Träumerin

30.03.15 11:55
Ein OS zu Sherlolly, was zwar nicht mein OTP ist,aber sie sind doch ganz süß ;P Die Inspiration kam aus der 3. Staffel der bbc serie, also: Spoler Alarm! Allerdings habe ich viel um diese eine Scene herumgebaut, also ihr könnt es unbeschwert lesen. Textauszug: Ich starre in seine eisblauen Augen. Sein Blick ist entschlossen und lässt keine E..
Sherlock Holmes P6 Slash Beendet
Inhaltsverzeichnis
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Träumerin

Glas zersplittert und breitet sich auf dem Boden des Labors aus, in dem ich mich gerade befand. Sherlock war durch das Fenster gesprungen und hatte das Glas zerstört. Ich hebe meine Arme um mich vor den Splittern zu schützen. Als ich wieder aufblicke hat Sherlock bereits einen Karabiner und das daran befindliche Seil unter seinem Mantel gelöst und warf beides aus dem Fenster. Ich bewege mich nicht. Ich bin erleichtert, dass der Plan funktionierte, dass Sherlock überlebt und seinen Tod vortäuschen würde können. Er stellt, wie er es immer tat, seinen Mantelkragen auf. Er kommt auf mich zu und ich höre das Glas unter seinen Schuhen zerknirschen. Er fährt sich mit beiden Händen durch die vom Wind zerzausten Haare, aber anstatt seine Arme danach wieder zu senken umfasst er meinen Kopf sanft und kommt mir immer näher. Meine Gedanken sind für einen Moment komplett blank. Ich wusste nicht was ich tat. Ein Schatten legt sich über mein Gesicht, als er immer näher kommt. Ich starre in seine eisblauen Augen. Sein Blick ist entschlossen und lässt keine Emotionen erahnen. Er dreht seinen Kopf leicht und ich lasse zu, dass sich seine vollen Lippen auf meine legen. Für einen Moment setzt mein Herzschlag aus. Ich spüre seinen schnellen Atem meine Wangen streifen. Seine Lippen bewegen sich nur leicht und ich lege meine Hand an seinen Nacken. Bevor ich den Kuss vertiefen kann löst er sich von mir. Erschrocken weiche ich zurück, als meine Gedanken wieder meinen Kopf füllen. Einen kurzen Moment sieht er mich über die Schulter hinweg noch an und dann ist er auch schon wieder verschwunden. Weg. Tot für die Allgemeinheit. Das alles hat nur wenige Herzschläge gedauert. Ich lächle. Ich kenne sein Geheimnis. Ich habe ihm geholfen. Ich bin von ihm geküsst worden...
Ich schlage meine Augen auf. Ein Traum? Oder war es wirklich geschehen? Ich erinnere mich nicht mehr genau. Seit Sherlocks Verschwinden ist schon etwas Zeit vergangen. Wie lange war es her? 2 Jahre? Ich drehe den Kopf nach links und sehe Tom, meinen Verlobten friedlich schlummern. Auf seinem Bauch liegt Toby, mein Kater ebenso friedlich schlummern. Der Wecker klingelt und die beiden werden aus ihrem Schlaf gerissen. Schnell stelle ich ihn ab. Wie von selbst legt sich meine Hand auf meine Lippen und ich muss wieder lächeln. Es schien so echt. "Guten morgen, Darling." säuselte Tom.
"Morgen." Tom drehte sich zu mir und grinst mich an. Toby scheint keinen Gefallen an der neuen Lage zu finden und springt vom Bett um sich in die Küche zu begeben. Langsam stehe ich auf und nehme mir frische Kleidung aus dem Schrank. Im Bad putze ich mir gründlich die Zähne. Im Spiegel sehe ich mein Verschlafenes Gesicht und meine zerzausten Haare.
"Was brauchst du?" höre ich meine eigenen Gedanken hallen. "Dich." Sherlock...
Wieso fällt mir das gerade jetzt ein? Ich schüttele den Kopf und den Gedanken los zu werden. Als ich fertig war entledige ich mich meines Rosa Nachthemds und steige unter die Dusche. Das Shampoo, das ich mir morgens immer in die Haar ein massiere duftet nach Zitrone, dass überdeckt den Geruch nach Leichen.
Sherlock zieht leicht an meinen Haaren und riecht daran, dann geht er zu dem Treffen mit Moriaty.
Schon wieder so ein Gedanke! Was war heute nur los? Wieso hatte er das getan? Er hat noch nie an meinen Haaren gerochen.
Ich drehe das Wasser ab, trockne meine Haare und ziehe mich an. In der Küche esse ich ein Brot und stelle einen Kaffee für Tom zu. Ich würde erst im St. Barts einen trinken. Tom kam im Bademantel und in Begleitung von Toby in die Küche. Er hatte noch Zeit bis er sich auf den Weg machen musste.
Ich spüre wie er mich von hinten umarmt, während ich ihm eine Tasse Kaffee einschenke. Sein Atem streifte meine Wange und ich erinnerte mich an den Traum und meine Herz fängt an schneller zu schlagen.
"Aua!" Ich habe mir den Kaffee über die Hand geschüttet. "Mist." Ich halte die Hand kurz unter kühles Wasser, bevor ich mir einen Lappen schnappe.
"Lass das ich mach schon." sagte Tom sanft und nimmt mir das Tuch weg. "Danke" Zum Abschied küsse ich ihn zögerlich und muss dabei nur an Sherlock denken.
Leise schließe ich die Haustür und gehe in Richtung U-Bahn. Ich muss nicht lange auf den richtigen Zug warten und steige ein. Es ist noch recht früh und ich bekomme einen Sitzplatz. Drei Stationen. Obwohl es in den Tunneln dunkel ist und in den Stationen nichts Spannendes zu sehen ist, starre ich die ganze Zeit aus dem Fenster.
Glas zersplittert und breitet sich auf dem Boden aus... Sherlock bewegt sich auf mich zu und ich höre das Knirschen der Scherben unter seinen Schuhen.
"Argh!" Schon wieder. Kann ich nicht in Ruhe zur Arbeit fahren? In der nächsten Station muss ich aussteigen. Um nicht wieder an Sherlock denken zu müssen konzentriere ich mich nur auf meinen Atem, so dass ich beinahe vergesse auszusteigen.
Mein erster Weg führt mich in die Umkleide. Niemand war da. Die meisten fingen erst später mit der Arbeit an, aber ich mochte es lieber wenn es still war. Ich schloss mein Schließfach auf und nahm einen Weißen Kittel heraus. Im Spiegel sah ich mich selbst. Ich habe mich kaum geschminkt, jetzt da ich mich sehe denke ich, ich hätte etwas Lippenstift auftragen sollen. Zunächst bin ich so sehr auf meinen Mund konzentriert, dass ich die Silhouetten im Spiegel nicht bemerke, aber dann sehe ich sie. Diese Haare und der dunkle Mantel. Unverkennbar, er ist zurück. Sherlock. Mein Herz fängt wieder an schneller zu klopfen und ich drehe mich schnell um, um mich zu vergewissern, dass es kein Trugbild meiner Fantasie war.
"Sherlock." flüstere ich fasst.
Eigentlich dürfte ich nicht so geschockt sein. Schließlich wusste ich immer, dass er am leben war.
"Ich bin zurück."
Seine Antwort ist so simpel, wie ich es gewohnt war. Ich lache kurz auf. Was soll ich jetzt sagen? Wenn er da ist bin ich immer so unsicher. Er kommt ein wenig näher, bis er direkt vor mir steht. Er lächelt. Dieses typische etwas herablassende lächeln, dass ich seltsamerweise immer so gerne hatte. Bei einem Blick auf seine Lippen fällt mir mein Traum wieder ein, nur dass ich mir nicht mehr so sicher war, ob es wirklich ein Traum war. Der Druck auf meinen Lippen hatte sich so echt angefühlt... Ohne zu wissen was ich tue greife ich nach seinem Gesicht und presse meine Lippen auf seine. Meine Augen sind geschlossen, aber ich öffne sie schnell wieder und löse mich von Sherlock. Er sieht mich verwundert an und ich laufe rot an.
War wohl doch nur ein Traum.
"Das... eh... naja..." "Schon gut." er räuspert sich kurz. "Also meine Glückwünsche." Jetzt sah ich ihn verwundert an. "Zur Verlobung." erklärt er.
Ich lache auf und drehe den Ring an meiner linken Hand. "Oh... ja. Er ist nicht von der Arbeit." Wieder lache ich verunsichert. "Er ist nett."
Sherlock lächelt mich wieder an, als erwartet er mehr zu hören. "Also... ich muss dann..." stammelte ich und deute in die Richtung in der das Labor lag.
"Ja." er räuspert sich wieder. "Ich muss auch wieder. Noch ein paar Leute überraschen." Mit rotem Kopf gehe ich zu der Tür aus der ich gekommen bin. Kaum ist sie hinter mit zugefallen gehe ich wieder zurück an Sherlock vorbei, der noch dastand.
"Falsche Richtung." lache ich unsicher und gehe dieses mal zur richtigen Tür hinaus.
Dann mal wieder ran an die Arbeit. Ich kann es mir nicht verkneifen noch einmal meinen ungeschminkten Mund zu berühren und über den Kuss eben nachzudenken.
Wieso hab ich das nur getan?
Was ich nicht wusste ist das Sherlock, als er das St. Bart mit einem Lächeln im Gesicht verließ mit seinem Daumen über seine Lippen fährt und sich etwas ganz ähnliches dachte.

