Stöhnen entrann ihrer Kehle und sie legte ihren Kopf in den Nacken.
Womit hatte sie das verdient?

Riku:
Gib ihm eine Chance. Ich höre auch auf dich mit dem Comic-Boy zu necken, wenn du das machst.

Jetzt versuchte er es auf diese Masche? Warum war ihm das so wichtig, dass sie einen Partner bei dem Abschlussball hatte?
Erneut entrann ihr ein Seufzer. Sie gab nach.

Kairi:
Na schön. Wenn das aber so ein Perverser ist bin ich innerhalb von zwei Sekunden weg vom Fenster! :/

Riku:
Danke dir! Hast was gut bei mir!

`Das hoffe ich doch sehr für dich!´

Kairi legte ihr Smartphone angestrengt zurück auf dem Nachttisch und widmete ihre Aufmerksamkeit dem Heft zu, welches vor ihr lag.
Sie strich mit dem rechten Zeigefinger über die Ovale Kapsel, die voll besudelt mit glitzernden Puder war und ihr Blick blieb an dem Rücken des Hauptprotagonisten hängen. Verträumt lächelte sie und seufzte wohlig auf. Ihre Augen weiteten sich leicht, als sie die Worte ihres Onkels in Erinnerung rief. Schaden konnte das ja nicht, sich etwas zu wünschen, oder?

„Ich wünschte, du wärst echt.“, hauchte sie und pustete den Glitzerstaub von ihrer Fingerkuppe fort.

Mit zugekniffenen Augen saß die Rothaarige auf ihren Stuhl und öffnete langsam ihre Lider.
Enttäuscht musste sie feststellen, das überhaupt nichts geschehen war. Aber was hatte sie sich eigentlich erhofft?
Das er plötzlich neben ihr stand und sie wie ein treudoofer Hund angrinste?
Schlapp schüttelte sie ihren Kopf und erhob sich von ihrem Schreibtisch und stolzierte Richtung Bett.
In dieses kletterte sie gemächlich rein, steckte ihre Beine unter die Decke und legte sich in eine seitliche Position.
Die Nachttischlampe, die dem Raum Licht spendete, schaltete sie aus und schloss anschließend gähnend die Augenlider.
Sie sollte echt versuchen zu schlafen, denn morgen könnte ein langer Tag werden.
Es dauerte auch keine zwei Minuten und Kairi befand sich im Land der Träume.

Wäre Kairi noch etwas länger wach geblieben und hätte aus dem Fenster geschaut, hätte sie am Sternenklaren Himmel eine Sternschnuppe vorbei rauschen sehen können.

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Im Halbschlaf nahm Kairi dumpfe Stimmen wahr. War es bereits Morgens? Ihr kam der Schlaf viel zu kurz vor und die Augen öffnen wollte sie auch nicht. Die Stimmen um sie herum wurden immer klarer, aber sie konnte diese niemanden konkret zuordnen.

„Und was soll ich jetzt machen? Dagegen klopfen?“
„Quatsch! Sie ist eine Prinzessin! Küss sie wach!“
„W.-Was?!Wie denn? Da ist Glas zwischen uns! Das funktioniert so nicht.“
Kairi kniff kurz die Augen zusammen. Was redeten die Personen für einen Unfug?
Von wegen Prinzessin und küssen und....wartet mal.

Fremde.Personen.Waren.In.Ihrem.Zimmer.

„Hyuck! Da hat Sora Recht, Donald!“

`SORA?!´

Überwältigt riss Kairi ihre Augen auf und sah direkt in Ozean blaue Augen.

„Oh, ehm. Hallo!“

Erst jetzt realisierte sie, dass sie sich gar nicht in ihrem Zimmer befand und schon gar nicht in ihrem eigenen Bett.
Sondern in einer Art....Glaskuppel?
Das nächste was sie wahrnahm, waren die Personen, die außerhalb der Kuppel standen. Sie musste träumen, denn nie im Leben stehen.-
„Ähm. Hi. Willst du da nicht raus kommen, Prinzessin?“, damit tippte der junge Mann an die Scheibe.

`Prinzessin? Was? Ich?´

Bevor sie etwas erwidern konnte, öffnete sich die Kapsel wie von Geisterhand und sie wurde schwebend und mit Bedacht nach draußen gesetzt.
Sie sah an sich herab und bemerkte, dass sie auch was ganz anderes an hatte, als sie zu Bett ging. An ihr trug sie nun ein weißes, bis zu dem Boden langes und fluffiges Kleid.
„Prinzessin des Lichts?“, Kairi blickte auf und sah, wie die drei sich vor ihr verbeugten und in die Knie gingen.
„Wir erbitten gnädigst Eure Hilfe, um die Finsternis die auf diversen Welten beiwohnen zu vernichten. Um dies zu erreichen, benötigen wir Eure Kraft und Hilfe. Werdet Ihr so gnädig sein und uns helfen?“

Kairi blinzelte perplex ihre Augen und musste erst hart schlucken. Dies kann nur ein Traum sein! Natürlich!
Sora, Donald und Goofy würden nie im Leben vor ihr auf die Knie gehen und sie mit „Prinzessin“ betiteln. Zu dem sind es fiktionale Charaktere!

„Oh! Verzeiht mir meine Unhöflichkeit! Ich habe mich noch gar nicht vorgestellt. Ich bin Sora und das sind Donald .-“, er deutete zu seiner linken Seite hin.
„Und Goofy. Es freut uns sehr, Sie persönlich kennenzulernen.“
Er griff sachte nach ihrer Hand und platzierte auf ihren Handrücken einen Kuss als Begrüßung.
Sie sog scharf die Luft ein, als er ihre Hand los ließ und sie erwartungsvoll anstarrte.

Kairi kniff sich selber in den linken Oberarm, um sicher zu gehen, das es sich um einen Traum handelte.
Doch den Schmerz den sie dabei spürte, überzeugte sie vom Gegenteil. Es war real.
Ihr wurde schwarz vor Augen und sie kippte nach vorne über, um gleich darauf von Sora aufgefangen zu werden.

„Prinzessin!“, besorgt hielt er die Rothaarige in seinen Armen, während von Donald ein fieses Gackern kam.
„Sora hat die Prinzessin kaputt gemacht.“, äußerte sich der Enterich und empört wandte Sora sich zu diesem.
„Habe ich nicht! Sie...sie ist einfach ohnmächtig geworden!“
„Gorwsh. Vielleicht sollten wir zurück zum Schiff?“, schlug Goofy vor und besah selbst die in Sora´s Arm liegende Dame.
„Vielleicht war das einfach zu viel Aufregung für sie. Nach knapp 100 Jahren finde ich das verständlich.“

Sora nickte einverstanden, hob die Prinzessin Bridal-Style auf seine Arme und schlenderte Richtung ihres Raumschiffes.
Er blickte auf das schlafende Gesicht von die ihm noch Unbekannte Prinzessin und grinste breit.

Schön sah sie auf jeden Fall aus.

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