Liberty Love - Glaub an die Liebe!

vor 9 Mon.
Zac erkennt sofort, dass Marie-Claire ein besonderer Mensch ist, aber von Sympathie füreinander sind sie zu Beginn weit entfernt. Beide tragen ein schwere Last mit sich herum, hadern mit den Schatten ihrer Vergangenheit. Während sich Zac in seine Aufgabe als Leibwächter des Präsidenten stürzt, hat Marie-Claire nur ein Ziel: Die wahre Liebe f..
Zac Efron Romanze P16 Romanze Beendet

First Time

Vielen Dank an V für dieses wunderschöne Cover - erneut ein Meisterwerk, das mich inspiriert und meine Geschichte schmücken darf!

Vielen Dank an all meine treuen Lesern, all jenen die Wert darauf legen eigene, selbsterdachte Storys zu lesen und immernoch Spaß daran haben, hier mitzulesen.

Ich danke auch Daylight, eine liebe Freundin, die ich Dank dieser Seite gefunden, persönlich kennenlernte durfte und in mein Herz geschlossen habe.

Ich bin erneut meinem Lieblingshauptdarsteller verfallen, aber dieses Mal darf er sich zum ersten Mal in jemand anderen verlieben, als unsere Vanessa. Es wurde Zeit dafür, zumal ich die Geschichte einer ganz anderen Frau erzählen wollte. Sie soll keinen berühmten Namen haben, genau wie alle anderen Akteure der Story. Lasst euch überraschen :-)

Und jetzt gehts los mit dem 1. Kapitel! Viel Spaß! Ich danke euch!

******************

Marie-Claire griff umständlich in die oberste Schublade ihrer antiken Holzkommode und wählte zwei passende Teile. Wie immer klemmte die Schublade, als sie sie wieder schließen wollte, aber mit ein wenig roher Gewalt gelang es ihr schließlich doch noch das alte Ding zurück zuschieben. Sie wickelte sich aus ihrem Handtuch und warf es achtlos aufs Himmelbett. Nachdem sie sich String und BH angezogen hatte, blickte sie in den großen Spiegel und betrachtete sich kritisch. Sie hatte sich für purpurfarbene Dessous entschieden, da diese Farbe ihren Teint gut unterstrich. Ihre ungewöhnlich grün-grauen Augen hatte sie von ihrer Mutter geerbt. An sie zu denken schmerzte sie jedes Mal, obwohl ihr Tod schon beinahe vier Jahre zurücklag. Ein Jahr später wurde ihr Vater zum Präsidenten gewählt. Wahrscheinlich fanden die Leute es toll mal einen alleinerziehenden Vater und Witwer als obersten Regierungschef zu sehen. Sie griff einen Minirock aus ihrem Kleiderschrank, den ihr Vater vermutlich nur als „breiten Gürtel“ bezeichnet hätte und eine Bluse, die sie eine Nummer zu klein gekauft hatte, damit sie an allen entscheidenden Stellen offen stand. Eigentlich war das nicht ihr Mode, sie mochte lange Kleider und den eleganten Stil der 50er, aber sie wusste das Cameron es anturnte soviel von ihrer Haut zu sehen. Alle Männer mochten das, aber ihr war nur wichtig, dass sie ihm gefiel. Ob sie es heute wagen sollte? Sie gingen schließlich schon einige Wochen aus und sie wusste, dass er es kaum erwarten konnte mit ihr zu schlafen. Cameron war ein verflucht gut aussehender und aufregender Sänger einer Rockband. Hier in Washington D.C. waren sie sehr bekannt und Marie-Claire war sich ganz sicher, dass sie eines Tages im ganzen Land zu hören sein würden. Ihr Vater mochte ihn nicht, aber er mochte sowieso nie einen Jungen, der ihr etwas bedeutete hatte. Keiner war gut genug für sie und seitdem sie die Tochter des amtierenden Präsidenten war, hatte sich die Lage noch mehr zugespitzt. Nicht nur, dass sie unter strenger Beobachtung der Öffentlichkeit stand, nein, sie hatte auch noch andauernd einen Beschützer bei sich. In ihrem Fall ein riesiger Menschenaffe namens Viktor. Er war russischer Abstammung und sprach so gut wie nie ein Wort, aber sobald sie ihr Zimmer verließ, stampfte er ihr nach und ließ sie nie aus den Augen. Marie-Claire hasste es, sie hasste es in Washington festzusitzen und sie hasste die Regeln und Auflagen. Sie war 20 Jahre, sie war jung und laut ihren Freundinnen auch ausgesprochen hübsch, aber sie war noch immer Jungfrau. Es war ihr peinlich und deshalb gab sie es vor niemanden zu. Mit 20 Jahren Jungfrau! Nicht mal ihre beste Freundin wusste das. Alle glaubten, dass sie es bereits auf der High-School getan hatte, aber irgendwie war noch nicht der richtige Mann in ihr Leben getreten, um es zu probieren. Doch nun mit Cameron sollte es soweit sein. Keinesfalls würde sie ihm verraten wie unerfahren sie war. Sie würde einfach ihre Angst überspielen und die Zähne zusammenbeißen. Vielleicht heute Abend, wenn sie ihr Dad überhaupt zu ihm ließ. Doch dann beschloss sie, dass sie alt genug war und sich keinesfalls von ihrem Vater aufhalten lassen würde.

