Berlin Mitte

vor 15 Std.
Emilia ist jung, engagiert und zielstrebig. Seit Jahren arbeitet sie als Journalistin bei der Tageszeitung "Berliner Zentrale". Und jetzt scheint die größte Story, die sie jemals enthüllt hat, direkt vor ihren Füßen zu liegen: Die Catlino-Verbrecher-Familie. Der Anführer Marco Catlino ist einer der schlimmsten Sorte. Gut aussehend..
Liebe/Romantik Romanze P18 Drama In Arbeit
Bemerkung des Authors: Hallo und herzlich Willkommen zu meiner neuen Geschichte "Berlin Mitte"! Lange war es still um mich. Doch nun finde ich mich doch wieder auf dieser Seite, immer häufiger sitze ich am Schreibtisch und haue in die Tasten. Erschaffe eine Welt, in die ich fliehen kann, wenn mich mein Alltag mal wieder übermannt. Die Idee zu dieser Geschichte begleitet mich nun schon eine geraume Zeit und endlich habe ich mich entschlossen die Worte in meinem Kopf endlich auf Papier zu bringen. Einen Bachelor später sitze ich also wieder an meinem Schreibtisch und erschaffe zwei Charaktere, die nicht unterschiedlich sein könnten, mit Leben, die nicht weiter auseinander liegen könnten. Berlin Mitte - eine Geschichte rund um Familie, Loyalität, Kriminalität und Liebe. Ich hoffe, ihr begleitet mich und meine Charaktere auf dem Weg in eine neue Richtung. Viel Spaß mit "Berlin Mitte"! summerlovetime

Prolog

Ich strich mein schwarzes Kleid glatt, versuchte meine zitternden Hände zu verstecken, als Fabian an meine Seite trat. Seine blauen Augen verrieten mir, dass er mich längst durchschaut hatte. Das Blau seiner Augen schien beinahe flüssig, als er vorsichtig nach meiner Hand griff. Zärtlich fuhr sein Daumen beruhigende Kreise auf meiner Handfläche, als wolle er sagen ‚Es wird alles gut. Ich bin hier‘. Und doch war es einer dieser Dinge, die ich niemals gelernt hatte.
Abschied nehmen.
Natürlich gab es die Standardsprüche, die man sagte und gesagt bekam, wenn jemand stirbt. Man sagt ‚Es tut mir aufrichtig leid‘- eine passende Redewendung und doch wusste ich, wie es sich anfühlt, wenn man sie gesagt bekam. Es war nur eine leere Phrase, nichts weiter. Sie hilft einen nicht und schon gar nicht tröstet sie einen über den Schmerz hinweg, den man durch den Tod eines geliebten Menschen erlitt. Der Verlust eines Menschen…der Tod war ein dunkler, eindringlicher Schmerz – unbarmherzig. Er zerriss einen von innen und ließ einen blutend zurück.
Und dann war es an mir.
Ich trat an meinen Chef heran, seine Augen waren gerötet von den Tränen, die sich darin sammelten. Es war nichts mehr da von dem sonst so gefassten, zielstrebigen, kühlen Businessmann, der sein eigens Imperium aufgebaut hatte. Viel mehr stand vor mir ein Mann voller Schmerz und Verlust. Die Trauer stand ihm ins Gesicht geschrieben, als er meine Hände in seine nahm.
„Peter, es tut mir unendlich leid.“, flüsterte ich, als er mich an sich drückte. Sein Herz schlug fest gegen meine Brust. Die Worte waren, wie selbstverständlich aus meinem Mund gekommen; wollte ihm mein Mitgefühl aussprechen und wollte doch diesen Schmerz nicht zu nah an mich heranlassen. Ich kannte diese Art von Schmerz, wusste, dass es mich wieder aufs Neue zerreißen würde. Konnte einfach nicht zulassen, dass es zu nah an mich herankommen würde und doch hoffte ich inständig, dass ich ihm ein klein wenig Trost spenden konnte, ein klein wenig Frieden und Hoffnung, um abschließen zu können. Nur ein klein wenig Gutes, ein bisschen Hoffnung inmitten dieser allverschlingenden Finsternis. Ein klein bisschen Hoffnung in diesem Moment, in dem man es am meisten gebrauchen konnte.
„Danke, Emilia.“, er seufzte leise: „Diese Worte bedeuten mir von dir besonders viel.“, er schluckte, als er meine Hand sanft drückte und anschließend auf die kleine Bühne trat, die bereits für ihn vorbereitet war. Ich konnte nicht anders, als an der Seite der Holzbühne stehen zu bleiben, und ihm nachzuschauen.
Sein schwarzer, maßgeschneiderter Anzug saß perfekt, als er die letzten Stufen erklomm. Für einen Moment hielt er inne, faltete den Zettel in seinen Händen auseinander, sein Blick flog über den Saal, welcher prall gefüllt mit trauernden Gästen war.
Sein graues Haar erstrahlte beinahe silbern in dem hellen Licht, als er zu Sprechen begann.
Es schien die Zeit, um uns herum stehen zu bleiben, als seine Stimme den Saal erfüllte. Jeder Gast hörte ihm gebannt zu, als er über die Liebe seines Lebens sprach. Mit glühenden Ohren vergaßen wir die Welt um uns herum, merkten nicht mehr, ob wir durstig oder hungrig waren, wir froren oder schwitzen. Meine Augen füllten sich mit Tränen, weil eine wunderbare Liebesgeschichte zu Ende ging und es an der Zeit war Abschied zu nehmen.
„Der Tod kommt nicht immer plötzlich. Manchmal zeichnet sich das Ende schon lange früher ab. Doch das bedeutet nicht, dass der Verlust dadurch weniger schmerzt. Elisabeth ist die Frau, die Partnerin meines Lebens, die mich besser kannte, als jeder andere auf dieser Welt, die mehr Zeit mit mir verbracht hat, als irgendein anderer Mensch. Um ehrlich zu sein, ist ihr Tod unwirklich für mich. Als der Monitor mir anzeigte, dass ihr Herz nun endgültig aufhörte zu schlagen, hatte es sich angefühlt, als würde die Welt untergehen. Ich war zusammengebrochen und dachte der Schmerz und die Angst vor einem Leben ohne sie würde ich nicht überleben.“, er hielt inne, blickte hinauf und schien plötzlich nicht länger mehr zu uns zu sprechen, sondern zu ihr: „Ich dachte, ich würde ohne dich nicht leben können. Du warst so lange Zeit die Konstante in meinem Leben, länger als jeder andere Mensch auf Erden. Doch ich weiß, ich werde es überleben. Denn du bist die Stimme in meinem Kopf. Ich verdanke dir alles nach den gemeinsamen 50 Jahren. Du verdienst eine Auszeichnung dafür, dass du es so lange mit einem Mann, wie mir, ausgehalten hast. Wir wissen beide, dass es nicht leicht ist, einen Mann, wie mich zu lieben. Ich bin ein Mann getrieben von der Arbeit und dem Erfolgswahn, ich schlafe kaum, opfere alles für meinen Job und doch wusstest du, dass ich alles in einem Herzschlag für dich opfern würde. Mein Leben war ein Risiko, wie ein Raum voller Sprengstoff. Ein Raum, in dem ich saß und immer wieder mit Streichhölzern spielte, das Risiko herausforderte, nur um eine weitere Wahnsinnsgeschichte zu veröffentlichen. Aber du warst immer an meiner Seite, bereit, mit deinem Südstaatencharme und deinen guten Manieren, meine ungestüme Natur zu bremsen und mir dann doch weiter in meine Abenteuer zu folgen. Ich bin heute ein besserer und anderer Mensch durch dich. Ich kann mir nicht vorstellen, durch das Leben zu gehen, ohne diese Zeit mit dir verbracht zu haben. Und auch, wenn das Leben uns hier auf Erden jetzt voneinander getrennt hat, wird es mich niemals dazu bringen, aufzuhören dich zu lieben. Denn es ist so einfach dich zu lieben. Es war eine Ehre, dass du die letzten 50 Jahre zu mir gehört hast. Es wird ein Privileg für mich sein, dich die letzten Jahre, die ich auf dich warten muss, dich in meinem Herzen zu tragen. Ich liebe dich. Ruhe in Frieden, meine geliebte Elisabeth.“

