Arbeitsstress

vor 12 Tagen
Eine ff über Vexens Arbeit in der Orga XIII. Und über den Stress, der ihn langsam aber sicher ertränkt. Und über Marly, der mal hilfreich ist. Und über alle anderen Orga Mitglieder, weil die auch noch da sind.
Kingdom Hearts Fantasy P16-M+M Romanze In Arbeit
Inhaltsverzeichnis
  • Nur ein Fortschritt
Bemerkung des Authors: Konstruktive Kritiken werden immer entgegengenommen. Ich werde versuchen immer wieder andere Orga Mitglieder einzubauen. Bin einfach ein zu großer MarVex fan <3

Nur ein Fortschritt

Vexen machte im selben Moment einen Schritt zur Seite als Marluxia ihn takeln wollte und so stolperte die Nummer Elf über ihre eigenen Beine und landete der Länge nach auf dem Boden. Der Wissenschaftler hob den Blick von seinen Notizen und lächelte beinahe zufrieden.
„Sind wir heute etwas tollpatschig, Elf? Vielleicht solltest du auf dein Zimmer, bevor du noch jemandem oder dir selbst wehtust“, Vexen wollte rasch weitergehen, als sich eine Ranke um sein Bein wickelte und ihn beinahe zu Fall brachte.
„Ach so spielen wir das heute, alter Mann“, Marluxia setzte sich auf, doch bevor er eine zweite Schlinge beschwören konnte, hatte sein Gegenüber eine Wand aus Eisspeeren zwischen ihnen aufgebaut. Die Ranke um das Bein zerbrach in der Kälte.
„Ich würde heute vorsichtig sein, Elf. Ich bin heute mehr in der Stimmung, dir alles zu nehmen, was dir in irgendeiner Form wichtig ist. Angefangen bei deinem ach so tollen Garten“, damit ging Vexen seines Weges und hörte das beinahe schon verzweifelte Betteln von Marluxia in seinen Ohren.

„Was ist los?“, fragte Xigbar und Vexen ließ vor Schreck beinahe seine Notizen fallen, „Du streitest dich immer öfter mit Marly.“
„Er ist zu oft in meiner persönlichen Komfortzone. Als würde er sich am liebsten mit Sekundenkleber an mich ankleben“, der Wissenschaftler spürte sein Herz bis zum Hals schlagen. Warum kam dieser einäugige Scharfschütze immer von der Decke?
„Ist das dann nicht eher ein Kompliment?“, Xigbar lehnte sich an die Wand und verschränkte die Arme.
„Respekt wäre mir lieber. Wenn er mich so gerne hat, soll er sich doch bitte für die nächste Woche am anderen Ende des Schlosses aufhalten und mich nicht ansprechen, sollten wir uns doch begegnen“, Vexen sortierte seine Notizen und atmete durch, „Wenn ich ihn das nächste Mal sehe und er ist wieder aufdringlich, landet mein Schild in seinem Gesicht.“
Xigbar sah ihm nach, als der Wissenschaftler Richtung Bibliothek verschwand.

„Du bist wütend“, stellte Zexion kühl fest. Er saß auf einem der großen Bücherregale und blätterte in einem Lexikon.
„Wahrscheinlich“, Vexen konnte sich nicht genau daran erinnern, wie sich das Gefühl Wut anfühlte, aber er vertraute auf die Analysen seines Schülers, auch wenn sie rein wissenschaftlich waren.
„Elf?“, der Junge sprang vom Regal und nahm die Notizen entgegen. Sie gingen diese Prozedur jeden Tag durch, auch wenn der Small-Talk nicht immer dazugehörte.
„Es wird jeden Tag schlimmer. Es ist ja nicht so, dass ich ihn hasste.“
„Nicht?“, Zexion blätterte durch die Notizen. Er hörte zu, aber eher passiv. Das Gesprochene merkte er sich selten, wenn es um Nummer Elf ging.
„Ich kann es nur nicht leiden, wie er mir seine Zuneigung zeigen will. Er könnte es doch einmal mit einer Blume versuchen und mich nicht gleich anspringen wie ein…“
„Wir machen Fortschritte“, der Junge unterbrach seinen Lehrer, bevor dieser Themen ansprach, die er gar nicht hören wollte, „Aber damit können wir noch nicht zu Meister Xemnas. Er will Ergebnisse und das ist keines. Nur ein Fortschritt.“
„Da hast du wohl Recht“, Vexen nahm die Notizen und fuhr sich durch die Haare. Wochenlange Arbeit und er hatte einen kleinen Fortschritt erzielt.

Die Arbeit im Labor kostete ihn all seine Energie, die er hatte. Er kam kaum an die Luft, die Sonne oder zum Essen, zum Schlafen. Er hatte ein Defizit an einigen Vitaminen und der Druck von oben machte es nicht einfacher.
Die Speere waren mittlerweile geschmolzen und Marluxia war nirgends zu sehen, also setzte sich Vexen wieder an seinen Schreibtisch und arbeitete weiter. Es dauerte nicht lange, bis ihm auffiel, dass er eine Sackgasse oder zumindest seine Grenze erreicht hatte. Er verstaute die Unterlagen und setzte einen Tee auf. Seine Augenlider fühlten sich schwer an. Er brauchte dringend eine Pause, aber solang er keine Ergebnisse vorweisen konnte, machte Xemnas weiter Druck und machte es ihm unmöglich zu schlafen. Er goss das heiße Wasser in eine Tasse und hängte den Teebeutel hinein. Er warf einen kurzen Blick zur Uhr und setzte sich wieder.
Er war froh nicht die Außeneinsätze machen zu müssen, aber in einem Keller ohne Sonnenlicht zu sitzen, schlug aufs Gemüt. Er versuchte sich irgendwie wach zu halten. Großteils indem er sich immer wieder in den Arm zwickte oder auf sich selbst einredete.
Mit dem Tee schlurfte er schließlich zurück zu seinem Schreibtisch und überflog seine Berechnungen. Irgendwo war ihm ein Fehler unterlaufen, aber er wusste nicht wo und in seinem Zustand wollte sein Gehirn auch nicht funktionieren.
Er war so müde, aber entspannen konnte er sich nicht. Wenn er einnickte, wachte er nur noch müder wieder auf. Irgendwann würde er wohl einfach umkippen.
„Du siehst schrecklich aus, Vexy.“

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