Liebe kennt ihren Weg!

26.09.17 20:38
Gwendolyn de Villiers kennt Gideon de Villiers schon seitdem sie ein kleines Kind ist und beide sind gute Freunde. Doch Gideon zieht aus familiären Gründen für einige Jahre nach Deutschland. Als er Jahre später, nach dem tödlichen Verlust seiner Verlobten wieder nach London zurückkehrt, hat sich zwischen Gideon und Gwendolyn einiges Veränd..
Edelstein-Trilogie Romanze P12 Abenteuer In Arbeit

Prolog

Zum Cover:
Das Copyright des Coverbildes liegt bei Ulla Thomas/pixelio.de
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26.08.2011

Heute war es wohl soweit. Traurig schaute ich aus dem Fenster unseres Autos. Die Häuser zogen nur so an mir vorbei, überall auf den Gehwegen liefen eilig Menschenmassen entlang. Es regnete, was mir gar nicht so wider ging, da das Wetter meiner Gemütslage entsprach. Gideon ging weg, er hat es mir zwar schon vor Wochen erzählt, dass er wieder in sein seine alte Heimat zurückkehren wollte um sich um seine kranken Großeltern zu kümmern, was die Loge natürlich erlaubt hatte.
Ja, ja die Loge... sie ist schon ein wenig eigenartig. Aber mit 14 Jahren kann ich das wahrscheinlich noch gar nicht so richtig begreifen. Es gibt Wächter und noch so verschiedene Sachen. Alles sehr geheim.
Mitglieder der Loge sind wohl auf der ganzen Welt verteilt. Selbst in Deutschland haben sie ihre Kontakte. Dort hin geht Gideon. Aber ich schweife ab. Ich bin tot traurig. Immerhin habe ich mich in Gideon verliebt. Mum meint zwar, dass es nur eine Schwärmerei sei, als ich es ihr einmal erzählt hatte, aber ich war schon öfters in Jungs verschossen, was sich aber ganz anders anfühlte.
Gideon war etwas Besonderes. Ich liebte ihn irgendwie anders. Aber er war fünf Jahre älter als ich und da achtete man ja nicht mehr auf mich, die kleine Gwendolyn. Mir bricht es das Herz, wenn er weg geht. Aber Mum meint, ich würde darüber hinweg kommen. Zwischen mir und Gideon war von seiner Seite aus auch nicht mehr als eine geschwisterliche Beziehung, er verhielt sich mir gegenüber immer wie ein großes Bruder. Ja, anfangs waren wir auch das fast.
Aber irgendwann habe ich mich in ihn verliebt. Langsam kamen wir in Tempel an. Dad schaltete den Motor aus und drehte sich wie Mum zu mir um.
„Los geht’s, Kleines!“ Mum sah mich noch einmal liebevoll an bevor sie sich umdrehte und ausstieg. Ich machte es ihr gleich. Schnallte mich ab und öffnte die Tür. Die Loge wollte eine kleine Abschiedsfeier machen. Deshalb hatte ich ein blaues Kleid an das mir bis zu den Knien ging, wobei es passend zu meiner Augenfarbe ausgewählt war.
Gideon hatte einmal gemeint, als wir noch kleiner waren, dass ich Saphirblaue Augen hätte.
Damals hatte ich dann im Gegenzug geantwortet, dass er Smaragdgrüne Augen hätte. Langsam lief ich mit meinen Eltern in das Gebäude. Als wir in das Haus hineingingen kam uns auch gleich Mr. George entgegen, der uns herzlich begrüßte. Mr. George mochte ich von allen mir bekannten Wächtern am liebsten.
Er war aufgeschlossen und fröhlich. „Hallo Gwendolyn. Liebes, wie geht es dir?“ „Gut, danke der Nachfrage, Mr. George und ihnen?“
Das war die größte Lüge des Jahrhunderts, aber ich wollte ihm ja nicht sagen, dass ich Liebeskummer hatte.
„Danke ebenfalls. Hallo Lucy, hallo Paul. Schön das ihr Drei es geschafft habt zu kommen.“
„Ja, wir sind auch froh, dass wir es geschafft haben. Immerhin wollten wir uns noch von Gideon verabschieden. Wer weiß wie lange man sich nicht mehr sieht“, antwortete mein Dad fröhlich. Wir folgen Mr. George in den Garten der Loge, von wo uns auch schon Musik ins Ohr drang.
Als wir im Garten angekamen waren schon einige Freunde, ebenso wie unsere Familie da. Auch einige Unbekannte waren vor Ort und unterhielten sich. Einige tanzten bereits auf der dafür eingerichteten Tanzfläche. Ich schaue mich um und suche Gideon. Konnte ihn aber erst nach einem Augenblick suchen entdecken. Er stand bei meiner Lieblingscousine. Und das nicht im negativen Sinn. Charlotte und ich waren gute Freundinnen. Auch wenn ich ihre Mutter Tante Glenda nicht leiden konnte, weil sie mich immer schlecht machet. Ich ging zu den Beiden und stelle mich neben sie. Als Charlotte mich bemerkte fiel sie mir freudestrahlend um den Hals. „Gwenny!“ Gideon beobachtete uns grinsend. Als Charlotte mich aus ihren Fängen ließ umarmte ich auch ihn kurz. „Hallo!“
„Hey!“, kam es von ihm zurück.
„Na, lasst uns Drei noch einen schönen letzten gemeinsamen Abend verbringen!“, sagte Gideon. Charlotte und ich nicken und liefen ihn eingeharkt nach.