***

Zac war schon einmal vor Jahren als Tourrist im weißen Haus gewesen, doch nun betrat er das Gebäude aus ganz anderen Gründen. Er folgte seinem Vorgesetzten, der mit zügigen Schritten voran durch die langen Flure lief. Verstohlen blickte Zac sich um, aber bei dem Tempo konnte er nur hier und da einiges Details erfassen. Auch wenn er äußerlich gelassen wie immer wirkte, war er innerlich doch sehr aufgewühlt. Schließlich würde er gleich seinem obersten Boss begegnen und dann endlich seine Arbeit aufnehmen. Die Ausbildung war hart gewesen, aber jetzt fühlte er sich mehr als bereit für seinen wertvollen Job und er konnte es kaum erwarten loszulegen. „Hier entlang“, brummte Mr. Herbert und wies Zac an vor ihm ins Zimmer zu treten. Es war der Vorraum zum bedeutsamsten Amtszimmer auf dem Planenten. Der Präsident der vereinigten Staaten von Amerika saß nur einer Tür weiter. Die wichtigste Schutzperson, die man sich vorstellen konnte. Zac stand da und wartete wie er es gelernt hatte. Die Arme hinter dem Rücken verschränkt, die Augen wachsam geradeaus, ausdruckslose Miene. Zwei weitere Secret-Service-Männer bewachten die Tür zum Büro, als von drinnen wohl die Anweisung kam, dass die Besucher eintreten könnte. Die Besucher, dass waren Mr. Herbert und der Neue im Team. Zac folgte stumm im Gleichschritt, als sich die großen Doppeltür öffnete und sie ins Büro des Präsidenten traten. Genauso wie man es sich als Bürger der USA vorstellte, saß Dr. Greg Fersett auf seinem Stuhl, einen Füller in der Hand und unterschrieb einige Unterlagen, die ihm eine gepflegte Sekretärin Ende Fünfzig vor die Nase hielt. Neugierig sah er auf, lächelte warm und übergab die fertige Unterschriftenmappe an die Dame. Die verließ dann eilig den Raum und schloss die Tür hinter sich. Erst jetzt erhob sich der Präsident und trat lächelnd um den riesigen Tisch herum. „Wen bringst du mir denn da mit, John?“
Mr. Herbert grinste auf einmal lässig und die sachliche Stimmung wandelte sich in ein Geplänkel unter Freunden. „Einen Backfisch von der Uni, der sich als der Beste seines Jahrgangs erwiesen hat und deswegen die Ehre hat in unsere Team aufgenommen worden zu sein.“ Gleichzeitig klopfte er Zac auf den Rücken, sodass er einen Schritt nach vorn taumelte.
„Sir“, begrüßte er Dr. Fersett angespannt.
Der lachte gleich los und reichte ihm die Hand. „Bitte nennen sie mich Greg. Der halbe Planet spricht mich schon mit Sir oder Mr. Präsident an, aber bei den Leuten, die für mein Wohlergehen verantwortlich sind, bestehe ich auf lockere Anreden.“
„Wie sie wünschen...“ Zac griff seine Hand und drückte sie, während er sich mühsam überwand. „...Greg.“
„So ist es gut“, lachte dieser und klopfte ihm väterlich auf die Schulter. Er könnte wirklich Zacs Vater sein und sah seinem leiblichen Vater auch noch ein wenig ähnlich. Zac hatte ihn schon lange nicht mehr gesehen, da sein Erzeuger, wie er ihn nur noch nannte, sich rasch aus dem Staub gemacht hatte, nachdem sein kleiner Bruder geboren war. Sein Mom hatte das Beste aus der schwierigen Situation gemacht und Zac war immer bemüht sie stolz zu machen. Dass er nun hier war, machte sie unglaublich stolz.
Greg lief zurück zum Schreibtisch und griff ein Klemmbrett auf dem eine Art Informationsblatt lag. „Zac Efron aus Kalifornien?“
„Ja, Sir...Greg“, antwortete er steif und Mr. Herbert neben ihm lachte hinter vorgehaltener Hand. Wahrscheinlich hielt er ihn für einen Grünschnabel, aber er würde es ihm schon noch beweisen.
„Wie alt sind Sie?“
„24“, antworte Zac und setzte in Gedanken das einstudierte „Sir“ hinter dran. Es verunsicherte ihn, dass der Präsident so normal und locker wirkte. So wurde ihm gleich bewusst, dass er auch nur ein Mensch war wie jeder andere und das obwohl Zac gelernt hatte, dass seine Schutzperson immer etwas ganz Besonderes war.
Greg bedachte ihn mit einem prüfenden Blick. „Sie sind ein sehr gutaussehender junger Mann.“
Verwundert blickte Zac zu Mr. Herbert, der leise feixte und sah dann verlegen zu Boden. „Danke, Sir.“ Sollte er „Sie auch sagen“, aus reiner Höflichkeit?
Aber der Präsident lachte schon und kam wieder näher. „Ich wollte Sie nicht verlegen machen. Ich frage mich nur, warum Sie unbedingt zum Secret Service wollten?“
