Freyrs Tochter

20.05.14 10:10
Freyr erkennt nach 17 Jahren endlich seine uneheliche Tochter an. Diese hat bisher ahnungslos auf der Erde gelebt und findet sich nun in einer für sie vollkommen fremden Welt wieder voller Götter. Besonders einer hat es ihr angetan, Loki.
Thor (Marvel) Fantasy P12 Slash In Arbeit

Prolog

Zwei Männer standen am Bifröst und blickten gemeinsam in die Ferne. Der Eine war von schlankem Wuchs, mit langen, blonden Haaren, der andere war einen Kopf größer, hatte fast schwarze Haut und goldenen Augen, die alles zu durchdringen schienen. Lange Zeit standen sie so schweigend da, bis der Größere der Beiden endlich das Wort ergriff.
„Nun Freyr, findet Ihr nicht, dass es an der Zeit ist, Lykka als Eure Tochter anzunehmen? Sie ist jetzt 17 Jahre alt. Nächstes Jahr gilt sie unter den Menschen bereits als volljährig.“
„Ihr habt ja Recht Heimdall und dennoch bin ich mir nicht sicher“, seufzte Freyr.
„Freyr, Ihr habt Eure Tochter ihr Leben lang beobachtet. Sie hat nie etwas Unrechtes getan und einen ebenso strahlenden Charakter, wie ihr Vater. Es gibt keinen Zweifel daran, dass sie Euch eine gute Tochter sein wird.“
„Ja, aber-“
„Kein aber. Diesen Herbst wird sie ihre Treue einem anderen Gott schwören, einem der keine weiteren neben sich duldet. Wenn sie dies tut, ist sie für Euch für immer verloren. Dann könnt Ihr sie nie wieder erreichen.“
„Das weiß ich ebenfalls. Doch was ist, wenn sie mich nicht will“
„Freyr, mein Freund. Wir beobachten sie nun schon so lange und eines kann ich Euch sagen. Ich habe noch nie ein so aufgewecktes Mädchen wie sie gesehen. Sie ist am alten Glauben interessiert, doch noch fehlt ihr der Anreiz wirklich an uns zu glauben. Ich bin mir sicher, sie wird Euch erkennen und mit Euch kommen.“
Freyr blickte Heimdall ergeben an. „Ihr habt Recht mein Freund. So lasst mich denn hinabsteigen und sie unter meinen Mantel nehmen.“*
Heimdall nickte zufrieden und aktivierte den Bifröst.


*Wen im Mittelalter ein Edelmann sein uneheliches Kind unter seinen Mantel nahm, so galt dies als Zeichen dafür, dass er es als sein Kind akzeptierte.

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