Bereit, wenn du es bist ...

21.04.17 12:55
Eine Geschichte über Gwenny und Gideon mal etwas anders. Die beiden sind beste Freunde, bis Gideon Isabell Lincon, die er grade mal 3 Monate kennt, heiratet. Wird das die Freundschaft der beiden zerstören? Und viel wichtiger, empfindet Gwen vielleicht mehr für Gideon als Freundschaft ... ?
Edelstein-Trilogie Romanze P16 Humor In Arbeit

Kapitel 18 - Freundinnen-Tratsch

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Wir entschieden uns für das kleine Kaffee, dass zwei Straßen weit von der Boutique lag in der ich arbeitete. Dort hatte ich vor ein paar Tagen auch diesen köstlichen Käsekuchen gekauft, und war bereits frohen Mutes, erneut ein Stück davon zu probieren. Wobei ich heute Mittag schon Torte hatte, durfte ich mir das nicht entgehen lassen. Außerdem hatte ich Leslie eingeladen, und es wäre doch unhöflich keinen zu essen. Auf den Weg dorthin versuchte sie mir weiterhin ein schlechtes Gewissen zu machen, weil ich mich etwas länger nicht gemeldet hatte. Natürlich war sie mir nicht sehr böse, vielleicht ein kleines bisschen mürrisch. Aber das würde sich bestimmt schnell ändern, wenn ich ihr meine Beweggründe schilderte.

Im Kaffee angekommen, nahmen wir an einem Tisch etwas abseits, fast hinter einer kleinen Nische platz. So hatte man den gesamten Raum gut im überblick, konnte uns aber nicht sofort sehen. Eine freundliche Verkäuferin kam an unseren Tisch und wir bestellten. Leslie ein Stück Schoko-Sahne-Torte mit einer Tasse Früchtetee, ich den besten Käsekuchen Londons mit einem Becher heißer Schokolade.

Les informierte mich über den neusten Stand ihrer Schwangerschaft, dass sie Anfang der Woche erst bei ihrem Frauenarzt war und ihren ersten Ultraschall hatte. Sie hatte ein bisschen Angst gehabt, weil ihr ständig übel war, sie hormonelle Stimmungsschwankungen hat, was manchmal sehr zu Raphaels Leidwesen beitrug, und ihr Busen spannte. Aber ihr Arzt versicherte ihr, dies seien ganz normale Symptome der ersten Schwangerschaftswochen. „Gwen, du kannst dir nicht vorstellen, was ich derzeit alles in mich „stopfe“! Ich habe solche Heißhungerattacken, auf die unterschiedlichsten Sachen. Sind es grade saure Gurken, möchte ich fast im nächsten Augenblick zum Nutella-Glas greifen…“ Meine Augen weiteten sich angeekelt, doch Leslie fuhr fort. „…nein! Nicht das ich es getan habe, igitt! Auch wenn es verlockend ist.“ Nun, das widersprach sich in sich selbst, aber ich verzichtete sie darauf hinzuweisen. Auch wenn die Essgewohnheiten sehr gewöhnungsbedürftig waren, hörte ich Leslie gern zu.

Es war doch ziemlich spannend eine Schwangerschaft aus erster Hand mitzuerleben. „Gwen, würdest du mich bei meinem nächsten Untersuchungstermin begleiten? Der Arzt sagt, vielleicht kann man schon sehen, was es werden wird. Weißt du, Raphael hätte gern einen Jungen, ich hingegen lieber ein Mädchen. Ein Mädchen kann man in hübsche, niedliche Kleidchen stecken, die langen Haare zu Zöpfen flechten, man kann ….“ Und so weiter und so weiter. Leslie hörte gar nicht mehr auf zu erzählen, wie sehr sie sich doch auf das Kind freute, obwohl es doch eigentlich noch so viel Zeit ist, bis es endlich da ist. Und es ist ja noch so viel zu erledigen. Das Kind braucht schließlich noch ein Bettchen, einen Kinderwagen, und so viele Klamotten, denn ich weiß ja, Babys wachsen ja soooo schnell! Man konnte sie kaum ihn ihrem Enthusiasmus stoppen und so ließ ich die ganze Babytirade auf mich niederprasseln.

Ich hatte schon gehofft, drum herum zu kommen, warum wir uns länger nicht gesehen haben, doch dies vergaß Leslie leider nicht. „…es ist ja alles so aufregend! Aber nun zu dir, Gwendolyn Shepherd! Sonst hört man jeden Tag von dir! Und seit etwa einer Woche… kein einziger Mucks! Ich hoffe, du hattest gute Gründe…“ sie sah mich vorwurfsvoll an. Mit einem entschuldigendem Ausdruck im Gesicht, sagte ich: „am besten, ich fange von vorn an…“ Ich erzählte Leslie alles, was zwischen Chris und mir in letzter Zeit passiert ist. Von dem Versuch, mich ins Bett zu bekommen wusste sie ja bereits, dass darauf diese lange Pause entstand ebenfalls.

Wir waren grade da, als er unerwartet vor meiner Tür stand, wir einen tollen Abend und den sehr zurückhaltenden Kuss hatten, als ich kaum merklich aus den Augenwinkeln eine Bewegung wahrnahm. Mitten in der Erzählung hielt ich inne, als ich sah, dass Isabell und Chris das Kaffee betraten und an einen der Tische unmittelbar in unsere Nähe Platz nahmen. Wieso mussten die beiden sich ausgerechnet für DIESES Kaffee in ganz London entscheiden? „Hallo?“ Leslie wedelte mit der Hand vor meinem Gesicht herum. „Erde an Gwen? Wir waren grade an der Stelle wo ihr euch geküsst habt! Du kannst einer schwangeren Frau solche brisanten Details nicht vorenthalten!“ Ich nickte in die Richtung, in die ich beinah mit offenem Mund starrte und Leslie meinem Blick folgte. Wie froh ich in diesem Moment war in dieser Nische zu sitzen!

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SweetCupcake13 22. Apr 2017

Yey, die Story geht weiter! :)
Ich finde es toll, dass du weiter geschrieben hast. Es kam ja lange Zeit nix ;) ich mag deinen Schreibstil und ich hoffe, es gibt in naher Zukunft weitere Kapitel!
LG SC13

FancyFranzi 22. Apr 2017
Ja, schon etwas länger... nur vergess ich hier auf der Seite immer das neue Kapitel zu laden, weil ich bei FanFiktion.de hauptsächlich bin. ;) Allerliebst,
SweetCupcake13 11. Jul 2016

Bitte schreib gaaanz schnell weiter!!! Ich finde, du machst dich in gideons sicht gut! ;) freu mich schon auf neue kapitel! Liebe Grüsse

15. Feb 2014

Bittttttttttttttttttttteeeeeee schreibe weiter