Kindheit (beendet)

19.09.14 14:02
Was ist wohl alles in Lokis und Thora Kindheit geschehen? Textauszug (Prolog): „Das ist dein Bruder, Thor!“, richtete Frigga das Wort an ihren Sohn. „Das ist Loki.“ Nun noch aufgeregter als ohnehin schon, stellte sich der blonde Junge auf die Zehenspitzen und streckte sich, um das Wesen, seinen Bruder, genauer zu betrachten.
Thor (Marvel) Fantasy P12 Slash Beendet

Prolog

Prolog
Thor betrachtete das kleine Bündel in den Armen seiner Mutter. Das winzige, eingewickelte Baby hatte geschlossene Augen und eine kleine Faust streckte sich aus der Decke hervor.
„Das ist dein Bruder, Thor!“, richtete Frigga das Wort an ihren Sohn. „Das ist Loki.“
Nun noch aufgeregter als ohnehin schon, stellte sich der blonde Junge auf die Zehenspitzen und streckte sich, um das Wesen, seinen Bruder, genauer zu betrachten. Die winzigen Finger umschlossen den Daumen seiner Mutter und ein dunkler Flaum bedeckte seinen Kopf. Er, Thor hatte einen Bruder! Einen kleinen, süßen Bruder. Der Junge streckte die Hände nach dem Neugeborenen aus und Frigga übergab das Baby ihrem älteren Sohn.
„Du musst vorsichtig sein“, murmelte sie und passte auf, dass Thor Loki nicht fallen ließ.
Doch die Sorge war unbegründet. Der vierjährige Junge hielt das kleine Kind so fest in den Armen, als wolle er es nie wieder hergeben und ein leises Lächeln schlich sich auf Friggas Lippen. Ja, auch Thor war dem Bann des Kindes verfallen.
Er würde nicht erfahren, wer sein Bruder in Wirklichkeit war und woher er kam, dass hatte das Herrscherpaar beschlossen, denn ihr Adoptivsohn sollte genauso aufwachsen, wie jeder andere auch. Noch ahnten sie jedoch nicht, dass dies beinahe unmöglich war.


-8 Monate-
„Loki! Nein! Was machst du da?“ Böse starrte Thor seinen Bruder an, der sich vergnügt
quietschend an einem Tischbein hochzog und dabei eine Porzellanvase auf den Boden katapultierte. Seine grünen Augen strahlten belustigt, als die Vase auf dem Boden aufschlug und eines lautes Klirren zu hören war. Dabei vergaß er jedoch, sich an dem Tisch festzuhalten und plumpste zurück auf den Boden.
Thor versuchte seinen Bruder böse anzustarren, jedoch lachte er laut auf, als das Kleinkind sich beinahe trotzig wieder in eine gerade Position aufrichtete und erneut versuchte sich an dem Tischbein hochzuziehen. Dabei brabbelte er fröhlich vor sich hin und beachtete die Tatsache nicht, dass er eine der Lieblingsvasen seiner Mutter zerstört hatte, die ein paar Minuten später den Raum betrat und ihre Augen verengte, als sie die Scherben sah.
„Thor! Was hast du nun wieder angestellt?“, begann sie, wurde aber sofort von dem blonden Jungen unterbrochen, der sich trotzig verteidigte. „Aber das war ich doch nicht!“, rief er entrüstet. „Loki hat sich einfach an dem Tisch hochgezogen und die Vase dabei kaputt gemacht!“
Erst jetzt bemerkte Frigga ihren jüngeren Sohn, der weiterhin versuchte, sich an dem Tisch hochzuziehen. „Ich dachte er schläft!“, hauchte sie ungläubig und sah ihre beiden Söhne nacheinander an.
„Aber er hat geweint und dann hab ich ihn mitgenommen!“, erklärte Thor schnell und sah seine Mutter beschämt an. „Bist du jetzt böse?“, fragte er mit ängstlicher Stimme und Frigga kniete sich vor ihrem älteren Sohn hin. „Aber nein!“, beruhigte sie ihn. „Du hast gut gehandelt, als du deinen Bruder mitgenommen hast. Du hast ihn getröstet und siehe da, jetzt ist er wieder fröhlich.“ Sie lächelte und zeigte in Richtung Loki. Doch Thor sah immer noch zu Boden und fragte: „Und was ist mit der Vase?“
„Ach Schatz, diese Vase ist doch nicht so wichtig! Wir können eine neue holen!“ Damit schloss sie den vierjährigen in ihre Arme und bemerkte so nicht, dass Loki es endlich geschafft hatte sich aufzurichten und wankend zwei Schritte nach vorne machte.
„Guck mal, Mama!“, rief Thor überrascht und begeistert zugleich und Frigga wandte sich um, um zu sehen, was ihr Sohn meinte. Sie sah gerade noch, wie Loki einen Schritt nach vorne machte, vergnügt kicherte und dann wieder zurück auf den Boden fiel.
Mit drei Schritten war die Königin Asgards bei ihm, ihr folgte Thor.
Dann hob sie ihren jüngsten Sohn auf den Arm und drückten ihn fest an sich.
„Er hat tatsächlich seine ersten Schritte gemacht! Aber ist das nicht zu früh?“ Gedankenverloren erhob Frigga sich und meinte dann: „Komm Thor, dass erzählen wir deinem Vater. Loki hat seine ersten Schritte gemacht und nur du hast es gesehen!“
Stolz nickte der blonde Junge und folgte seiner Mutter in Richtung Thronsaal.


