Bereit, wenn du es bist ...

21.04.17 12:55
Eine Geschichte über Gwenny und Gideon mal etwas anders. Die beiden sind beste Freunde, bis Gideon Isabell Lincon, die er grade mal 3 Monate kennt, heiratet. Wird das die Freundschaft der beiden zerstören? Und viel wichtiger, empfindet Gwen vielleicht mehr für Gideon als Freundschaft ... ?
Edelstein-Trilogie Romanze P16 Humor In Arbeit

Kapitel 3 - Flaue Gefühle

___________________________________________________________________


Als ich am nächsten Morgen aufwachte, war das erste, was ich war nahm ein dröhnender Kopfschmerz. Oh Gott, nie wieder Alkohol. Einzelne Sonnenstrahlen stahlen sich durch die Vorhänge und die Helligkeit verstärkte den Schmerz nur noch. Was war gestern Abend nur passiert? Ach ja, mein bester Freund hat geheiratet. Und zwar eine Frau, die er grade mal drei Monate kannte.

Ich sah an mir herunter und stellte fest, dass ich mein Kleid nicht mehr trug, sondern nur noch meine Unterwäsche. Ich konnte mich gar nicht mehr daran erinnern, dass ich mich ausgezogen hatte. Ich sah, dass auf meinem Nachttisch ein Glas Wasser und zwei Aspirin lagen. Komisch. Vielleicht hatte diese mir Chris gestern abend noch hingestellt. Ich schluckte beide, in der Hoffnung, dass die Wirkung schnell einsetzen würde. Plötzlich hörte ich aus der Küche Geräusche. Oh Gott. Einbrecher? Ich schlang mir schnell meinen Bademantel über und griff nach dem erstbesten, was mir in die Hand fiel - ein Besen. Es roch nach frischem Kaffee. Einbrecher kochen doch keinen Kaffee, oder?

Ich straffte meine Schultern, den Besen in der Hand, nahm all meinen Mut zusammen und betrat die Küche. Und da stand unerwarteter Weise Chris. „Ohh mein Gott Chris. Musst du mir so einen Schrecken einjagen?“ Ein schiefes Grinsen breitete sich auf seinem Gesicht aus. „Guten Morgen. Was willst du mit dem Besen?“ Ich hatte das Gefühl, dass er sich lustig über mich machte. „Ich dachte, du wärst ein Einbrecher, oder so was…“ Sein Grinsen wurde breiter. „Einbrecher? Der frischen Kaffee kocht?“ „Nun, dass habe ich mich dann auch gefragt. Was machst du denn hier?“ Ich hatte das Gefühl, dass er leicht verlegen war. „Nun, nachdem ich dich gestern ins Bett gebracht hab, wollte ich dich nicht allein lassen und hab stattdessen auf der Couch geschlafen. Wie geht es deinem Kopf?“ Die ganze Sache war mir so peinlich. „Den umständen entsprechend, würde ich sagen…“

„You don't have to be rich, to be my girl, you don't have to be cool, to rule my world, ain't no particular sign, I'm more compatible with, I just want your extra time and your ….. Kiss”

Es dauerte etwas, bis ich begriff, dass es mein Handy war, das dort vor sich hin trällerte. „Gideon ruft an“, stand auf dem Display. Mist. Ich hatte völlig vergessen, dass ich ihn und Isabell zum Flughafen bringen sollte, damit die beiden ihre Flitterwochen in Connecticut verbringen konnten. Ich nahm etwas zögernd ab. „Hi Gideon.“ „Gwendolyn…“ Das klang nicht gut. Es war nie ein gutes Zeichen, wenn er meinen Namen voll aussprach. „… ich versuche dich schon den ganzen Morgen zu erreichen! Unser Flug geht in zwei Stunden. Du wolltest uns doch zum Flughafen bringen…“ „Entschuldige. Ich bin so gut wie bei dir, ähm, bei euch.“ „Okay. Ach, du weißt nicht zufällig wo Chris ist?“ Das würde ihm sicher nicht gefallen. Quatsch, was dachte ich da. Ich bin schließlich nicht seine Frau! „Er ist bei mir, ich bring ihn mit.“ „Wie er ist bei dir? Gwen ich habe dich vor ihm …“ Ich ließ ihn gar nicht ausreden. Außerdem ging es Gideon nichts an. „Wir sind so gut wie da, bis gleich.“ Und legte auf.

Etwas säuerlich drehte ich mich zu Chris. „Wieso hast du nichts gesagt, dass euer Flug schon in zwei Stunden geht?“ „Nun, ich wusste ja nicht, dass du die beiden fahren solltest. Ich hätte sonst auch die nächste Maschine nehmen können….“ Männer…


Da Chris im Hotel eingecheckt hatte, mussten wir vorher noch schnell dort vorbei, um seine Sachen zu holen. Danach ging es auf direkten Weg zu Gideons Apartment, wo er und Isabell schon standen und auf uns warteten. „Ich fasse es nicht, dass du es fast vergessen hättest!“ Ups, er war ziemlich sauer. „Es tut mir wirklich leid! Was müsst ihr auch so früh fliegen?“ Gideon sah mich mit zusammengekniffenen Augen an. „Entspann dich Gideon, du fliegst schließlich in die Flitterwochen. Reg dich ab und kneif die Augen nicht so zusammen, das gibt nur Falten.“

Man sah, dass er ein Lächeln zu unterdrücken versuchte. „Los, einsteigen, sonst verpasst ihr wirklich noch euren Flug.“ Als wir schließlich am Flughafen ankamen ging auch alles ganz schnell. Ich bedankte mich bei Chris, dass er die Nacht über auf mich aufgepasst hat, und versprach ihm, eine E-Mail zu schreiben. „Gwen, es hat mich sehr gefreut.“ Er zwinkerte mir noch zu und ging mit Isabell, der ich höflicherweise viel Spaß für die Flitterwochen gewünscht hatte, vor zum Gate. Dann nahm ich Gideon in die Arme und wünschte ihn auch viel Spaß. „Danke Gwen. Und das mit dir und Chris…darüber reden wir noch!“ Wie bitte? „Gideon ich denke nicht, dass es darüber etwas zu reden gäbe. Und jetzt marsch, dein Flugzeug startet bald.“ Wir verabschiedeten uns noch voneinander, dann ging auch er zum Gate. Irgendwie hatte ich ein flaues Gefühl in der Bauchgegend, als ich ihn gehen sah.

________________________________________________________


Interpret des Handyklingeltons: Prince: Kiss

Du musst angemeldet sein, um einen Kommentar zu verfassen.
SweetCupcake13 22. Apr 2017

Yey, die Story geht weiter! :)
Ich finde es toll, dass du weiter geschrieben hast. Es kam ja lange Zeit nix ;) ich mag deinen Schreibstil und ich hoffe, es gibt in naher Zukunft weitere Kapitel!
LG SC13

FancyFranzi 22. Apr 2017
Ja, schon etwas länger... nur vergess ich hier auf der Seite immer das neue Kapitel zu laden, weil ich bei FanFiktion.de hauptsächlich bin. ;) Allerliebst,
SweetCupcake13 11. Jul 2016

Bitte schreib gaaanz schnell weiter!!! Ich finde, du machst dich in gideons sicht gut! ;) freu mich schon auf neue kapitel! Liebe Grüsse

15. Feb 2014

Bittttttttttttttttttttteeeeeee schreibe weiter