Schatten der Vergangenheit

vor 9 Tagen
Trauer, Wut, Einsamkeit bestimmen mein Leben. Auch wenn ich eine lebensfrohe Freundin um mich habe kann diese Freude mich nicht anstecken. Familienprobleme sind Alltag für mich. Warum ist das Leben nur so kompliziert? Warum können die Menschen mich nicht einfach in Ruhe lassen?! Das dachte ich zumindest mal eine Zeit lang bis ich ihn traf und e..
Harry Potter Romanze P12 Drama In Arbeit
Inhaltsverzeichnis

Kapitel 1

„Jamie, es ist so schön dich zu sehen. Ich hab meine Sachen bereits in ein Abteil gebracht. Komm ich bring dich hin“, labbert Melanie mich voll.
Innerhalb weniger Sekunden hat sie mich begrüßt, umarmt und mich in den Hogwarts Express gezogen. Sie zieht mich in ein Abteil. Wie sie sagte sind ihre Sachen darin. Melanie hilft mir meinen Koffer zu verstauen und gemütlich fallen wir in die Sitzbank. Ich starre in den Flur während Melanie ihrer Familie zuwinkt. Ich habe niemanden dem ich zuwinken könnte. Meine Tante und ihre Familie behandeln mich wie Luft. Für sie bin ich nur jemand der in ihrem Haus lebt und ihnen ihr Essen weg isst. „Mach nicht so ein Gesicht“, sagt Melanie.
„Was mach ich den für ein Gesicht?“
„Du siehst traurig aus.“
„Das stimmt doch gar nicht. Ich sehe so drein wie sonst auch immer.“
„Ich weiß bei deiner Tante hast du es nicht leicht, aber Kopf hoch. Wir kommen nach Hogwarts. Darauf freuen wir uns schon seit wir denken können.“
„Ich weiß“, gebe ich trocken zurück.
Es ist nicht so das ich mich nicht freue. Es ist nur so ich habe früh gelernt das das Leben nicht nur aus Freude besteht. Manchmal wünschte ich mir ich könnte so sorglos Leben wie Melanie. Ich beneide sie wahrhaftig dafür.
Während der Fahrt labbert sie mich voll. Geduldig höre ich ihr zu. Ihr Geplapper stoppt erst als wir ankommen. Seit dem Zeitpunkt staunt sie nur noch. Ununterbrochen starrt sie die verzauberte Decke in der großen Halle an. Gelangweilt sehe ich zu den Lehrern. Der Mann der in der Mitte sitz ist Professor Albus Percival Wulfric Brian Dumbledore. Ich habe schon eine Menge über ihn gehört und gelesen. Er ist einer der brillantesten Zauberer seiner Generation. Mein Blick haftet auf ihm. Das scheint er zu bemerken, den er zwinkert mir zu. Schnell wende ich den Blick ab. Wir Erstklässler sind bereits vorne angekommen und zum stehen gekommen. Die Frau die sich uns eben als Professor McGonagall vorgestellt hat ruft der Reihe nach unsere Namen auf. „Jamie Anderson“, ruft sie als erstes auf.
Wenig beeindruck von dem ganzen und überhaupt nicht nervös trete ich nach vorne. McGonagall deutet mir mich auf den Dreibeinigen Hocker zu setzen. Platzgenommen bekomme ich bereits einen Hut aufgesetzt. „So, so, viel erlebt?!“, meint eine Stimme in meinem Kopf.
