Bereit, wenn du es bist ...

21.04.17 12:55
Eine Geschichte über Gwenny und Gideon mal etwas anders. Die beiden sind beste Freunde, bis Gideon Isabell Lincon, die er grade mal 3 Monate kennt, heiratet. Wird das die Freundschaft der beiden zerstören? Und viel wichtiger, empfindet Gwen vielleicht mehr für Gideon als Freundschaft ... ?
Edelstein-Trilogie Romanze P16 Humor In Arbeit

Kapitel 25 - Happy Birthday

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„Überraschung!“ „Happy Birthday!“ „Alles Gute!“
Vor Schreck presste ich die Hand auf mein Herz. Damit hatte ich jetzt nun wirklich nicht gerechnet. In meinem kleinen Wohnzimmer standen meine besten Freunde. Leslie, Raphael und Gideon. Alle drei hatten diese bunten Partyhüte auf dem Kopf, mit Konfetti und Tröte wurde ich begrüßt. „Leute, was macht ihr denn hier?“ frage ich immer noch leicht verwirrt. „Dich überraschen, was sonst Gwenny?“ Leslie kam auf mich zu und nahm mich in den Arm. „Du hast doch nicht allen Ernstes geglaubt, wir vergessen deinen Geburtstag, oder?“ lächelnd sah sie mich an. „Hmpf.. das dachte ich wirklich.“ Gab ich peinlich berührt zu. Auch Raphael und Gideon nahmen mich in den Arm. Bei Gideon breitete sich in meiner Magengegend ein leichtes Kribbeln aus. Ich schob es auf den peinlichen Moment unserer letzten Begegnung.

„Wow, ich bin einfach überwältigt.“ Ich wusste nicht so recht was ich sagen sollte. Leslie nahm mir diese Entscheidung aber ab, denn sie fing bereits munter an vor sich hinzuplappern. Sie zog mich zu meinem kleinen, grünen Sofa, drückte mir ein Glas Sekt und ein kleines in Folie gewickeltes Geschenk in die Hand. „Los, aufmachen.“ Forderte sie mich auf. In ihrem Blick konnte ich erkennen, dass sie ganz aufgeregt war. Wohlmöglich ob mir ihr Geschenk gefallen würde. Ich stellte das Sektglas auf meinen kleinen Beistelltisch und löste die Schleife von dem kleinen Päckchen. Darin befand sich eine kleine Schmuckschachtel, die ich gespannt öffnete. Zum Vorschein kam eine wunderschöne, silberne Kette mit einem ’Unendlichkeitssymbol’-Anhänger, auf dem der Name ’Leslie’ eingraviert war. „Damit du nie vergisst, das ich auf Ewig deine beste Freundin sein werde.“, beantwortete sie mir meine unausgesprochene Frage. „Sie ist traumhaft.“, gab ich zurück und strich mit dem Finger über den Anhänger. Ich nahm die Kette vorsichtig heraus, um sie mir gleich darauf umzulegen. „Ich danke dir.“ Ich nahm meine Freundin abermals in den Arm. „Lass uns anstoßen, sonst werde ich noch sentimental.“ Gab diese lachend zurück.

„Herzlichen Glückwunsch Gwenny.“ Sie stieß mit ihrem Orangensaftglas gegen mein Sektglas und auch Gideon und Raphael gesellten sich zu uns. Raphael schenkte mir das neue Album meiner Lieblingsband, was mich vor Freude aufquietschen ließ. Ich wusste gar nicht, das diese eine neue Platte aufgenommen hatte. Gideon überreichte mir sein Geschenk. Es war ein länglicher Briefumschlag und ich sah ihn fragend an. „Du wirst ihn schon öffnen müssen, wenn du wissen möchtest was darin ist.“ Grinste er mich an. Dieses Lächeln. Man konnte einfach nicht anders als zurück zu lächeln. Gespannt öffnete ich den Umschlag. In dessen Inneren befand sich ein Konzertticket. Als ich den Künstler las, bekam ich große Augen. „Bon Jovie? Du schenkst mir ein Ticket für Bon Jovie?“ Begeistert sprang ich von meinem Sofa auf und fiel ihm um den Hals. „Vielen, vielen Dank!“ Das war doch sicher ein abgekatertes Spiel von Raphael und Gideon gewesen. Denn das Album war von niemand geringerem als Bon Jovie. Ich war total überwältigt. Endlich würde ich die Chance bekommen, meinen Lieblingssänger und dessen Band live zu sehen. Ich war ja so aufgeregt. Doch als mir bewusst wurde das ich nur eine Karte bekommen hatte, stellte sich mir die Frage ob ich auch allein dorthin gehen sollte. Gideon kam mir jedoch zuvor. „Natürlich musst du nicht allein zum Konzert gehen. Ich werde dich begleiten. Wie du weißt bin ich selbst ein großer Fan und lasse mir so eine Chance nicht entgehen.“ Zwinkerte er mir zu. „Ich danke euch allen so sehr. Ihr habt diesen Tag zu dem besten Geburtstag seit langem gemacht.“

