Die Nachfahren

vor 3 Mon.
Einige Jahre war es nun her, dass Harry und Voldemort gekämpft hatten. Hogwarts war wieder aufgebaut worden und wurde im Sommer bereits zum 5. Mal zur zweiten Heimat für neue Schülerinnen und Schüler. Harry Potter, der nach der Schlacht um Hogwarts einige Zeit unauffindbar war, kehrte zurück nach Hogwarts. Nicht als Schüler- sondern als Pr..
Harry Potter Fantasy P12 Abenteuer In Arbeit
Inhaltsverzeichnis
  • Kapitel 1

Kapitel 1

Sein Atem ging schneller als gewöhnlich als er die leeren Flure von Hogwarts durchstreifte. Schmerzhafte Erinnerungen machten sich in seinem inneren breit. Eine Gänsehaut überzog seinen Körper. Seine Augen leuchteten, als er auf die Tür der großen Halle zu ging. Es war seltsam leer und ruhig. Keine lärmenden Schüler. Keine umher wandernden Lehrer. Einfach nur Stille. Das einzige was er hörte, war das mächtig wirkende Echo seiner Schritte. Hogwarts kam ihm seltsam verlassen und einsam vor. Nach dem verheerenden Krieg und der Zerstörung dauerte es einige Zeit bis das Schloss wieder vollständig aufgebaut und bereit war neue und alte Schüler zu empfangen. Hogwarts war nun bereits das 5. Jahr nach der Schlacht wieder geöffnet. Harry atmete tief ein und aus, bevor er einen Schritt vorwärts machte und sich die Tür zur großen Halle öffnete.

Wie lange war es her, dass er durch diese Türe ging? Es kam ihm wie eine Ewigkeit vor. Die Zeit schien einen Moment innezuhalten. Ein Unwohlsein machte sich in Harrys innerem breit. Es war ein seltsames Gefühl hier zu sein, wo doch keine Schüler hier waren. Um den Lehrertisch standen einige, ihm nur allzu bekannte Gesichter und diskutierten laut. Als diese das krachen der Türe und die Schritte auf dem Marmor wahrnahmen, verstummten sie alle und blickten zur Tür.

„Mr. Potter!“, rief eine vor Freude strahlende Professor McGonagall. Ohne zu zögern lief sie schnellen Schrittes auf Harry zu und schloss ihn in ihre Arme. Ihre Augen wurden feucht und sie zog Harry fest an sich. „Es ist schön, Sie wiederzusehen“, fuhr sie schnell fort und entließ ihn aus ihren Armen. Er atmete tief durch und lächelte ein erzwungenes Lächeln. „Danke, Professor“, antwortete Harry. Seine Stimme war nicht so fest wie er gehofft hatte. Doch, wer konnte es ihm nach allem was geschehen war nur verübeln? Es war zwar sehr schön, seine alte Vertrauenslehrerin wieder zu sehen, doch erinnerte es ihn auch an all das Leid, den Tod und den Schmerz. Dieser Ort war während seiner Schulzeit der schönste Ort der Welt für ihn gewesen, doch seit der Schlacht hatte dieser Ort einen faden Beigeschmack. Er sah sich in der großen Halle um. Er sah Lupin und Tonks nebeneinander liegen. Die Hände zueinander ausgestreckt. Er sah die Weasleys über Freds toten Körper gebeugt- weinend, schreiend und flehend. Er sah Colin Creevey und spürte erneut die Wut in ihm aufsteigen, die er empfand als er seinen toten Körper das erste Mal sah. Wieder stellte er sich die Frage, wieso diese kleine Nervensäge nicht einfach einmal auf die Älteren hören konnte….

„Willkommen Zuhause!“, rief McGonagall und riss ihn so aus seinen düsteren Gedanken. Harry versuchte sich an einem Lächeln, doch merkte auch ohne das räuspern der anderen, dass ihm das nicht so ganz gelang.

Zuhause… Seit der Krieg vorbei war, reiste er mit Ginny durch die Welt. Es gab keinen Ort an dem sie nicht schon waren, aber, es gab auch keinen Ort, an dem sie länger blieben oder sich gar zuhause fühlten. Sie hatten viele schöne Plätze gesehen, doch keinem an den sie länger bleiben wollten.


„Mr. Potter?“, fragte Professor McGonagall vorsichtig und riss ihn damit erneut aus seinen Gedanken. „Das sind ihre Kollegen, die Sie alle irgendwie kennen dürften.“ Prüfend sah sie ihn an. „Ja“ antwortete er und als sie das strahlen in seinen Augen sah, musste McGonagall lächeln.

Professor Sprout lächelte Harry mitfühlend an. „Schön, Sie zu sehen“, sagte sie leise. Harry musterte sie. Sie wirkte viel älter als zu Harrys Schulzeit. Der Krieg schien auch bei ihr Spuren hinterlassen zu haben. Nun musterte er die anderen Lehrkräfte die am Tisch standen. Sie musterten ihn gleichermaßen zurück und nickten teils freudig, teils mitleidig. Er erwiderte das nicken und trat nun näher an den Lehrertisch um ihnen die Hand zu geben.

Nach den ausgetauschten Höflichkeiten verabschiedete sich Harry. Er ging in sein neues Büro, dass auch gleichsam sein neues Schlafzimmer werden würde. Zumindest für die Wochenenden. Unter der Woche, so war es besprochen, schlief er in einer Wohnung in Hogsmeade, die er sich zusammen mit seiner Frau genommen hatte. Sie wäre an den meisten Wochenenden ohnehin unterwegs und so konnte Harry diese Zeit genauso gut im Schloss verbringen. Diese Ausnahmeregelung billigte die Schulleiterin und Harrys frühere Hauslehrerin nur zu gerne. Auch für sie wurde diese Regelung einmal getroffen.

Harry packte seine Bücher aus. In 2 Tagen würde er nicht mehr nur Harry Potter sein. In 2Tagen würde er Professor Potter sein. Harry schüttelte über diesen Gedanken nur den Kopf. Was hatte sich Kingsley nur dabei gedacht. Der Zaubereiminister hatte ihn zum Leiter der Aurorenzentrale gemacht und keine 2 Jahre später, bat er ihn diese Stelle anzunehmen.

Lange hatte Harry mit Kingsley diskutiert. Auch Professor McGonagall wurde ins Ministerium gerufen und redete auf Harry ein. Dieser gab schließlich klein bei und stimmte zu. Ginny, seine Frau, war ebenfalls sehr misstrauisch. Doch ihre Skepsis verflog, nachdem sie die Wohnung in Hogsmeade fanden und Minerva ihnen das Angebot unterbreitete, dass Harry in seiner eigenen Wohnung schlafen konnte.

Harry schüttelte die Gedanken und Erinnerungen ab. Er packte seine Koffer aus und überlegte wie er seinen ersten Unterricht anfangen wollte.

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SushiAteAlaska 27. Mar 2019

Haileo :3
Harry ist also der neue Professor für Verteidigung gegen die Dunklen Künste, so so. Ich bin ja schon gespannt darauf, was ihn so alles erwarten wird und wieso er diese Stelle angenommen hat :) Und auch, ob der Fluch noch auf dem Fach liegt :p

Dein Schreibstil ist angenehm zu lesen. Hier und da sind ein paar Rechtschreibfehler und fehlende Kommata, aber nichts wirklich Tragisches. Könnte man, mit einem zweiten Paar Augen, das drüber guckt, gut ausmerzen :3

Bin gespannt auf das nächste Kapitel :)