„Was weist du denn schon? Du bist nur ein alter dreckiger Hut“, maule ich in Gedanken.
„Du bist richtig frech junge Dame, aber nach deiner Vergangenheit zufolge nicht anders zu erwarten. Ich denke es wäre besser wen ich nicht weiter darauf eingehe.“
„Wie recht du doch hast.“
„Gut, zurück zum eigentlichem Thema.“
„Da waren wir noch gar nicht.“
„Ich sehe das du sehr verschlossen bist. Du bist misstrauisch, öffnest dich nur schwer anderen. Du hast was in deinem Kopf bist aber zu faul um es einzusetzen. Was wäre nur die richtige Wahl für dich. Halt… was sehe ich denn da noch?! Kein Zweifel, Mut, sehr viel Kraft und Energie. Dann ist es wohl Glas klar wo du hin gehörst. GRYFFINDOR.“
Jubel bricht am Rot Goldenen Tisch aus. Im normalen Tempo gehe ich auf den Tisch zu und setze mich. Während ich noch gehe ruft McGonagall bereits den nächsten Schüler auf. „Nymphadora Tonks“, sagt McGonagall.
Ein Mädchen mit pinken Haaren schreitet nach vorn und stolpert über die erste Stufe. Die gesamte Halle außer mir fangt an zu lachen. Peinlich berührt kratzt sie sich am Hinterkopf, steht auf und bricht ebenfalls in Gelächter aus. Es dauert einige Momente bis sie sich etwas beruhigt hat und sich schließlich doch noch auf den Hocker setzt. Sie wirkt auf mich Tollpatschig, schämt sich nicht dafür und lebt einfach ihr Leben so wie sie ist und wie sie will. Diesen Eindruck hat Nymphadora Tonks bei mir hinterlassen. „HUFFLEPUFF“, ruft der Hut und das Mädchen mit den pinken Haar stolpert zum gelb schwarzen Tisch rüber. Einen Lacher kassiert sie dafür.
„Melanie Swain“, endlich wird sie aufgerufen.
Nervös geht meine beste Freundin nach vorn. Man kann förmlich sehen wie ihr Beine schlottern. Zögerlich setzt sie sich hin. Ängstlich betrachtet sie einen Momentlang den Hut. Es dauert nicht lange da ruft er: „RAVENCLAW.“
Freudig hüpft sie zum blau bronzenem Tisch.
Ich muss gestehen ich hatte gehofft mit ihr im selben Haus zu sein.
„Charlie Weasley.“
Ein Junge mit roten Haaren geht auf den Hocker zu. Er kommt genau wie ich nach Gryffindor. Er war der letzte. Dumbledore hält noch eine kurze Rede und damit meine ich auch eine sehr kurze Rede. Danach gibt es ein Festmahl. So was bin ich überhaupt nicht gewohnt. Etwas dermaßen Leckeres hatte ich noch nie. „Ich bin Charlie Weasley“, stellt sich der rothaarige Junge vor.
„Jamie Anderson“, antworte ich und ringe mich dazu ein Lächeln aufzusetzen.
Ich unterhalte mich ein bisschen mit ihm. Nach der Feier bringt man uns zu den Schlafsälen. Ich hau mich gleich aufs Ohr und unterhalte mich nicht mehr mit den Mädels aus meinem Schlafsaal.