-9 Monate-
„Stopp! Nicht so wild! Ich bitte dich Thor!“ Odin beobachtete seine Söhne, die sich gegenseitig durch den großen Saal jagten, wobei Thor immer wieder seinen kleinen Bruder schnappte, der jedes Mal laut aufkreischte und sich lachend wieder versuchte zu befreien, um den Kitzelattacken Thors zu entkommen. Dieser tat meistens so, als würde er verzweifelt versuchen seinen Bruder einzuholen, obwohl er doch so viel schneller war als das noch nicht einmal einjährige Kleinkind, dass gerade erst das Laufen gelernt hatte.
Loki entwickelte sich recht schnell, so fand Odin. Das Laufen war ihm nach dem ersten Versuch immer besser gelungen und schon bald war er an der Hand seines Bruders durch den Palast spaziert und hatte jede Menge Unfug angestellt.
Nur mit müh und Not waren die Brüder noch voneinander zu trennen und Frigga hatte schon die Überlegungen von einem gemeinsamen Schlafzimmer der beiden ausgesprochen, doch Odin wusste nicht, ob er dem zustimmen sollte. Noch hatte Thor sein eigenes Zimmer, während Loki meist neben Frigga in seinem Kinderbett schlief, aber vielleicht wäre es besser die beiden früher oder später zusammen in ein Zimmer zu verfrachten.
„Hier! Hier hinten Loki!“ Thors lauter ruf brachte den König der Asen zurück in die Wirklichkeit und er sah gerade noch, wie sein älterer Sohn sich hinter seinem Thron versteckte und damit den jüngeren, dunkelhaarigen herbei lockte, der fröhlich und unverständlich vor sich her brabbelnd die Stufen erklomm. Odin beobachtete all seine Schritte ganz genau, jeder Zeit dazu bereit einzugreifen, falls der Junge stolpern sollte, doch nichts dergleichen geschah. Stattdessen erreichte Loki die oberste Stufe und wankte in Richtung Thron. „Tho!“, brachte er dabei über die Lippen und ungläubig starrte der Allvater das kleine Kind an. Und dann erneut: „Tho!“
Der angesprochene kam aus seinem Versteck hervor und starrte Loki genauso ungläubig an wie auch sein Vater. „Dann sprang er fröhlich auf seinen Bruder zu, der erschrocken einen Schritt zurück wich, doch Thor kümmerte es nicht. Der inzwischen fünfjährige Schloss das Kleinkind in seine Arme und rief stolz: „Loki hat sein erstes Wort gesagt, Papa! Und er hat mich gerufen!“
Nickend erhob sich der König von dem Thron und schloss seine Kinder ebenfalls in die Arme. Die zwei Wachen, die vor der Tür postiert waren, mussten lächeln, als sie dies sahen und als auch noch Frigga den Raum betrat und Thor ihr laut entgegenrief, was passiert war, da schien für einen Augenblick lang alles perfekt. Doch auch dieser Augenblick weilte nicht ewig.

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So der Prolog von meiner neuen FF :D Ich hoffe es hat euch gefallen und ihr abboniert, kommentiert oder bewertet :D

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19. Jul 2015

Huhu,

ich hab gerade die komplette Geschichte gelesen und fand sie soweit ganz gut. Es gab leider keinen nennenswerten Spannungsbogen, aber als (recht) kurze Erzählung der Kindheit der beiden hat die Geschichte das gar nicht so nötig. Allerdings finde ich, dass eines fehlt: die Rückblende im Film. In welchem Teil, weiß ich nicht mehr, und was genau da passiert war, auch nicht... :D aber irgendwas mit Odin wie er seinen Söhnen etwas erklärt. Das hätte gut in deinen Text gepasst :)


LG, Kuzu

05. Mar 2015

Hi.
Das war so eine schöne Geschichte und da wurden viele Höhen und Tiefen gezeigt. ^-^
Schön das Sie sich am Ende wieder versöhnt hatten.
Zwar nicht auf Dauer, aber auch egal.
Das er so wurde wie er wurde kann ich jetzt verstehen.
Ich hoffe du schreibst mehr solcher Geschichten.
Lg,
KT

Redneck 20. Sep 2014

Ende Gut, alles Gut
Ich freue mich das die beiden sich wieder versöhnt haben. Auch wenn sie sich Jahre später wieder zerstreiten werden. Aber das liegt ja noch in feeeerner Zukunft :-)
Ich fand deine FF toll. Es hat mir Spaß gemacht sie zu lesne und die kleinen Abenteuer der beiden zu verfolgen.
Also. Daumen hoch ;-)
Bis zur nächsten FF oder wo auch immer man sich liest

LG Redneck