Die Leute von Miller Landing

vor 15 Tagen
Wir schreiben das Jahr 1903. Es gibt da ein besonderes Haus am Stadtrand des kleinen Örtchen Millers Landing im Staate Pennsylvania. Die Leute die dort leben sind Außenseiter. Man meidet sie, weil sie Prostituierte sind, Homosexuelle, oder die Nachfahren afrikanischer Sklaven. Diese Menschen haben auf der Welt nichts, außer ihrer Freundschaft ..
Dramatik P16-M+M Drama Beendet
Bemerkung des Authors: Vorwort: Dies ist mein erster eigener Roman. Ich habe ihn schon vor einigen Jahren geschrieben und seitdem setzt er auf meiner Festplatte Staub an. Ich habe beschlossen, dass damit nun Schluss sein muss. Ich will die Geschichte mit euch teilen und bin wahnsinnig gespannt, wie sie euch gefällt, insofern würde es mich sehr freuen, wenn ihr es mich in kurzen Rückmeldungen wissen lassen würdet. Die Idee und die Story selbst stammen von mir. Ich werde sie nun Kapitel für Kapitel noch einmal überarbeiten und dann nach und nach für euch hochladen. Heute geht es los mit dem Prolog. Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen! Liebe Grüße, Eure Ginger

Prolog

Es war der Sommer des Jahres 1903; einer der heißesten und trockensten, die das kleine Städtchen Millers Landing im Staat Pennsylvania seit seiner Gründung vor 87 Jahren durch ein Grüppchen deutscher Siedler je erlebt hatte.
Heißer Wind blies Staub vor sich her, die Ernte drohte auf den Feldern zu vertrocknen, das Vieh begann bereits zu dürsten und die Wasserstände der Brunnen in der Umgebung waren bereits bedenklich gefallen.
Dennoch würde dieser momentane Ausnahmezustand die kleine Gemeinde nicht ruinieren, denn neben der Land- und Viehwirtschaft lebte dieser Ort in erster Linie von dem Abbau von Eisenerz. Dies war sicherlich nicht so attraktiv und einträglich wie der Goldrausch, der andere Teile des Landes seit einiger Zeit befallen hatte; nein es war vielmehr ein solides Geschäft für die Claiminhaber und harte, ehrliche Arbeit für viele junge Männer, welche ihre Familien ernährte und es hatte Millers Landing im vergangenen Jahr sogar den Anschluss an das Eisenbahnnetz beschert.

Durch Zuwanderung von außerhalb wuchs die kleine Gemeinde stetig, denn neben den deutschstämmigen Gründern hatten sich hier mittlerweile auch eine Reihe anderer Menschen angesiedelt, insbesondere Einwanderer aus Polen und Irland, aber auch solche aus anderen Teilen der alten Welt.

Millers Landing war eine Kleinstadt, wie viele andere auch, mit unterschiedlichen Geschäften, dem Rathaus, dem Sheriffsdepartment im Stadtkern und der lutheranischen Kirche am Nordrand der Siedlung.

Und dann gab es da noch ein Haus mit einem gewissen Ruf, welches sich am südlichen Stadtrand befand, über welches man schon viel gehört hatte und über das reichlich spekuliert und hinter vorgehaltener Hand getuschelt wurde, über welches die wenigsten jedoch etwas Genaues wussten. Die Existenz dieses Ortes wurde von den braven Bürgern der Stadt lediglich widerwillig geduldet, weil man eben nicht wirklich etwas dagegen unternehmen konnte.

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