Hope - Und ihre Abenteuer in Ba Sing Se

vor 2 Mon.
Ich denke, alle kennen die Folge, in dem der Avatar hilft Ying, Than, seine Schwester und natürlich Hope über den Schlangenpass zu bringen. Doch was geschieht dann? Was wird aus Hope? Hier will ich einige ihrer Abenteuer aufschreiben und hoffe, dass es euch gefallen wird. (Ying, Than und Hope sind nicht meine eigenen OC`s, sondern die der Mache..
Avatar - Herr der Elemente Abenteuer P12 Fantasy In Arbeit
Inhaltsverzeichnis
Bemerkung des Authors: Hier wollte ich noch einmal darauf eingehen, wie es wohl war, als die Familie nach Ba Sing Se kam. Dabei habe ich auch nochmal einen kleinen Blick auf die Invasion der Stadt geworfen. Viel Spaß beim lesen! Kommentare sind gern gesehen :)

Willkommen in Ba Sing Se

Noch länger sehen sie dem Team Avatar hinterher, bis auch sie in ein neues Leben aufbrechen, in Ba Sing Se. Sie sind ihnen Dankbar, dass das Team den Gefahren getrotzt hat, um sie drei, nein, sie vier über den Schlangenpass zu bringen.
“Wir werden dich nie vergessen und viel Glück Avatar”, spricht Ying leise ihnen hinterher.
“Komm, lassen wir uns registrieren”, Than nimmt seine Frau in den Arm und langsam führt er sie in Richtung der Registrierungszentrale, die ihnen ein Soldat gezeigt hat.
Viele Menschen stehen in Schlangen, um an einem kleineren Häuschen eine Karte zu bekommen, die sie für eine endgültige Registrierung brauchen, um in dieser Stadt wohnen zu dürfen. Es dauert eine Weile, doch dann haben sie endlich die vier ersehnten Karten.

Than’s Schwester hat einen Platz in der steinernen Bahn für Ying freigehalten, damit sie sich mit Hope ausruhen kann.
Sie fahren weit und lange. Neben ihr sitzt ein älterer Mann, der Hope wohl sehr mag. Neben ihm sitzt vermutlich sein Enkel oder Neffe. Das weiß Ying nicht, aber sie hat Mitleid mit ihm, da er von einer großen Narbe gezeichnet ist. Auch er muss anscheinend eine schlimme Begegnung mit der Feuernation gehabt haben.

Die Bahn ist nicht zu voll und sie können dabei ein paar Blicke aus dem Zug werfen. Sie können schon viel von Ba Sing Se sehen und staunen über seine Größe. Es muss lange gedauert haben diese Mauer zu errichten, damit all die Felder und die Bevölkerung in Sicherheit leben können; und es ist nicht die einzige. Vor ihnen erhebt sich eine weitere hohe Mauer, in die der Zug hineinfährt. In der Mauer bleibt er stehen und die vierköpfige Familie muss sich erst einmal zurechtfinden bei seiner Größe.
“Woa…”, staunt Than’s Schwester.
“Weißt du, wo wir hingehen müssen?”, fragt Ying ihren Mann.
“Nein, aber wir sollten den anderen folgen”, auch Than ist überwältigt von Ba Sing Se. Nur Hope bekommt nichts mit. Sie ist in einem Tuch gewickelt und schläft in den Armen ihrer Mutter.

