Twelve - Hangover After Party

23.05.11 13:01
(ABGESCHLOSSEN) Nach der eskalierten Geburtstagsfeier von Sarah Ludlow, distanziert seine beste Freundin Molly sich von ihm, da sie um sein Geheimnis weiß. Doch White Mike kann sein altes Leben nicht zurück lassen und taucht wieder in sein Dealer-Leben ein. Unvermutet lernt er ein Mädchen kennen, Joanna. Ihre freche, sympathische Art reißt i..
Twelve Drama P16 Slash Beendet

1. Asche zu Asche

Ich beziehe mich in dieser Geschichte nur auf den Film, also werde ich nichts über Charaktere sagen, die nur in dem Buch vorkommen. Dementsprechend sind auch alle Geschehnisse auf denen aus dem Film aufegebaut.
Lasst doch bitte Rezensionen und Bewertungen da!! Dankeschön!!
Liebe Grüße,
LeoZoey
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Freitag

Es war ein sonniger Tag. Wie unpassend für eine Beerdigung. White Mike stand etwas abseits der Trauernden und starrte ins Nichts. Der Reverend sprach schon eine gefühlte Ewigkeit. Wie konnte er es bloß so lange an diesem schrecklichen Ort, in dieser schrecklichen Situation, an diesem schrecklichen Tag aushalten? Aber er musste dort stehen bleiben, dass war er ihm schuldig. White Mike wusste, dass er ihm hätte helfen müssen, dass er ihn hätte retten müssen. Aber das hatte er nicht. Er hatte seine Hilferufe nicht gehört, seine Schreie um White Mikes Aufmerksamkeit. Und jetzt war es zu spät. Jetzt konnte er ihn nicht mehr retten.
Das selbe Gefühl breitete sich in ihm aus, das Selbe, wie am Tag an dem seine Mutter beerdigt wurde, vor einem Jahr. Es fraß sich durch seinen ganzen Körper und höhlte ihn aus. Doch er weinte nicht. Natürlich weinte er nicht, er hatte vor einem Jahr nicht geweint und er würde auch jetzt nicht weinen.
Der Reverend hatte seine Rede beendet und der Sarg wurde in das Erdloch hinab gelassen. Langsam bildeten die trauernden Gäste eine Reihe und jeder von ihnen warf eine Schaufel Erde in das Grab. White Mike blieb dort wo er war und machte keine Anstalten sich zu bewegen. Der schwarze Anzug saß immer noch perfekt, er hatte sich wohl innerhalb des letzten Jahres nicht mehr verändert. Langsam wurde die Gruppe immer kleiner nur noch sein Onkel und sein Dad standen vor dem Grab. White Mike wagte es nicht zu ihnen zu gehen und Onkel Dave sein Beileid auszusprechen. Er traute es sich nicht mal zu irgendetwas zu sagen. Hunter war schon gegangen. Er würde wahrscheinlich an seinem neuen Wagen auf White Mike warten, den sein Vater ihm zu Wiedergutmachung gekauft hatte, weil er einen Tag im Knast gesessen hatte. Er war eben doch der reiche, weiße Junge.
Sein Dad wandte sich von dem Grab ab und ging an seinem Sohn vorbei.
„Ich warte am Wagen.“ seine Stimme war rauchig und matt.
„Braucht du nicht, Dad. Hunter nimmt mich mit.“ lehnte er das indirekte Angebot seines Vaters ab, ohne ihn anzusehen.
Dieser nickte nur und ging davon.
White Mike konnte jetzt nicht mit seiner Familie zusammen sein, nicht mit seinem Dad, geschweige denn mit seinem Onkel. Er würde mit Hunter das Ritual durchziehen, wie nach dem Tod seiner Mum.
Endlich wandte sich auch Onkel Dave vom Grab ab uns stapfte langsam, fast plump, über den sonnenlichtüberfluteten Friedhof. Erst, als er außer Sichtweite war, konnte White Mike seine tauben Glieder dazu überreden sich zu bewegen. Die Krücke, die er immer noch nutzen musste, störte ihn eigentlich nicht, doch heute war sie für White Mike wie eine Fußfessel. Er taumelte zum offenen Grab. Die Erde, die die wenigen Trauernden über den Sarg geworfen hatten, bedeckte ihn nicht einmal ganz. White Mikes müder Blick schweifte über das dunkle Holz des Sarges und ein warmer Wind spielte mit seinen Haaren.
Das war nicht richtig. Das war nicht richtig. Das hatte Charlie nicht verdient, dass hatte er nicht verdient.
Selbst, wenn Lionel recht gehabt hatte und Charlie wirklich auf Droge, auf Twelve, gewesen war, hatte er so ein Ende nicht verdient. Charlie war kein schlechter Mensch gewesen, er war nur ein wenig auf die schiefe Bahn geraten. Das hätte White Mike wieder hinkriegen können, er hätte alles wieder grade biegen können, aber er hatte keine Ahnung gehabt. Er hatte nicht gewusst, dass Charlie auf Twelve gewesen war, dass er abhängig von diesem Scheißdreck war. White Mike hatte keine Ahnung gehabt.
Er wusste nicht, wie lange er unbewegt dort stand und in das offene Grab starrte - in das offene Grab seines Cousins.

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24. May 2011

Gelungen! Absolut gelungen!! Das dramatische Ende passt hervorragend! Schöne Geschichte :-)
Gibt es eine Fortsetzung? Mit gehen tausend Ideen durch den Kopf :-D
liebe Grüße =)

23. May 2011

Drama Drama Drama... Applause für dich, du hast mich zum Weinen gebracht.... :(
Das muss sich erst mal setzen, vielleicht morgen mehr.. *schnüff*

23. May 2011

Hi,
hier meine versprochene Rezi zum 49 Kapitel:
Ich kann verstehen, dass Mike so ausrastet, aber ich denke nicht das es viel bringen würde sie anzuschreien,selbst wenn sie das Twelve freiwillig genommen hätte.
Na sehr nett, lässt du die Ärmste in irgendeiner Straße in New York abkratzen lässtm, arme Jo, scheiß Warren...