Nichts ist Vergessen

vor 2 Std.
'Gott lastet uns nicht mehr auf als wir tragen können' so sagt man. Du fühlst dich endlich wieder sicher. Das Leben geht gewohnte und neue Bahnen und alles scheint wie neu geboren. Doch dann musst du erkennen, dass du in einer scheinbar gottlosen Welt lebst und diese dir anscheinend nie genug aufladen kann. Wenn der Geist der Vergangenheit s..
Nevada Tan - Panik - Zorkkk Drama P16 Krimi In Arbeit
Bemerkung des Authors: Vollständiger Klappentext: 'Gott lastet uns nicht mehr auf als wir tragen können' so sagt man. Du fühlst dich endlich wieder sicher. Das Leben geht gewohnte und neue Bahnen und alles scheint wie neu geboren. Doch dann musst du erkennen, dass du in einer scheinbar gottlosen Welt lebst und diese dir anscheinend nie genug aufladen kann. Wenn der Geist der Vergangenheit sich zurück in dein Leben schleicht und es auf bisher nicht gekannte Weise bedroht. Dann musst du erkennen, dass da noch einige offenen Rechnung sind deren Preis du noch nicht bezahlt hast. Und der Geist hat das nicht vergessen... Fortsetzung von "Nichts ist Vergangenheit"

Prolog

Langsam öffnete ich die Augen und mein Blick traf die weiße Zimmerdecke. Das warme Sonnenlicht strahlte in mein Gesicht und ich erhob mich in meinem Bett. Die weiche Daunendecke rutschte von meiner Brust und erst jetzt bemerkte ich so wirklich den Körper neben mir. Die blonde junge Frau murrte vor sich hin und drehte sich von mir weg um noch weiter zu schlafen. Leicht genervt erhob ich mich schließlich und ging vom Schlafzimmer ins Badezimmer. Ich drehte den Wasserhahn auf und spritzte mir das kalte Wasser ins Gesicht. Einige Sekunden verharrte ich so bevor ich mein nun tropfendes Gesicht hob. Das Wasser tropfte auf meine Brust als ich mich gerade aufrichtete. Langsam perlten sie über die Narben auf meiner Brust, welche sich über meine Schulter und fast den kompletten linken Arm zogen. Ein Anblick, welcher mich jeden Morgen an den verdammten Unfall erinnerte, der mich so lange außer Verkehr gezogen hatte. Auf der anderen Seite, hatte er mir auch die benötigte Zeit gegeben, die ich gebraucht hatte um meine Idee in einen perfekt ausgereiften Plan zu verwandeln.
Das Klopfen an der Badezimmertür riss mich aus meinen Gedanken. "Hey? Dürfte ich mal?" erklang die Stimme der jungen Frau. Ich trocknete mein Gesicht und öffnete dann die Türe. Bekleidet mit meinem Hemd stand sie dort und musste offensichtlich pinkeln. Für einen kurzen Moment schien ihr der Anblick meiner Narben die Sprache zu verschlagen. Das überraschte mich wenig. In ihrem besoffenen Zustand hatte sie die wahrscheinlich nicht einmal wahrgenommen in der letzten Nacht. Ich trat an ihr vorbei und machte dann eine bittende Geste. Sie bedanke sich und verschwand dann im Bad.
Während die namenlose Frau sich fertig machte, kochte ich mir einen Kaffee und sah noch einmal in meine Unterlagen. Ich überflog die Zeilen des Infomaterials noch einmal auch wenn es ich beinahe rückwärts kotzen konnte. Es durfte absolut nichts schief gehen heute.
"So eh,.. ich geh dann." trat die Frau wieder in mein Bewusstsein und ich hob den Blick. "Klar, mach das." antwortete ich und ihr blick verriet mir, dass sie sich scheinbar eine andere Antwort erhofft hatte. "Eh okay. Willst.. willst du vielleicht meine Nummer?" fragte sie dann und ich verdrehte die Augen gefolgt von einem Seufzer. "Schätzchen, es war wirklich nett mit dir, aber an mehr als dem was gestern bereits passiert ist, bin ich nicht interessiert. Also bitte erspar uns Beiden die Peinlichkeit und verschwinde einfach." erläuterte ich ihr dann und ich konnte erkennen wie mit jedem weiteren Wort der Hass auf ihrem Gesicht wuchs. "Wow, du bist also genauso scheiße wie du aussiehst." fauchte sie dann, stiefelte zur Türe und knallte diese merklich zu. "Was auch immer." murmelte ich vor mich hin und ging dann ebenfalls duschen.

Frisch geduscht und ordentlich gekleidet verließ ich dann meine Wohnung und stieg in meinen Audi Kombi. In meinem Navi programmierte ich die Adresse ein und ließ mich dann abwechselnd von Musik und der monotonen weiblichen Stimme des Navis zu meinem Zielort geleiten.
Dort angekommen parkte ich den Wagen. Es war kurz vor 10 Uhr, ich war also genau pünktlich. Neugierig sah ich mich durch meine Sonnenbrille hinweg ein wenig in der Gegend um. Eine malerische kleine Straße in der man wirklich nichts schlechtes vermuten würde. Ich ging um den Wagen herum und nahm mir meine Tasche vom Beifahrersitz, ehe ich den Wagen verriegelte und über die Straße und durch das kleine Tor ging. Ich öffnete die Holztür mit Glaselementen und wurde von lautem Geschrei empfangen. "Alles gut. Dann wissen wir Bescheid. Ja, Ihnen auch noch einen schönen Tag. Wiederhören." die brünette Frau mittleren Alters beendete das Telefonat und wendete sich an einen blonden kleinen Lockenkopf der gerade vor ihren Füßen lief. "Hey Sammy, heute kommt der Papa dich abholen." erklärte sie ihm und der Kleine schien sich sehr zu freuen. "Ah, Herr Kranger," ihr Blick war endlich auf mich gefallen, "entschuldigen Sie. Eine unserer Mütter hat uns informiert, dass der Vater des Jungen heute kommt da sie es arbeitstechnisch nicht schafft. Der stressige Alltag." lachte sie entschuldigend und ich nickte verständnisvoll. "Das kann ja immer mal vor kommen." lächelte ich dann. "Sie kommen genau richtig. Wir wollten grade die Runde zusammen trommeln. Dann kann ich Sie direkt vorstellen." erklärte sie dann und huschte in den großen Aufenthaltsraum. "Wer bist du?" die zaghafte Stimme ließ mich nach unten sehen. Der blonde Lockenkopf stand vor mir und lächelte mich leicht unsicher an. Freundlich lächelnd kniete ich mich vor ihn. "Ich bin Maximilian Kranger. Ich arbeite ab heute hier. Und wer bist du?" lächelnd hielt ich ihm meine Hand hin. Er dachte kurz nach und griff dann danach. "Sam.. Du kannst aber Sammy sagen." grinste er dann und ich erwiderte nur zu gerne. "Freut mich dich kennen zu lernen, Sammy," zufrieden grinsend zog Sammy von dannen, "du hast keine Ahnung wie sehr es mich freut."

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MissSonnenschein 19. Mar 2019

Buuhjaaa ein zweiter Teil? Ich bin gespannt!