Vor einem Gebäude, aus massivem Stein, hat sich eine lange Schlange gebildet, in der sie nun auch stehen. Mehrere Soldaten der Erdnation haben den Neuankömmlingen gesagt, wohin sie zu gehen haben. Alle, die allein gekommen sind sollten zum östlichen Teil, die anderen zum westlichen.
“Namen und Anliegen?”, ein etwas unfreundlich wirkender Mann sitzt an einem Pult in einem viel zu kleinen Raum, in dem sich die vier hineinzwängen mussten.
“Ich bin Than, das ist meine Frau Ying mit unsere Tochter Hope und das ist meine Schwester Kakuia. Unsere alte Heimat ist zerstört worden und wir suchen ein neues und sicheres Zuhause”, stellt Than alle vor und hofft, dass sie ein neues Heim bekommen werden.
Ohne hoch zu sehen schreibt der Mann einiges auf die Karten, die sie zuvor in der Registrierungszentrale erhalten hatten und hier abgeben mussten, und stempelt ihn mehrfach ab.
“Ihr bekommt die Nummer 5864 West. Gebt das einen der Soldaten, er wird euch dann dort hinbringen. Willkommen in Ba Sing Se, der uneinnehmbaren Stadt”, mit einem nicht wirklich freundlichen “Willkommen” überreicht er ihnen die Formulare, damit sie endlich in Ba Sing Se leben können.
Than denkt sich seinen Teil, da der Mann anscheinend nicht weiß, was vor der Mauer passiert. Er hofft, dass der Avatar diese Gefahr bändigen kann und die Feuernation niemals nach Ba Sing Se kommen wird.
Draußen warten die Soldaten auf ihren Auftrag die neu Ankommenden in ihr neues Zuhause zu bringen.
“Können sie uns in unser neues Zuhause bringen?”, fragt Than einen Soldaten und überreicht ihm die Papiere.
Zuerst sieht der Soldat sehr grimmig aus, doch als er Hope sieht erhellt sich sein Gesicht.
“Aber natürlich. Folgt mir, es wird euch bestimmt gefallen”, der Soldat geht voran und die vier folgen ihm und sind froh, als sie endlich den großen Bahnhof und die Menschenmassen hinter sich lassen können.
“Der Büromensch scheint euch zu mögen, er hat euch eines der besseren Unterkünfte gegeben”
“Davon hat man aber nicht viel bemerkt”, entgegnet Kakuia.
“Haha. Er darf sich das nicht anmerken lassen. Wir sind immer zugange neue Unterkünfte zu bauen. Es ist daher nicht leicht zu entscheiden, wer welches beziehen soll und darf”, erklärt der Soldat ihr.

Mittlerweile sind sie in einer Art Kutsche, die sie schnell zu ihrem neuen Heim bringt.
Es ist von der Inneren Stadt weit entfernt. Sie befinden sich im unteren Ring der oberen Stadt. Hier gibt es auch viele Märkte und Geschäfte und vor einer Hütte, etwas abseits gelegen, hält die Kutsche an.
“Da wären wir. Willkommen in eurem neuen Heim”, begrüßt der Soldat die vier nun offiziell vor ihrem kleinen Haus. Er schließt die Tür auf und führt sie hinein. Es ist größer als ihr altes Haus in ihrem Dorf, doch es hätte auch etwas größer sein können; für Hope, so denkt Ying.
“Kann ich dich mal einladen als Dank dafür, dass du uns hier hingebracht hast?”, fragt Kakuia und wird unter den Blicken von Ying und Than rot.
“Gerne...Danke...Ja. Äh ich werde noch einmal später vorbei kommen, um zu sehen, ob alles in Ordnung ist”, der Soldat ist sichtlich überrascht von dem plötzlichen Angebot und übergibt ihnen schnell die Schlüssel. Schnell macht er sich auf den Weg zurück zur Station, um vielleicht die nächsten Flüchtlinge zu ihrem neuen Zuhause zu bringen.
“Kakuia, du gehst aber schnell ran”, zwinkert Ying ihr zu, nachdem sie Hope in ein Bett gelegt hat.
“Neue Stadt, neue Menschen. Bei irgendeinem muss ich ja anfangen”, grinst sie.
“Musste es aber denn direkt ein Soldat sein?”, fragt Than seine Schwester etwas mürrisch.
“Ach, sei nicht so. Wir sollten froh sein, dass wir es endlich hier hingeschafft haben”, freut sich Kakuia und nimmt Ying fest in den Arm, die sichtlich erleichtert, aber auch müde ist.

Am Abend ist der Soldat tatsächlich noch einmal vorbeigekommen, um nachzusehen, ob alles in Ordnung ist. Kakuia ist überrascht gewesen, dass er tatsächlich gekommen ist. Ying hat ihm etwas zu Essen angeboten, doch er wollte nicht lange bleiben. Kakuia hat ihn noch nach draußen begleitet und die Tür hinter sich zugemacht, sodass Than und Ying nichts mitbekommen konnten. Aber beide können sich denken, was sie vorhat. Ihn in Ruhe noch einmal nach einem Treffen fragen, nur dieses Mal nach einem richtigen.
Als sie endlich wieder rein kommt scheint er „Ja“ gesagt zu haben.
“Gleich morgen Abend will er mir ein wenig mehr von dieser Gegend zeigen”, schwärmt Kakuia vor sich hin.
“Wie du das nur geschafft hast”, bewundert Ying.
“Bei uns hat es lange gedauert, bis ich mich getraut habe Ying nach einem Treffen zu fragen”, beginnt Than zu erzählen und hält seine Frau fest in den Armen.
“Jaaa. Ich kenne die Geschichte…ich war ja dabei”, stöhnt Kakuia, da sie die Geschichte bestimmt schon tausendmal gehört hat.
Obwohl sie alle müde sind, sitzen sie noch länger am Tisch und reden, was sie alles in Ba Sing Se machen wollen, welche Chancen sie hier nutzen wollen, um ein glückliches Leben führen zu können.