Ob es abgedroschen klang, wenn er sagte, dass er sich dazu berufen gefühlt hatte? Oder weil er seine Mutter stolz machen wollte?
„Ich verfüge über die entscheidenden Vorraussetzungen und fand die Aufgabe reizvoll“, antworte Zac schließlich.
„Ihr Leben für einen wildfremden Mann geben, der eventuell eine Politik betreibt, die Ihrer eigenen Einstellungen zuwider ist?“ Dieses Mal lachte Mr. Herbert offen und Greg fiel in sein Lachen ein, währen Zac trocken schluckte. Die beiden Herren schienen sich ja ausgezeichnet zu verstehen, wenn es darum ging Neulinge zu verunsichern.
„Wenn es Sie beruhigt, Greg, ich finde Sie machen Ihren Job hervorragend“, sagte Zac so lässig er konnte und erntete dafür einen anerkennenden Mundwinkelzucker seines Kollegen. Greg sah ihn einen Moment an, als hätte er nicht erwartet, dass Zac einen solchen Satz formulieren könnte, ohne erneut rot zu werden.
„Sie sind ein guter Lügner“, sagte er dann und legte den Arm um Zacs Schultern. „Ich mag Sie.“ Zac beschloss einfach zu lächeln und erduldete die unerwartete halbe Umarmung. „John, lass uns doch mal kurz allein. Ich möchte etwas Persönliches mit dem jungen Mann besprechen.“
„Wie du willst“, antwortete der.
„Sag Lisbeth sie soll uns einen Kaffee bringen“, bat Greg und wand sich dann an Zac. „Sie trinken doch Kaffee, oder?“
„Schwarz wie die Nacht und sehr heiß“, antwortete dieser grinsend.
„So wie ich meine Frauen mag“, lachte John hinter ihnen und schloss die Tür.
Greg winkte ab. „Er ist ein alter Angeber. Das sind leere Sprüche, er ist seit 25 Jahren verheiratet und treuer als meine alte Bulldogge. Haben Sie auch Hunde?“ Dabei drückte er Zac auf den antiken Lehnstuhl, der direkt vor dem Schreibtisch stand.
„Leider nein, Sir...Greg. Meine Mutter hat eine Hundehaarallergie.“
„Ihre Mutter ist Ihnen sehr wichtig?“ fragte der Präsident und setzte sich in seinen abgewetzten Ledersessel. Vor ihm saßen schon etliche andere Männer darin, aber Zac fand wirklich, dass er in seiner Amtszeit mehr Gutes bewegt hatte, als jeder andere zuvor.
„Ja. Sie hat uns allein großgezogen und sich für uns aufgeopfert, ohne sie wäre ich nichts.“
„Sie haben Geschwister?“ Greg hob interessiert die Augenbrauen, während Zac noch immer nicht wusste, warum er sich so sehr für sein Privatleben interessierte. Um überhaupt für diesen Job in Betracht zu kommen, hatte er schon ähnliche und intimere Fragen beantworten müssen und einige psychologische Tests absolviert.
„Einen fünf Jahre jüngeren Bruder, aber er ist ganz anderes geartet als ich. Er verabscheut Waffen und Konflikte allgemein, wenn er könnte würde er auf einem Berg in einem Kloster leben.“ Zac musste schmunzeln, wenn er daran dachte wie exzentrisch Dylan sein konnte.
„Sie haben keine Angst vor Konflikten?“
Zac senkte den Blick. „Ich wäre hier wohl Fehl am Platz, wenn es so wäre, aber ich versuche sie zu vermeiden.“
„Sie werden sehen, dass das in der Realität nicht immer geht“, antwortete Greg betrübt.
„Das habe ich schon gelernt. Sehr früh.“ Ganz kurz sah er auf und den Präsidenten an und wie erhofft erkannte dieser, dass Zac an dieser Stelle nicht weiter dazu befragt werden wollte.
„Haben Sie eine Freundin?“
„Sir?“ Zac sah ihn verdattert an und Greg schüttelte lachend den Kopf.
„Ich meine, gibt es da noch jemanden, der Ihnen etwas bedeutet?“
„Nein, Sir.“
„Schon lange? Und denken Sie daran...Greg.“
Zac lachte leise. „Entschuldigen Sie bitte, Greg.“
Die Tür schwang auf und Lisbeth, die ältere Sekretärin stellte lächelnd ein Tablett mit Kaffeetassen auf den Tisch. „Schwarz wie die Nacht und kochendheiß“, sagte sie dabei und sah Zac schmunzelnd an.
„Danke“, sagte dieser und erwiderte ihren freundlichen Blick. Während Lisbeth den Raum verließ, schüttete sich der Präsident eine ordentliche Portion Milch und vier Löffel Zucker in seine Kaffeetasse. Lisbeth wusste das wohl und hatte seine Tasse schon von vornherein nur halb befüllt.
„Sehen Sie, ich bin nicht so ein harter Kerl. Ich mag meinen Kaffee süß und mild.“ Er grinste und Zac musste leise lachen. Er mochte seinen Boss sehr gern und sein erster Arbeitstag begann viel entspannter, als er erwartet hatte.

