Chaosherz

vor 14 Tagen
Annikas Chef ist der Traum vieler Frauen: Gutaussehend, charmant und erfolgreich. Als er sie bittet ein Auge auf seinen Bruder zu haben sagt Annika ohne zu Zögern zu. Doch sie ahnt nicht, auf was sie sich da eingelassen hat. Denn Max bedeutet Chaos. Und Chaos ist das Letzte, was Annika im Moment gebrauchen kann.
Liebe/Romantik Romanze P16 Romanze In Arbeit
Bemerkung des Authors: Hallo ihr Lieben, Chaosherz war eigentlich als Experiment geplant, weil ich mal ausprobieren wollte, ob ich auch aus anderen Erzählperspektiven schreiben kann. Und irgendwie hat es sich verselbstständigt. :D Also was meint ihr, lohnt es sich weiterzuschreiben? Ach das Lied ist übrigens "Lemon tree" von Fools Garden. Bis dannimanski Eure Tamiflu :)

Ich, Du und der Andere

Das konnte nicht wahr sein! Annika verstand die Welt nicht mehr. Hatte sie der dicke Mann mit den fettigen Haaren in dem uralten Trainingsanzug aus Ballonseide etwa gerade wirklich gefragt ob sie ihn begleiten wollte? Sie ekelte sich vor ihm. Schon seit Tagen war er immer wieder bei ihrer Arbeit im Café aufgetaucht und hatte ihr ständig anzüglich zu gelächelt und immer eine Gelegenheit gefunden sie zufällig zu berühren. Annika konnte nicht mehr. Hilfesuchend sah sie sich nach ihrem Chef Ben um. Der stand gerade hinter dem Tresen und war in ein Kundengespräch vertieft. Das war ja klar.
Der Mann griff mit seiner schwitzigen Hand nach ihrem Arm: „Na, Süße, wie sieht‘s aus mit uns beiden?“ Panisch und angewidert zog sie ihren Arm weg.
„Ich muss noch bis heute Abend arbeiten, tut mir leid.“ Es tat ihr überhaupt nicht leid, aber sie wollte dem Geschäft nicht schaden, indem sie die Kundschaft durch Unhöflichkeit vergraulte. Außerdem war sie viel zu schüchtern um ihm in aller Öffentlichkeit eine Szene zu machen. Sie hoffte einfach, dass er die Lust an ihr verlor und sie in Ruhe ließ.
„Ich habe noch etwas Zeit. Dann warte ich hier auf dich.“ Er zwinkerte ihr zu und kniff ihr in den Hintern als sie sich zum Gehen wandte. Panisch versteckte sie sich hinter dem Tresen. Sie fühlte sich so widerlich und würde am liebsten duschen. Wie konnte dieser Kerl so dreist sein und sie einfach anfassen? Ihr wurde schlecht bei dem Gedanken, dass er bis zum Feierabend auf sie warten würde. Ben hatte das Gespräch beendet und wendete sich ihr zu: „ Anni, kannst du neues Kaffeepulver und Milch aus dem Lager holen?“
Erfreut eine Möglichkeit gefunden zu haben nicht mehr im selben Raum mit diesem Widerling zu sein, stimmte sie erleichtert zu: „Ja, mach ich.“
Annika ließ sich so viel Zeit wie möglich im Lager, aber sie wusste auch, dass sie sich nicht ewig hier verstecken konnte. Als sie mit den Lebensmitteln vor ihrem Gesicht wieder aus dem Lager auftauchte, sah sie durch die Tüten hindurch, dass der Kerl immer noch da war. Ihr Wunsch hatte sich also nicht erfüllt.
„Anni, könntest du bitte die Tische 5 und 8 abkassieren? Die Kaffeemaschine streikt schon wieder.“
Annika wurde blass im Gesicht und konnte sich nicht rühren. An Tisch 5 saß der Kerl.
„Anni? Alles ok?“, fragte Ben besorgt.
„Ja …“, flüsterte sie.
„Wirklich? Du siehst aus, als hättest du vor irgendetwas Angst.“ Ben musterte sie eingehend.