Mit einem schrei wache ich auf. Keuchend und voller schweiß sitze ich senkrecht im Bett. Das passiert mir öfter wen ich versuche zu schlafen. Daher mach im immer nur kurze Schläfchen und bleibe den Rest der Nacht meistens wach. Nur heute Nacht bin ich verschlafen. Es ist 3 Uhr morgens. Ich stehe auf und zieh mich an. Natürlich ist um diese Zeit niemand im Bad. Eine lange kalte Dusche tut gerade mächtig gut. Nun trockne ich mich und föhne meine Haare. Es ist immer noch recht früh also setze ich mich im Gemeinschaftraum auf ein Sofa und schließe meine Augen. Powernapping ist jetzt angesagt. Nach einer halben Stunde öffne ich meine Augen wider. Das muss an schlaf für den ganzen Tag reichen. Zum Glück habe ich mir ein Buch mitgenommen. Ich schlage es auf und fange an zu lesen. Als ich das nächste mal auf die Uhr sehe ist es 6 Uhr. Zeit fürs Frühstück. Ich bin die erste in der großen Halle. Allein setze ich mich an den Gryffindor Tisch und schon erscheint das Essen. Einen Toast lade ich mir auf den Teller und fange an zu essen. Da ich nicht gleich zurück in den Gemeinschaftraum will und noch auf Melanie warte bleibe ich sitzen. Langsam füllt sich die Halle. „Morgen Jamie“, begrüßt mich Charlie.
„Morgen Charlie“, gebe ich zurück.
Er setzt sich mit zwei Jungen zu mir. „Du bist aber früh wach“, meint er.
„Ich bin Frühaufsteherin“, antworte ich knapp.
„Ihr seid aber auch früh dran“, meine ich noch.
„Die zwei freuen sich bereits auf den ersten Schultag und sind schon richtig nervös“, meint Charlie grinsend.
„Tu nicht so als seien wir die einzigen“, meint der blonde Junge neben mir.
„Ethan hat voll kommen recht“, meint der braunhaarige Junge gegenüber.
„Wer seid ihr zwei eigentlich?“, frage ich.
Der blonde Junge sagt: „Ich heiße Ethan McKauley und der da drüben heißt Theo O’Donnell und mit wem haben wir das Vergnügen?“
Er zwinkert mir zu. „Mein Name lautet…“
„JAMIE“, ruft Melanie mir zu und umarmt mich.
„Morgen, Mel“, sage ich mit einem leicht genervtem Gesichtsausdruck.
„Jamie, dieses Schloss ist so wundervoll. Ich liebe es schon jetzt. Die Schlafsäle sind so schön und die Mädchen in meinem Haus sind so nett. Wie ist es bei dir?“
„Ich bin gleich schlafen gegangen und hab mich nicht mehr mit den Mädels unterhalten.“
„Aber es scheint als hättest du trotzdem Freunde gefunden“, Melanie lächelt die Jungs an.
„Das ist Charlie, das Ethan und das Theo“, stell ich Mel die drei vor.
„Freut mich. Ich bin Melanie Swain“, grinst sie immer noch.
„Mel, du solltest was essen“, sage ich zu ihr.
„Mach ich“, sie setzt sich neben mich.
„Jamie, geht es dir gut? Du hast so fette Augenringe“, bemerkt sie und mustert mich besorgt.
„Es geht mir gut. Ich konnte nur nicht schlafen das ist alles“, winke ich ab.
„Das ist in den vergangenen Jahren oft passiert“, meint sie.
„Mel, hör bitte damit auf! Das reicht jetzt. Ich will nicht mehr darüber reden“, ich werde etwas lauter.
„S-schon okay. Es tut mir so leid. Ich hab nicht nachgedacht“, wider umarmt sie mich.
„Schon okay. Ich hol noch meine Sachen. Bis nachher“, ich stehe auf und gehe zum Gryffindor Turm.

(Charlies Sicht):
„Was hat sie den?“, fragt Ethan Melanie.
„V-vor zwei Jahren kam ihr Stiefvater ins Gefängnis und sie wurde zu ihrer Tante geschickt. Ihre Tante ignoriert sie nur. Das einzige was ihre Tante für sie tut ist es ihr was zu essen zu geben und ein Dach über den Kopf zu geben. Da könnte sie gerade so gut in einem Waisenhaus aufwachsen. Da würde sie mehr Liebe bekommen“, erklärt sie uns.
„Die Arme“, meint Ethan geschockt.
„Charlie, ich weiß was wir zu tun haben“, sagt Theo.
Neugierig sehe ich ihn an. „Wir müssen sie zum Lachen bringen. Ist doch klar?“, antwortet Ethan für Theo.
Die zwei kenne ich erst seit gestern und trotzdem merke ich bereits wie ähnlich die zwei sich sind. „Viel Glück Jungs. Das hab noch nicht mal ich geschafft und ich kenne sie schon von klein auf. In meinem ganzen Leben hab ich sie noch nie lachen gesehen“, sagt Melanie.
„Eine harte Nuss also?! Das macht es nur umso interessanter“, grinst Ethan.

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