Ein paar Wochen später

“Was ist denn hier los?”, Than springt auf und läuft zur Tür, da er von draußen laute Stimmen hört.
Dort laufen viele Menschen in eine Richtung, gefolgt von den Erdnationssoldaten.
Nando, nun der Freund von Kakuia, kommt an der Tür vorbei und sieht Than.
“Bleibt im Haus, hier ist es nicht mehr sicher”, noch einmal sieht er nach hinten und rennt sofort weiter.
Es dauert nicht lange und die ersten Feuernationssoldaten laufen siegessicher an seiner Tür vorbei.
“Schatz, was ist denn los?”, kommt Ying fragend an.
“War das gerade Nando?”, fragt Kakuia fröhlich.
Doch Than muss den beiden nicht antworten. Sie sehen die Soldaten der Feuernation vorbeiziehen.
Sofort drückt Ying ihre Tochter Hope fester an sich, aus Angst, es könnte etwas Schlimmes passieren.
“Also hat der Avatar es doch nicht geschafft…”, schnell schließt Than die Tür und setzt sich an den Tisch, an dem sie immer essen. Auch Ying und Kakuia müssen sich setzen.
Jetzt haben sie einen so weiten Weg auf sich genommen, um hier glücklich zu werden und dann schafft es die Feuernation doch Ba Sing Se einzunehmen. Seit seiner Errichtung vor vielen hundert Jahren hat niemand diese Stadt einnehmen können, doch ausgerechnet jetzt, wo sie hier sind, wird ihr Name als Uneinnehmbare Stadt zerstört, wenn man davon absieht, dass es in der Vergangenheit schon einmal passiert worden sein soll.
“Was sollen wir jetzt machen?”, fragt Ying Hoffnungslos.
“Ich weiß es nicht…”, gibt Than zu und denkt nach.

In diesem Moment klopft es an der Tür. Sofort sehen alle erschrocken auf. Ist das die Feuernation? Geschieht hier jetzt das gleiche wie bei ihnen damals Zuhause?
Wieder klopft es.
Kakuia geht langsam zur Tür. Nur langsam bewegt sie ihre Hand zum Knauf, der die Tür öffnet. Mittlerweile ist das Klopfen zu einem Hämmern geworden und Kakuia malt sich aus, was wohl passieren wird, sobald die Tür offen ist.
Mit einem Klick ist sie nun auf und ein Mann stürmt herein.
“Danke, dass ihr aufgemacht habt!”, der Mann schließt sofort die Tür hinter sich und lehnt sich gegen sie.
“Nando du bist es!”, sofort fällt Kakuia dem Mann mit Kapuzenmantel um den Hals.
“Schön zu sehen, dass es euch gut geht. Tut mir leid, wenn ich euch so erschreckt habe, aber die Feuernation lässt alle Soldaten gefangen nehmen. Ich konnte mich verstecken und bin sofort zu euch gekommen”, erzählt er mit erleichterter Stimme endlich weg von den Straßen zu sein.
“Was wird jetzt geschehen?”, fragt Ying besorgt, immer noch Hop fest in ihren Armen haltend.
“Wir werden erst einmal hier im Haus bleiben. Von den unteren Bezirken wollen sie nichts, sie wollen zum Palast. Hier sind wir erst einmal sicher. Aber ich weiß nicht, wie es dann weiter gehen soll…”, mit gesenktem Blick liegt er in den Armen von Kakuia.