Die Geschichte ist schon vor einiger Zeit entstanden und ich habe mich endlich entschieden sie zu veröffentlichen. Ich hoffe ihr habt Gefallen daran gefunden.

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Gelöschter Kommentar
Pru 24. Mar 2015

Süß. :) Du hast die Gedanken, die Molly hatte sehr gut zusammengefasst. Es hat Spaß gemacht deine Geschichte zu lesen. Einen kleinen Verbesserungsvorschlag hätte ich noch: Könntest du bitte die letzten paar Zeilen nochmals auf Rechtschreibfehler prüfen? Und es wäre auch schön, wenn die Dialoge besser erkennbar wären, also so:

"Das... eh... naja..."
"Schon gut." er räuspert sich kurz. "Also meine Glückwünsche." Jetzt sah ich ihn verwundert an. "Zur Verlobung." erklärt er.
Ich lache auf und drehe den Ring an meiner linken Hand. "Oh... ja. Er ist nicht von der Arbeit." Wieder lache ich verunsichert. "Er ist nett."
Sherlock lächelt mich wieder an, als erwartet er mehr zu hören. "Also... ich muss dann..." stammelte ich und deute in die Richtung in der das Labor lag. "Ja." er räuspert sich wieder.

Das ist für den Leser besser zu lesen. ;) Ansonsten gefällt mir die Geschichte sehr gut.

13. Jul 2014

Also ich find's echt cool!
L.G Raven12