Meine Jungs

vor 4 Tagen
BTS-Story Ave ist ein 21 jähriges Mädchen. Aufgewachsen in einer kleinen Provinz, wird sie wie jeder andere von den plötzlichen und unerklärlichen Stromausfällen überrascht. Bis das Licht gar nicht mehr an geht. Der Strom ist verschwunden, und mit ihm die Sicherheit und Bequemlichkeit ihres modernen Lebens. Unverhofft muss sie sich bald ..
Bangtan Boys (BTS) Romanze P18 Abenteuer In Arbeit

Teil 1 - Der Anfang

Ich schleiche die zerstörte Hauptstraße entlang. Langsam und zittrig klammere ich mich an den Griffen der in meiner Reichweite liegenden, zurück gelassenen Autos fest. Feiner Staub hat sich bereits auf dem Lack gesammelt und umhüllt ihn, wie eine zweite Schutzschicht. Meine Finger hinterlassen Abdrücke darauf. Hier war schon lange niemand mehr. Kein gutes Zeichen für mich. Ich versuche mich wieder auf meine Aufgabe zu konzentrieren. Kraftlos durchsuche ich die Müllberge zwischen den Wagen, die mir fast bis zum Kinn reichen. Ich brauche unbedingt etwas zu trinken oder ich mache es nicht mehr lange. Bei jedem Atemzug fühlt es sich an, als würde sich ein Messer in meinen ausgetrockneten Hals bohren und anstatt Speichel erbarmungslos meine Speiseröhre hinabgleiten. Ein stechender Schmerz pocht auch in meinem Kopf und lässt mich meine Augen alle paar Sekunden zusammenkneifen und innehalten. Schweiß steht mir auf der Stirn. Ich muss weiter machen. Meine Hoffnungen liegen auf eine sorglos weggeworfene Wasserflasche aus der alten Zeit, die vielleicht noch einen kleinen Rest Flüssigkeit in sich trägt. Nur ein kleines bisschen Wasser. Nur um den Schmerz in meinen ausgetrockneten Schleimhäuten zu betäuben. Bitte.

Ein Vogelschrei lässt mich zusammenzucken und umherfahren. Als ich ihn entdecke, folge ich den Fluglinien des pechschwarzen Raben am strahlend blauen Himmel mit meinen müden Augen. Er landet auf einem Hochhaus, das bereits seit mehreren Monaten leer steht. Viele der Fenster sind mit Holz zugenagelt und vor dem Eingang stapelt sich ebenfalls unnützer Hausrat und Abfall. Eine Reaktion darauf, dass sich die Menschen in ihren Häusern nicht mehr sicher gefühlt haben. Ich halte für ein paar Sekunden Inne und sehe mich um. Fast alle Häuser hier zeigen das gleiche Bild. Autowracks liegen durch den Aufprall ineinander, einige hundert Meter entfernt unter einer ramponierten Ampelanlage. Die Fensterscheiben fast aller Geschäfte wurden eingeschlagen und die Waren ausgeräumt. Obszöne Schmierereien, Anschuldigungen und verzweifelte Hilferufe zieren fast alle Hauswände. Die Sonne steht senkrecht im Himmel und taucht das ganze Chaos in blendendes Licht.

Ich habe meine schwarze Kapuze tief ins Gesicht gezogen, um der brennenden Mittagssonne etwas zu entgehen. Das war dumm, so dumm hier her zu kommen. Ohne den schützenden Schatten meines früheren Zuhauses, in dem ich die letzten 3 Monate gelebt habe, bin ich den mittlerweile unzureichenden Wasser und Nahrungsquellen der Stadt ausgeliefert. Der Sommer hatte mir eine große Auswahl an Beeren geliefert, einen Fluss zum Fischen und Wasser, welches ich dank des vorhandenen, trocken Holzvorkommens aus Ästen und Sträuchern, einfach abkochen konnte.