***

Zehn Minuten vor ihrer Verabredung mit Cameron, saß Marie-Claire bereits fertig gestylt und geschminkt in ihrem Zimmer und stülpte sich ihre goldenen Stilettoes über. Sie ließ den Blick über ihre Tagesdecke gleiten und erschrak, als sie sah das Mrs. Dollkins nicht wie üblich zwischen den etlichen Kissen saß, die ihr Bett zierten. „Dolli?“ rief sie und griff sich im nächsten Moment an die Stirn. Wie alt war sie? Fünf? Aber es ließ ihr trotzdem keine Ruhe, wenn sie nicht sicher war, dass ihre geliebte Puppe an Ort und Stelle saß. Immerhin war sie ein Geschenk ihrer Mutter gewesen und begleitete sie schon seit 15 Jahren. Marie-Claire hob jedes Kissen einzeln an, aber fand die Puppe nicht. Sie sah sich suchend im Zimmer um und entdeckte Mrs. Dollkins endlich im Fensterbrett. Verärgert machte sie sich auf den Weg, griff die Puppe, strich ihr über das ausgeblichene Haar und setzte sie schließlich wieder an ihrem abgestammten Platz auf ihrem Bett. Sicher hatte so eine dumme Haushälterin beim Bettenmachen ihre Puppe weggelegt. Ihrer Mutter wäre das nie passiert, sie hatte immer genau gewusst, dass Mrs. Dollkins nur an einem Ort zu sitzen hatte. Da wo sie es bequem hatte und einen Überblick über das Zimmer - im Bett zwischen den Kissen. Das Handyklingeln ließ Marie-Claire in die Gegenwart zurückkehren. Cameron rief an und sie nahm freudig ab. „Hey, Schatz.“
„Wo bist du?“ bluffte er zurück. „Ich stehe hier draußen und die Gorillas lassen mich nicht rein. Die behandeln mich, als wäre ich nur ein dummer Tourist. Du solltest denen doch mal sagen, dass ich dein Freund bin.“
„Das wissen sie, aber Daddy hat ihnen nicht erlaubt, dich reinzulassen.“
„Dein Alter nervt echt!“ Er stieß verächtlich die Luft aus. „Kommst du nun raus? Lass dich von deinem Viktor bis ans Tor bringen.“
„Das geht nicht. Fahr doch schon nach Hause, ich lasse mich bringen.“
„Zehn Minuten. Die anderen warten schon auf uns.“
Marie-Claire rollte die Augen, sie hatte gehofft allein mit ihm den Abend zu verbringen.
„Bis dann, Schnecke“, sagte er und legte einfach auf.
Schnecke. Kein Kosename der Marie-Claire gefiel, aber das würde sie ihm einfach sagen und dann würde er das sicher ändern. Gerade wollte sie ihre Tasche nehmen, als es an der Tür klopfte. „Mäuschen, bist du da?“
Sie rollte die Augen. Die Kosenamen ihres Vaters waren auch nicht besser. „Nein“, sagte sie genervt, aber wie immer öffnete sich trotzdem die Tür und er trat ins Zimmer.
„Was willst du?