Drei Liebesgeständnisse

vor 2 Mon.
Drei Paare, drei Liebesgeständnisse, drei Reaktionen, ein Happy End?
Harry Potter Parodie P12-M+M Drama Beendet
Inhaltsverzeichnis
Bemerkung des Authors: Dies ist mein Beitrag für den Wettbewerb Anti-Canon Paare [3x erste Liebesgeständnisse] von _Natsumi_Ann_ bei animexx

Geständnis 1

Der junge Mann schlich so leise wie möglich durch die Gänge des altehrwürdigen Gebäudes. Es war schon weit nach Sperrstunde und er wollte auf keinen Fall riskieren, von einem Lehrer erwischt zu werden, denn dann wäre sein Vorhaben gescheitert und er wusste, dass er nur heute den Mut für sein Vorhaben haben würde. In den Kerkern angekommen, sah er sich noch einmal um, ehe er vor das Portal zum Slytheringemeinschaftsraum trat und es etwas unschlüssig betrachtete. Natürlich hatte er sich gut überlegt, wie er mit der Person hinter dem Portal sprechen wollte, doch hatte er sich nicht überlegt, wie er das Portal überwinden konnte. Denn wenn er einfach klopfen würde, würde vielleicht jemand öffnen, aber er käme dann sicher nicht schnell genug rein, ehe die Person es wieder schließen würde, wenn niemand zu sehen war. Und er war durch seinen Umhang nun einmal nicht zu sehen, durch seinen Tarnumhang.

Schritte auf dem Gang ließen den Schwarzhaarigen sich schnell umdrehen und einen Schritt vom Portal weggehen. Doch kurze Zeit später bemerkte er auch schon, dass es nur eine Ravenclaw war, welche sich in seinem Jahrgang befand. Und da kam ihm die perfekte Idee. Lautlos trat der nächtliche Schleicher wieder an das Portal heran und klopfte. Nur wenige Augenblicke später wurde dieses auch schon von einem hochgewachsenen, blonden Jungen geöffnet, der sich argwöhnisch umsah und nur wenig später auch die junge Hexe auf dem Gang entdeckte. „Also von einer Ravenclaw hätte ich so einen Unsinn nicht erwartet“, war der tonlose Kommentar des älteren Slytherin, ehe dieser wieder in den Gemeinschaftsraum eintrat, ohne dabei zu bemerken, dass ihm ein anderer junger Mann gefolgt war.

Bisher lief wirklich alles nach Plan, stellte der Unsichtbare zufrieden fest und folgte der Person seines Anliegens, während diese in ihren Schlafsaal ging. Dieser war vollkommen leer, denn als Schulsprecher hatte der Blonde ein Einzelzimmer erhalten. Ein Privileg, auf welches er wirklich stolz war. „Du bist wirklich mutig dich hier rein zu trauen, aber auch sehr einfallsreich, dass muss ich dir lassen“, kam es nach kurzer Zeit von dem Blonden, was den anderen doch sehr überraschte. Er hatte nicht damit gerechnet, dass er bemerkt worden war! So nahm er auch seinen Umhang ab und betrachtete den anderen eine Weile. Irgendwie wirkte er heute Abend so anders. „Wir Gryffindors gelten als sehr mutig, dass weißt du. Und dir müsste doch durch das letzte Jahr klar sein, dass ich sehr mutig bin“, gab der Schwarzhaarige grinsend von sich.

Auch wenn das Grinsen nur seine Unsicherheit überspielte. Schließlich war er nicht umsonst hier her gekommen, sondern um etwas sehr wichtiges mit dem anderen zu sprechen. „Ob das unbedingt so mutig ist, sei einmal dahin gestellt. Man könnte es auch als töricht bezeichnen. Also, was willst du hier und das auch noch nach Sperrstunde?“

„Ich wollte etwas wichtiges mit dir besprechen. Wie wird das nach der Schule mit uns weiter gehen? Willst du zu mir ziehen? Meine Eltern würden dich mit offenen Armen …“ Das schon fast höhnische Lachen des Blonden ließ ihn abrupt verstummen.

„Was bitte redest du da für einen Unsinn? Mit uns wird gar nichts weiter gehen nach der Schule! Wenn ich meinen Abschluss in einem Monat mache, dann werde ich danach heiraten und eine Familie gründen. Was du danach tust ist deine Sache.“

„Hat dir denn das letzte Jahr gar nichts bedeutet? Ich dachte du würdest mich lieben!“

„Ach James, wie niedlich. Ja, ich gebe zu, dass das letzte Jahr wirklich angenehm gewesen war. Aber dir hätte doch klar sein müssen, dass das nichts mit uns werden kann. Und du solltest jetzt gehen, bevor Professor Dumbledore dich erwischt. Er läuft heute eine doppelte Wachrunde“, gab Lucius nach außen hin kalt von sich.

James hingegen war zu geschockt, um sich auch nur einen Millimeter zu bewegen. Er hatte sich gleich bei seinem Schuleintritt in den nach außen hin unnahbaren Blonden verliebt und hatte seit einem Jahr auf Wolke sieben geschwebt und wirklich gedacht, dass sie eine gemeinsame Zukunft hatten. Doch anscheinend hatte er sich in dem Malfoy geirrt und die Slytherins waren wirklich gefühlskalte Menschen, die mit den Gefühlen von anderen spielten, nur zu ihrem eigenen Nutzen. „Lucius, ich liebe dich verdammt noch mal! Warum tust du jetzt so, als würde dir das nichts bedeuten?!“, die Stimme des jungen Gryffindors zitterte vor unterdrückter Wut und Tränen.

„Geh einfach James und belass es dabei, dass es für uns beide eine nette Affäre war“, mehr kam von dem junge Malfoy nicht, ehe er sich demonstrativ umwandte. „Ich werde dich nicht aufgeben, Lucius. Ich werde dich immer lieben“, mit diesen Worten warf James seinen Tarnumhang über sich und verließ eiligen Schrittes den Schlafsaal und wenige Augenblicke später den Slytheringemeinschaftsraum. Wie hatte er sich nur in dem Blonden so irren können? Dennoch hatte er sein Herz an diesen verloren und würde es wohl auch so schnell nicht mehr an jemand anderen vergeben.

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