Aber sind wir mal ehrlich. Auch wenn das jetzt aller Beer Grills so klingt, bin ich kein Survival-Spezialist. Mein Wissen über Beeren und dergleichen habe ich aus Büchern und für das Feuer benutze ich Feuerzeuge. Tatsächlich keine Kunst, wenn man das Glück hatte, beim Zusammenbruch in einer Umgebung gewesen zu sein, in der man sich auskennt. Diverse Töpfe, Pfannen, Schüsseln, Bücher, Batterien, lang haltende Lebensmittel, Schlafsack, Zelt, Taschenlampen und eben Feuerzeuge, alles da. Das habe ich dem viel zu vollgestopften Haushalte meiner Familie zu verdanken, der mir in dieser Hinsicht einiges erleichtert hat. Die ersten paar Monate nach dem Zusammenbruch habe ich noch mit meiner Familie zusammengelebt und überlebt. Ich habe zumindest überlebt. Meine Mutter leider nicht. Was auch der Grund für meinen Auszug war. Ich konnte nicht mit ihrem Lebenspartner dort alleine leben. Das hätte sich falsch angefühlt. Außerdem hat er noch einen leiblichen Sohn, bei dem er gerne sein wollte. Der Schmerz über den Tod meiner Mutter war das schlimmste was ich je erlebt habe. Ich fiel in ein Loch, aus dem ich fast nicht mehr raus gekommen wäre. Doch die Idee von Selbstmord war im Endeffekt was mich gerettet hat. Die Vorstellung alles was meine Mutter für mich getan und aufgegeben hat wegzuwerfen, lies mich selbst mental Ohrfeigen und weiter machen. Eben dieser Gedanke gab mir neben dem tiefen Schmerz auch Kraft.

Dennoch war es sehr schwer. Durch den Zusammenbruch, hatte ich keinerlei Kontakt mehr zu meinen wirklich guten Freunden. Die Leute im Dorf haben mir Ihr Beileid bekundet, waren aber mit ihren eigenen Problemen beschäftigt. Ich brauchte Zeit, um das alles zu verarbeiten. Zeit für mich. Also ging ich dort hin, wo ich die größte Wahrscheinlichkeit hatte, niemandem mehr zu begegnen. Das waren in diesem Fall die Wälder, die unsere Dörfer umringen und viele Kilometer weit reichen.

Das Leben im Wald lief besser als gedacht. Da ich oft Schwierigkeiten habe mich zu konzentrieren und nicht abzudriften, habe ich mir erst Sorgen gemacht, mich um mich selbst kümmern zu müssen. Doch das Fischen klappte von Mal zu Mal besser, die Beeren waren reichlich da, wobei ich darauf achtete wegen dem Fuchsbandwurm nur die obersten zu pflücken. Ich hatte jeden Tag genügend abgekochtes Wasser zur Verfügung. Man konnte Baden wann man wollte, singen, schreien, tanzen, den Sternenhimmel beobachten, stundenlang ins Feuer starren und sich seiner Selbst erfreuen. Alles Aufgaben, bei denen ich mich nicht wie in meinem vorherigen Leben anpassen musste. Ich konnte in meine Fantasiewelt fallen wann ich wollte, und Dinge tun wie ich wollte.

Doch nach knapp 3 Monaten wurde ich unzufrieden. Ich hatte mich immer für einen Menschen gehalten, der gerne alleine ist und sich am besten selbst beschäftigen kann. Aber was sollte das, ich war gelangweilt und einsam. Die Nächte kamen mir immer länger vor. Ich bekam immer häufiger Albträume und wurde lustloser von Tag zu Tag. Als ich schlussendlich soweit war, dass ich einen ganzen Tag nur mit ausgebreiteten Gliedmaßen auf meinem Schlafsack lag, nichts aß oder trank und in den Himmel starrte, während meine vom nicht blinzeln, gereizten Augen sich in einer dünnen Linie aus Tränen über meine Wange ergossen, hatte ich begriffen. Ich hatte begriffen, dass ich mich wieder auf das Loch zu bewegte, dass mich einst beim Tod meiner Mutter gefangen hatte. Also flüchtete ich auf ein Neues. Dieses Mal in die Stadt. Und das sollte alles für mich ändern.

Mein Gesicht liegt dank meiner Kapuze, meiner überdimensionalen schwarzen Sonnenbrille und meines schwarzen Halstuchs, welches ich mir bis auf den Nasenrücken gezogen habe, größtenteils verdeckt. Das hat neben dem Sonnenschutz allerdings nicht nur modische Hintergründe, die mich cooler und geheimnisvoller aussehen lassen (was sie definitiv tun), es hat auch den Grund, dass man als Frau die alleine unterwegs ist, aus verschiedensten Gründen besser aufpassen muss. Mal abgesehen davon, dass man allgemein aufpassen muss, wenn man alleine unterwegs ist. Ein Hund, welcher schärfere Sinne als der Mensch hat, wäre sicher von Vorteil, allerdings sind die freigelassenen Hunde ein echtes Problem geworden. Unzählige Hunde-scharen streifen umher, auf der Suche nach etwas Essbaren, aber solange man sie in Ruhe lässt und ihnen nicht zu nahe kommt, geht es. Vielleicht würden sie auch der alten Zeiten willen, keine Menschen einfach so beißen oder gar töten, aber ausprobieren will ich es nicht.