Wir saßen noch eine weile zusammen und plauderten miteinander. Am Wochenende wollten wir gebührend meinen Geburtstag in unserem Lieblingsclub nachfeiern. Ich freute mich sehr darauf. Wir waren lange nicht mehr dort gewesen – alle zusammen. Da es bereits auf Mitternacht zuging, verabschiedeten sich Leslie und Raphael von uns. Die beiden wohnten am Rande der Stadt, hatten also noch einen längeren Heimweg vor sich. Gideon blieb noch bei mir. Allerdings verlor er kein Wort über unsere letzte Begegnung, was mich ehrlich gesagt auch nicht weiter störte. Wir redeten über Gott und die Welt. Wie es in seiner Praxis lief, was meine Arbeit macht und wie es meiner Familie ging. Ich erzählte ihm, das Charlotte furchtbar traurig gewesen war, das er nicht zum Kaffee kommen konnte. Doch Gideon verdrehte nur die Augen, was mich zum lachen brachte. Seit langem haben wir nicht mehr so ungezwungen miteinander geredet und mir wird bewusst, wie sehr es mir doch gefehlt hat. Und das alles nur weil er Isabell Lincoln kennenlernen musste. Aber das war jetzt Gott sei Dank Geschichte.

Mit einem Blick auf die Uhr stellte ich erschrocken fest, dass es bereits halb drei war. Wie schnell die Zeit doch vergangen war. In wenigen Stunden müsste ich bereits wieder auf der Arbeit stehen. Gideon folgte meinem Blick und fing an zu lachen. „Mensch, kaum zu glauben das es schon so spät ist. Bei dir verliere ich einfach jegliches Zeitgefühl.“ Sagte er und sah mich mit einem Blick an, den ich nicht ganz deuten konnte. Ich wurde ganz verlegen und meine Wangen röteten sich. Gideon sagte dazu aber nichts. Eine kleine Pause trat ein. Ich wusste nicht so recht was ich sagen sollte. „Kann ich vielleicht auf dem Sofa schlafen? Ich habe ehrlich gesagt keine Lust mehr, den ganzen Weg nach Hause zu fahren.“ Gestand er mir. „Ja, klar, kein Problem. Ich muss auch langsam zu Bett, damit ich wenigstens einigermaßen fit bin.“ Es war nicht das erste Mal, das Gideon bei mir übernachtete. Ich holte ihm aus meinem Schlafzimmer Bettdecke, Kissen und Bettlaken und wünschte ihm eine gute Nacht. Als ich endlich in meinem Bett lag, wälzte ich mich eine Ewigkeit hin und her. Ich konnte einfach nicht einschlafen. Die Gedanken in meinem Kopf wollten keine Ruhe geben. Wieso machte es mir plötzlich etwas aus, dass Gideon auf meinem Sofa schlief? Es war doch nichts dabei. Schließlich fiel ich als es bereits anfing zu dämmern in einen unruhigen Schlaf…

Die Sonnenstrahlen kitzelten meine Nase und ein Windhauch bauschte die Vorhänge meines Fensters. Ich blinzelte gegen das helle Licht an. Ich war doch gerade erst eingeschlafen, oder? Wie spät es wohl war? Mein Wecker stand auf der anderen Seite des Bettes, weswegen ich mich umdrehen musste. Und ich erschrak völlig. Neben mir im Bett lag Gideon – nackt!

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SweetCupcake13 22. Apr 2017

Yey, die Story geht weiter! :)
Ich finde es toll, dass du weiter geschrieben hast. Es kam ja lange Zeit nix ;) ich mag deinen Schreibstil und ich hoffe, es gibt in naher Zukunft weitere Kapitel!
LG SC13

FancyFranzi 22. Apr 2017
Ja, schon etwas länger... nur vergess ich hier auf der Seite immer das neue Kapitel zu laden, weil ich bei FanFiktion.de hauptsächlich bin. ;) Allerliebst,
SweetCupcake13 11. Jul 2016

Bitte schreib gaaanz schnell weiter!!! Ich finde, du machst dich in gideons sicht gut! ;) freu mich schon auf neue kapitel! Liebe Grüsse

15. Feb 2014

Bittttttttttttttttttttteeeeeee schreibe weiter