Nachdem Nando Kakuia am zweiten Tag Ba Sing Se ein wenig gezeigt hat, sind sie sich näher gekommen und haben sich noch öfters getroffen, bis sie sich schließlich an einem Brunnen, der wunderschön mit Laternen beleuchtet war, geküsst haben. Seitdem lebt er bei ihr und den anderen. Da das Haus neben ihnen frei war, konnte er als Soldat einen Antrag einsenden, dass sie das zweite Haus erhalten dürfen. Dem Antrag wurde stattgegeben und sie haben die beiden Häuser miteinander verbunden. So ist das Zuhause für Hope noch größer geworden. Doch momentan sieht es so aus, als ob ein friedliches Leben für Hope in Ba Sing Se vorbei ist.

Ein paar Tage später

“Was ist das? Der Himmel ist ja Blutrot?!”, Ying sieht aus dem Fenster und beobachtet, wie zwei Vögel am Himmel vorbeiziehen. Eigentlich wollte sie nur hinaussehen, da auf der Straße so viel Lärm entsteht und sie den Grund erfahren will.
Es sind riesige Metallbehälter, die wie von selbst zu fahren scheinen. Eine ganze Reihe von ihnen fährt an ihrem Haus vorbei.
“Bleib lieber weg vom Fenster und der Tür. Das sieht gefährlich aus”, warnt Than seine Frau und nimmt sie in seine Arme.
Seit paar Tagen ist die Feuernation in Ba Sing Se und schickt immer wieder Truppen durch die Straßen, um für Ruhe zu sorgen. Kakuia ist ein paar Mal hinausgegangen, um etwas zu Essen zu holen, doch sie ist froh gewesen wieder im Haus zu sein.
“Das ist Zosins Komet. Er verleiht den Feuerbändigern eine große Kraft, so haben wir es in der Schule gehört”, erzählt Nando ihr.
Doch in diesem Moment hören sie etwas lautes auf den Boden stürzen.
Nando und Kakuia rennen sofort zur Tür, um sie einen Spalt weit zu öffnen. Ying hält Hope erschrocken im Arm und Than liegt schützend über den beiden.
“Da sind Männer, die gegen diese Metallbehälter kämpfen und sie scheinen zu gewinnen! Das ist ein Feuerbändiger und…und ein Wasserbändiger!”, ruft Nando froh zu den beiden.

Es dauert lange, bis in ihrer Straße und der Umgebung Ruhe einkehrt. Immer wieder können sie das Feuer zischen hören, das Wasser rauschen, spüren, wie die Erde leicht bebt, Klingen haben sie klirren gehört und ein klacken, wenn die Metallbehälter gegeneinandergestoßen sind.
Zwischenzeitlich sind Männer in einer weiß-blauen Tracht an ihrer Tür vorbei gegangen, die gegen die Feuernation gekämpft haben.
Nando traut sich als erster hinaus, um nachzusehen, was vor sich gegangen ist.
“Sie haben es geschafft!”, stürmt er nach einiger Zeit wieder hinein.
“Was haben sie geschafft?”, fragt Kakuia verwundert.
“Ein Freund kam angerannt. Er hat gesagt, dass die Männer in weiß-blau die Feuernation in Ba Sing Se besiegt haben! Ba Sing Se ist wieder frei!”, strahlt er voller Freude.
Noch nicht zu fassen, dass dies wahr sein soll, fallen sich Kakuia und Nando in die Arme.
Auch Ying und Than sind froh über die Nachricht und halten Hope ganz fest in ihren Armen.
“Nun kannst du in Frieden aufwachsen”, spricht Ying zu ihrer Tochter.
„Nun können wir endlich in Frieden leben in Ba Sing Se”, freut sich Than und küsst die Stirn seiner Tochter.

Es vergeht einige Zeit, doch die Straßen von Ba Sing Se sind wieder aufgeräumt, die Stände auf dem Markt stehen wieder und eine Normalität kehrt ein. Nando ist wieder ein Soldat der Erdnation und Than hat auch Arbeit gefunden. Obwohl er kein Bändiger ist, kann er helfen zerstörte Häuser wieder aufzubauen. Mit einigen anderen darf er Pläne überarbeiten und neue konstruieren.
Auch die Nachricht, dass der Feuerlord vom Avatar besiegt worden ist, hellt die Stimmung in der Stadt sehr auf. Die Angst, dass es einen erneuten Angriff geben wird verschwindet und für Hope beginnt somit die Zeit des Friedens und der Abenteuer in Ba Sing Se.

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