Viel schlimmer jedoch als umherstreifende Hunde, sind die neuen Gemeinden. Damals bei meiner Mutter hätte ich fast zu so einer neuen Gemeinde dazugehört, als sie frisch angefangen haben sich in den Städten und Dörfern zu bilden. Jedoch hatte ich immer ein mulmiges Gefühl bei den Ratssitzungen und den heuchlerischen Zusprüchen „alle würden sich ab jetzt wie eine Familie umeinander kümmern“ die man jeden Tag zu hören bekam. Ich konnte in ihren Blicken sehen, dass diese Familienangehörigkeit sich sehr schnell in eine andere Richtung entwickeln konnte, sobald man zu viel verlangte, oder nicht das tat, was erwartet wurde. Misstrauen und Habgier fanden sehr bald ihren Platz, jedoch erkannte ich das erst, als meine Mutter wirklich Hilfe gebraucht hätte. Auf der einen Seite kann ich es sogar verstehen, wir hatten alle nicht viel und hatten Angst vor dem Ungewissen. Vielen wurde sicher durch die Gemeinschaft geholfen und sie fühlten sich wieder geborgener, aber diese Versprechungen die plötzlich nicht mehr eingelöst wurden sobald sie zu viel abverlangten und diese Falschheit und oberflächliche Hilfsbereitschaft, widerten mich an. Mal ganz abgesehen von den neuen Regelungen die sich nach ein Paar Wochen auszubreiten begannen. Die Frauen wurden wieder in die Küche und in die Kindererziehung gedrängt, und die Männer bekamen von Tag zu Tag mehr Verantwortung und Macht zugeteilt. Ich fühlte mich immer unwohler in meinem eigenen Umfeld und begegnete irgendwann täglich überheblichen Männern und musste beleidigende Sprüche über meinen eigentlichen Platz in der Gesellschaft ertragen. Mit dem verschwinden des Stroms und dem Zusammenbruch unseres modernen Lebens, entwickelten sich die Leute wieder zurück ins Mittelalter. Viele junge Leute aus meiner Gegend haben versucht sich dagegen aufzulehnen, wurden aber schnell Mundtot gemacht.

Als ich ging, verließ ich auch die neuen Gemeinden und ihre Regeln, ohne zurück zu blicken. Nachdem ich auch den Wald hinter mir gelassen hatte, wurde mir schnell bewusst, dass wenn du zu keiner der neuen Gemeinden gehörst, du nirgends mehr hingehörst. Du wirst ein Fremder und nicht gerne gesehen, da du eine eventuelle Bedrohung darstellst und ein schlechtes Beispiel abgibst. Dank dieser neuen Entwicklungen, hatte ich des Öfteren unangenehme bis brenzliche Begegnungen mit eben solchen Mitgliedern, die ich gerne weiterhin vermeiden möchte. Mal abgesehen davon, dass meine Lage um einiges besser wäre, wenn nicht die neuen Gemeinden alle Lebensmittel und Medikamente aus den umliegenden Geschäften und Gebäuden nehmen und in ihrer Mitte horten würden.

Das ist meine Geschichte wie ich hier gelandet bin, ausgetrocknet wie Dörrfleisch und umherschleichend um keine Aufmerksamkeit auf mich zu ziehen. Ebenfalls mich permanent verkleiden, um der männlichen Unterdrückung auszuweichen. Im Wald war es besser, aber auch weniger spannend, wenn man es so sehen mag.