“ maulte sie, aber verstummte abrupt, als hinter ihrem Dad ein unbekannter Mann folgte. Sofort bemerkte sie seine hellblauen Augen, die wie zwei Edelsteine aufleuchteten, als Tageslicht einfiel. Sie hatte noch nie jemanden mit so auffallend blauen Augen gesehen. Überhaupt war er sehr attraktiv und auch noch sehr jung. Erst als sie seinen schwarzen Maßanzug und den militärischen Kurzhaarschnitt bemerkte, wurde ihr bewusst, dass er vermutlich einer dieser Secret-Service-Fuzzis war. „Ich hab keine Zeit“, maulte sie und wendete rasch den Blick ab. Trotzdem wurde sie ein wenig rot. Auf einmal fühlte sie sich halbnackt und schäbig, vor den Augen dieses Mannes. Bisher waren die Kerle alle durchschnittlich aussehend und viel zu alt gewesen, um für sie interessant zu sein, aber der Typ sah aus wie ein Unterwäschemodel. Selbst der langweilige Spießeranzug sah an ihm sexy aus. Konzentriert wühlte sie in ihrer Handtasche ohne zu wissen, was sie eigentlich suchte.
„Ich wollte dir Zac vorstellen“, sagte ihr Vater und sie sah kurz auf, bemüht den Kerl neben ihrem Dad keines Blickes zu würdigen. „Aha.“
„Er wird für Viktor einspringen und dessen Aufgabe übernehmen.“
Nun weiteten sich Marie-Claires Augen doch ungewollt weiter. „Was?“
„Du hast mich schon richtig verstanden. Zac wird dein neuer Wachhund, wie du sie nennst. Er beginnt seinen Dienst gleich heute. Du wolltest gehen? Dann fährt er dich zu deinem Zielort.“
„Camerons Haus ist mein Zielort“, zischte sie zornig und wie zu erwarten verfinsterte sich der Blick ihres Vaters. „Bitte, dann wird er dich dahin fahren.“
Erstaunt hob sie die Augenbrauen und schielte dann kurz zu diesem Zac, aber der stand mit versteinerter Miene da und schien durch sie hindurchzusehen. Ergeben seufzte sie schließlich. „Ich will jetzt gleich los.“
Wie aufs Stichwort hob Zac die Hand und daran baumelte der Zündschlüssel einer Mercedes S-Klasse, eines der gepanzerten Fahrzeuge. Marie-Claire starrte auf seinen Bauch um ihm bloß nicht in die Augen sehen zu müssen, aber das machte sie auch nervös, denn sie dachte daran, dass er mindestens eine scharfe Waffe bei sich trug und sehr muskulös war. Allein wie sich der Stoff des Anzuges um seinen Bizeps und Oberkörper spannte, ließ vermuten, dass er keine Hühnerbrust hatte. „Okay, los geht’s. Weiß du, wo die Autos stehen?“
„Ja, weiß ich. Es kann losgehen“, sagte Zac gelassen. Kein Gebrummel wie Viktor, sondern eine tiefe Stimme mit eindeutig kalifornischem Akzent. Vor ihrem geistigen Auge sah sie ihn auf einem Surfbrett und spärlich bekleidet auf einer Welle reiten. Verwirrt schüttelte sie den Gedanken ab. „Dann komm schon.“
Zac sah kurz zu Greg, der resigniert die Schultern zuckte.
„Bis später, mein Mäuschen“, rief er seiner Tochter nach, aber die hob nur salopp die Hand ohne sich umzudrehen. „Ja,ja!“

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Lolana94 02. May 2013

jetzt fehtl nur noch der wille zu laufen am anfang hies es ja das es gehen würde mit übung xD
also worauf wartest du noch los los
schnell weiter
lg und wir sehen und in deiner neuen story xD

01. May 2013

ooooooooooowwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwww toollles kaaap :))

Lolana94 16. Apr 2013

bitte lass die zwei endlichmal grlückliche ehrliche trausamkeit verbringen und vor allem ohne versteckspiele