Es war mittlerweile schon recht spät geworden, als ich alle beobachtete. Charlotte war mit meiner Tante und unserer Großmutter, Lady Arista, schon vor einer halben Stunde gegangen. Jetzt war ich alleine und beobachtete lauter Pärchen, wie zum Beispiel meine Eltern, die sich vergnügt auf der Tanzfläche bewegten. Als sich jedoch zwei Arme von hinten um mich legten, zucke ich zusammen.
„Möchtest du mir zum Abschied einen letzten Tanz gewähren?“, flüsterte mir eine raue männliche Stimme ins Ohr. Gideon!
„Musst du mich so erschrecken! Zu deiner Frage, du weißt ganz genau das ich nicht gut tanzen kann!“
„Was soll’s, mit mir kann jeder gut tanzen.“
„Na gut, aber nur weil das heute dein letzter Abend ist!“, stimmte ich widerwillig zu.
Mit klopfendem Herzen ging ich mit Gideon auf die Tanzfläche. „Du weißt schon, dass du ziemlich eingebildet bist?“, frage ich ihn.
Er grinste mich nur an als er die Arme um mich legte und mich im Takt der Musik führt.
„Tja, nicht jeder kann so gut tanzen wie ich!“
„Du selbstverliebter Idiot!“, sagte ich während ich lachen musste. Als das Lied vorbei war begleitete mich mein Tanzpartner noch zu meinen Eltern die am Aufbrechen waren. „Auf Wiedersehen Gideon! Pass gut auf dich auf. Vielleicht sieht man sich ja irgendwann mal wieder.“, kam es von Mum und Dad als sie ihn zum Abschied drückten.
Dann dreht er sich zu mir um und nahm mich in den Arm als er meinen traurigen Blick sah.
„Ich werde dich vermissen, großer Bruder!“ „Ich dich auch,Kleines! Aber irgendwann komm ich dich mal besuchen. Versprochen!“
Ich lächelte bei seiner Aussage. Ich winkte ihm noch einmal zu als wir Richtung Ausgang gingen. Als wir fast am Auto angekommen waren hörte ich wie jemand meinen Namen rief. Ich blieb stehen und drehte mich um und war verwundert als ich Gideon sah der mit etwas in der Hand angerannt kam.
„Gwenny, warte! Ich wollte dir noch etwas geben. Das hätte ich fast vergessen.“ Außer Atem kam er bei mir an und drückte mir einen kleinen Karton in die Hand.
„Damit du dich immer an deinen großen Bruder erinnern kannst, wenn ich nicht mehr da bin“, und lächelte dabei schelmisch.
Ach wie ich dieses Lächeln liebte. Mit Tränen in den Augen bedankte ich mich. Doch plötzlich drückte mich Gideon an sich und gab mir einen kurzen Kuss auf die Wange.
„Tschau, Kleines. Ich glaube deine Eltern wollen gehen.“
Gut, dass man durch die Dunkelheit nicht sehen konnte, dass ich durch den kurzen Kuss rot geworden war. „Bye, Gideon. Ich werde dich vermissen!“
„Ich dich auch!“ Kam von ihm und dann lieft er schon wieder schnell ins Gebäude. Ich ging zum Auto wo Mum und Dad schon auf mich warteten. Auf dem Heimweg sah ich in den Karton und entdeckte ein Fotoalbum mit Fotos von uns und Charlotte. Das konnte ich trotz der Dunkelheit erkennen.
Müde und glücklich über das schöne Abschiedsgeschenk von ihm schlief ich noch im Auto mit dem Album in der Hand ein.

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chocolate-coockie 04. Oct 2017

Hi:)
Grade hab ich deine Geschichte gefunden und mich jetzt schon verliebt.
Deine Idee gefällt mir echt gut und ich bin super gespannt wie es weiter geht. Außerdem nimmt die Geschichte jetzt auch Fahrt auf und endlich haben Gwendolyn und Gideon mehr Kontakt zueinander!
Hoffentlich findest du bald Zeit ein neues Kapitel zu schreiben, ich freue mich darauf!
Lg cc

Moisl 28. Dec 2016

Heyho :)

Bin gerade hier vorbei gekommen und muss ehrlich gestehen, dass ich deine Geschichte in einem Ruck durchgelesen habe.
Ich weiß gerade nicht viel, was ich noch sagen könnte, weil sich alles so abgedroschen anhört.
Und groß zu meckern hab ich auch nichts, von daher...
Ich finde die Idee einfach toll und hoffe, dass deine Ausbildung nicht ganz so anstrengend ist, auch wenn es sich so anhört.

Außerdem gefällt mir dein Schreibstil auch sehr, was wohl noch so ein Grund ist, weshalb ich jetzt an einem Stück alles gelesen hab :D

Schönen Tag noch und auf ein hoffentlich baldiges Wiedersehen bzw. baldiges Wiederlesen ^^

Penny16 01. Jan 2017
Hey, Ich freue mich total das dir meine Geschichte so gut gefällt. Das macht mich sehr glücklich. Ich würde mich freuen wenn du dabei bleibst und mir gerne wieder ein Featback gibst. LG Penny16
17. Jul 2016

Ich bin begeistert von deiner Geschichte und freue mich wirklich wenn es weitergeht. Lass dich bloß nicht entmutigen, ich bin schon sehr gespannt was Paul und Lucy, Gwen zusagen haben. Vielleicht findest du ja bald Zeit das Geheimnis zulüften, aber mit der Zeit ist das immer so einer Sache, dass weiß ich selber =(

Penny16 01. Aug 2016
Hallo SimbaJungle, Ich freue mich das meine Geschichte so gut bei dir ankommt :) Ja leider fehlt mir überall die Zeit aber ich gebe mir mühe so bald wie möglich weiter zu schreiben. LG Penny16