Langsam komme ich am Ende meines Müllhaufens an und durchsuche die letzten Reste. Vorsichtig schiebe ich mit meiner Fußspitze ein verschimmeltes McDonald's Papier zur Seite und entdecke eine verschlossene Plastikflasche. Meine Augen weiten sich instinktiv und meine Hände beginnen zu zittern. Oh bitte ja, sei trinkbares Wasser! Ich greife nach der Flasche und halte sie gegen das Licht. Ich lasse sie in meiner Hand von links nach rechts schwappen um den Inhalt abzuschätzen. Das sieht mir nach einer Flüssigkeit aus, die eventuell trinkbar ist. Aber leider sind es vielleicht gerade mal 100ml, die noch in der Flasche verblieben sind. Dennoch, es könnte wenigstens das brennen in mir löschen und mir kurz neue Kraft zum Weitersuchen geben. Bebend versuche ich ungeduldig den Deckel zu öffnen. Das zusammendrücken meines Zeigefingers und Daumens um den fest zugedrehten Flaschenhals ist schon ein immenser Kraftakt und bringt mich erneut ins Schwitzen. Als die Flasche sich endlich öffnet, halte ich sie mir unter die Nase. Urin. Das ist eindeutig stinkender, alter Urin. Na vielen Dank auch, der bringt mich höchstens zum Kotzen und irgendwelche widerlichen Krankheiten ein. Verdammt, ich habe mich entschieden zu leben. So eine Scheiße, ich will nicht sterben! Den Tränen nahe schmeiße ich wütend die Flasche zurück zu den verbliebenen Müllresten. Die Flüssigkeit schießt aus der Flaschenöffnung und spritzt auf den Boden und fast auf meine Schuhe. Ich mache angeekelt einen schnellen Schritt zurück, und stoße dabei eine Metalldose weg. Diese schlittert geräuschvoll über die Straße. Das war zu laut. Ich kauere mich blitzschnell an das Auto, an dem ich mich eben noch festgehalten habe und warte mit klopfendem Herzen ab. Auf einmal höre ich schnelle Schritte. Sie kommen näher. Mein Herz beginnt noch heftiger zu rasen und mir wird schwindlig. Bitte nicht sowas jetzt, nicht in meinem Zustand. Die Schritte ertönen erneut, diesmal bewegen sie sich langsamer in meine Richtung. Die Person ist alleine, es kann sich also auf keinen Fall um die neuen Gemeinden halten, die nur in Gruppen von mindestens fünf Personen unterwegs sind. Auch sind die Schritte eindeutig menschlich und keine Hundepfoten die auf den Asphalt tapsen. Eventuell ein Außenseiter wie ich. So jemand ist mir bisher noch nicht begegnet. Falls er mich findet, wäre das Neuland für mich, und das gefällt mir gar nicht.

In meinen Überlegungen versunken, merke ich nicht wie die Schritte abrupt neben mir zum Stehen kommen. Zwei schwarze Augen, schauen mich überrascht an. Auch ich starre überrascht zurück. Es ist ein junger Mann der circa mein Alter haben dürfte. Er ist schlank, hochgewachsen und sieht verdammt gut aus. Seine fransigen tiefschwarzen Haare hängen ihm in die Stirn und werden von einem Cappy verdenkt. Er ist komplett wie ich in schwarz gekleidet. Sieht verdammt cool aus, sag ich ja. Unmittelbar verkrampft sich mein Magen zu einem kleinen Knoten.

Als er merkt, dass ich nicht vor habe mich vom Fleck zu rühren, packt er mich kurzerhand an den Schultern und zieht mich hoch auf die Füße. Als er anfängt meine Jackentaschen zu durchsuchen, wechselt seine Miene zu einem kühlen und konzentrierten Ausdruck. Na toll, er versucht mich auszurauben. Schwankend von dem plötzlichen Höhenwechsel, versuche ich verkrampft es einfach über mich ergehen zu lassen, ohne vor seinen Augen ohnmächtig zu werden. Seine Hände wandern flink und schnell an den Seiten meiner Oberschenkel hinunter und tasten nach irgendwelchen versteckten Gütern. Das gleiche macht er nun an den Innenseiten meiner Schenkel. Es fühlt sich beinahe schon wie ein streicheln seiner großen Hände an, immer näher zu dem empfindsamsten Bereich zwischen meinen Beinen. Ich spüre ein intensives Ziehen in meinem Unterleib, das mich sogleich feucht werden lässt. Als er der Stelle zwischen meinen Beinen mit seinen Fingern immer näherkommt, zucke ich zusammen. Er sieht zu dem Fleck, an dem er meine Augen hinter der Sonnenbrille vermutet. "Ich werde dir schon nicht an deinen Schwanz fassen." Flüstert er zwischen zusammengepressten Zähnen. Alles klar, mein Outfit hat seine Wirkung gezeigt. Er hält mich für einen Typen. Das ist vielleicht nicht schlecht, da ich nicht einschätzen kann zu was er letztendlich fähig ist.

Langsam wandern seine Hände an meine Arme um diese abzutasten. Das ist nicht gut. Der nächste Schritt wäre meine Brust. Und die ist unter dem weiten Hoodie eindeutig nicht männlich. Wegrennen ist keine Option, ich bin in einer Sackgasse neben dem Auto, der Hauswand hinter mir, dem Müllberg und einem gut aussehenden Kriminellen vor mir. Obwohl man schwer jemanden als Kriminell abstempeln kann, wenn es keine Gesetze mehr gibt, die für uns Außenseiter noch durchgesetzt werden können.