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DCMarvelfan 19. Sep 2019

Ob Emilia da nicht in Schwierigkeiten bringen wird mit ihrem Ermittlungen? Ob dieser Fall zu groß wird, ich habe eine Vermutung um was es gehen könnte ich bin gespannt ob ich recht habe.

summerlovetime 22. Sep 2019
Heute bekommst du die Antwort ;)
DCMarvelfan 11. Sep 2019

Ich habe vor langer Zeit fest gestellt das Kinder oder Jugendliche so was die weiche Seite eines Betonnen können. Glaube das erreicht Maxi bei Marco genau so. Ich hätte jetzt eigentlich mit einem Legospielzeig von Star Wars gerechnet aber anscheint ist Maxi noch in der Dino fasse. Es tut meinem fast das Herz Zereisen wenn bedenkt was für eine keine Kerl hat.

summerlovetime 18. Sep 2019
Ja, absolut. Ich denke, dass Kinder einen ganz anderen Zugang zu Menschen haben und an jedem eine weiche Seite erwecken können :)!
DCMarvelfan 10. Sep 2019

Nun jetzt wissen wir was für Geschäfte Marco macht.
Aber denke das Emilia auch braucht, weil er Angst vor seinen Dunklen ich hat.
So legt man nicht einfach ab denke ich, Emilia hilft ihn denke damit klar zu kommen. Ich denke mir mal das Marco bei solchen Sachen Schutzgelderpressung bei den Leuten sehr Fehr ist.
Wo bei echt entsetz war das Emilia versucht hat Mord (Ob jetzt gerechtfertigt oder ungerechtfertigt) gut heißt. Also Emilia ist bereit für Marko in das Haifischbecken zuspringen, hoffen wir das es gut aus geht.

summerlovetime 11. Sep 2019
Das stimmt. Ich denke, so eine Vergangenheit wird man niemals ablegen. Sie prägt einen und verändert einen. Die Frage ist nur die, wie man damit umgeht. Ich bin gespannt, wie du die nächsten Kapitel findest ;)