Da ich leider nicht sehr stark bin, dieser Typ sehr durchtrainiert aussieht und einen Kopf größer ist als ich, bleibt mir nur noch eine Möglichkeit. Letztendlich doch meiner Schwäche nachgeben und zusammenbrechen, das könnte ihn aus dem Konzept bringen, oder alles nur noch verschlimmern. Aber wenn er mich weiterhin für einen Typen hält, der ohne Wert für ihn rumliegt und somit keine Gefahr ausstrahlt, könnte das meine Situation retten. Ich muss es wohl rausfinden. Gerade als er mir an meine Brust fassen will Sacke ich gegen ihn. Völlig geschockt von dieser neuen Situation hält er mich für ein paar Sekunden in seinen kräftigen Armen. Dieses Gefühl kommt einer Umarmung sehr nahe, und so sehr ich auch versuche dagegen anzukämpfen, will mir dieses Gefühl nicht gänzlich missfallen. Mein krimineller Freund lässt mich sanft aus seinem Griff auf den Boden gleiten. Nun liege ich da auf der glühend heißen Straße und versuche meine Augen geschlossen zu lassen. Ruhig zu halten bei dem immens stärker werdenden Schmerz in meinem Kopf, der so heftig wie eine Abrissbirne immer und immer wieder hinter meinen Augäpfeln pulsiert, ist nicht gerade einfach. Noch dazu kommt jetzt das unerträgliche brennen des Asphalts auf den nackten Stellen meiner Haut, die nicht vom Stoff geschützt sind. Es fühlt sich an, als würde ich langsam wie ein rohes Ei in einer Pfanne gebraten werden. Hoffentlich war es das wenigstens Wert. Langsam werde ich nervös, er scheint einfach nur da zu stehen. Vielleicht beobachtet er mich und überlegt, was er als nächstes tun soll. Plötzlich höre ich, wie er sich schnellen Schrittes von mir entfernt. Erleichtert atme ich aus. Schade eigentlich, ich werde sicher nicht mehr oft einem so dermaßen gut aussehenden Typen begegnen. In einer anderen Zeit hätte er vielleicht auch nicht versucht mich auszurauben. Ich bereite mich mental schon auf meine Flucht vor, als ich ihn plötzlich zurückkommen höre. Scheiße, Scheiße, Scheiße! Was tut er! Murmelnd kommt er vor mir zum Stehen. "Verdammt, ich kann ihn ja nicht einfach hier liegen lassen". Doch kannst du, bitte tu's doch einfach! Kurz entschlossen packt er meinen kraftlosen Körper und wirft mich über seine Schulter. Ich muss wohl mittlerweile weniger wiegen als vor dem Zusammenbruch. Seine harte Schulter drückt mir schlagartig in meinen leeren Bauch und verursacht in mir eine unangenehme Übelkeit. Mit umher schwingenden Armen werde ich eilig durch Gassen und Hinterhöfe getragen. Langsam fange ich wirklich an, durch das Kopfüber hängen, dem Flüssigkeitsmangel und der Übelkeit, das Bewusstsein zu verlieren. Kurz bevor alles schwarz wird krächze ich im Delirium noch halb laut: "Der verdammte Urin ist schuld", ein "Was?" bekomme ich noch zu hören, dann bin ich weg.

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Sandycool 28. Oct 2019

Hallöchen

Borkerino 29. Oct 2019
Hallo :D
Sandycool 21. Oct 2019

Hey du machst mich wahnsinnig!
So viel Spannung halte ich nicht aus

Borkerino 22. Oct 2019
Oh nein! Mit der Spannung geht es aber noch ein bisschen weiter :O Ich hoffe du liest trotzdem weiterhin meine Story !! ♥
Sandycool 07. Oct 2019

Hey ein super Kapitel war das ich hoffe die Jungs müssen nicht allzu böse Leiden

Borkerino 07. Oct 2019
Vielen Dank! ♥ Ich hasse es auch meine Protagonisten leiden zu lassen...aber es muss sein (*-*)/
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Sandycool 25. Sep 2019

Hi . Ich finde deine Geschichte Mega ...schreib schnell weiter

Borkerino 03. Oct 2019
Vielen Dank, das ist super lieb von dir! Da lad ich doch gleich mal ein neues Kapitel hoch ;D ♥
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