„Bitte zwing mich nicht in die Nähe dieses Typs zu gehen.“ Flüsterte Annika wieder. Sie traute sich nicht lauter zu werden, aus Angst er könnte sie hören.
Ben horchte auf: „Hat er dir was getan? Annika! Sieh mich an!“
„Nicht direkt…“ Annika konnte ihn nicht ansehen. Sie schämte sich und ihr schoss die Röte in die Wangen.
„Aber?“ Ben ließ nicht locker.
„Er starrt mich schon seit Tagen an. Macht mir fragwürdige Angebote und eben hat er mich angefasst.“ Jetzt war es raus. Aber sie traute sich immer noch nicht Ben ins Gesicht zu sehen.
„Wie bitte? Das darf doch nicht wahr sein!“ Ben kochte vor Wut. „Anni, warum bist du nicht sofort zu mir gekommen? Der Kerl bekommt Hausverbot, das verspreche ich dir.“ Mit diesen Worten stapfte er auf den Mann zu, der irritiert war, dass nicht Annika ihn abkassierte, und zog ihn gewaltsam am Arm nach oben. Nach ein paar wütenden Anschuldigungen von Bens Seite, die der Mistkerl natürlich alle abstritt, warf Ben ihn aus dem Café.
„Danke“, Annika war Ben ehrlich dankbar, auch wenn ihr die ganze Aufmerksamkeit unangenehm war.
„Das war doch selbstverständlich. Und nächstes Mal sagst du bitte sofort Bescheid, ja?“ Ben sah ihr eindringlich in die Augen bis Annika schließlich nickte.
Der Rest des Abends verlief relativ ruhig. Der Aufstand hatte zwar für Getuschel unter den anwesenden Gästen gesorgt, aber die meisten waren geblieben und hatten sich wieder ihren Gesprächen zugewandt.
Als Annika die letzten Tassen aus der Spülmaschine holte trat Ben erneut zu ihr. Er hatte gerade den Vordereingang zugesperrt und hielt den Schlüsselbund noch in den Händen. „Soll ich dich mit rumnehmen?“
Überrascht sah Annika auf. Ben hatte sie noch nie nachhause gefahren. „Äh, also … Danke, aber ich bin eigentlich mit Rad hier.“
Ben fuhr sich unruhig mit der Hand durch die braunen Haare. Er sah schon gut aus, war aber mindestens zehn Jahre älter als Annika und noch dazu vergeben. Und soweit sie wusste glücklich.
„Anni, ich will ehrlich sein. Diese Sache mit dem Kerl vorhin gefällt mir nicht. Ich will nicht riskieren, dass er dir auf deinem Nachhauseweg auflauert und dir sonst was antut.“
Annika erstarrte. Sie hatte jeden Gedanken an den Typen verdrängt und sich gewünscht, das ganze schnellstmöglich zu vergessen. Doch nach Bens Bedenken streckten sich erneut die Finger der Angst nach ihr aus.
Unschlüssig stand sie vor ihrem Chef: „Macht es dir nicht zu große Umstände?“
Ben winkte ab: „Ach Quatsch. Ich muss eh noch meinen Bruder vom Flughafen abholen. Wenn es dir also nichts ausmacht einen kleinen Umweg in Kauf zu nehmen, würde ich dich gerne rumfahren. Außerdem will ich mir nicht anhören müssen, dass der Chef vom Flexlex Café sich nicht um das Wohl seiner Angestellten kümmert.“ Er zwinkerte ihr zu und Annika musste unwillkürlich lachen.
„Na gut, wenn mein Boss darauf besteht.“
„Aber sowas von. Sieh es als dienstliche Anordnung.“
„Ok, ich räume noch schnell die Spülmaschine aus, hole meine Sachen und dann können wir los.“
Gesagt, getan. Keine zehn Minuten später saßen sie in Bens grünem Kombi und ließen das Flexlex hinter sich. Unwillkürlich musste Annika daran denken, was wohl ihre Mitschülerinnen von dieser Situation denken würden. Natürlich wussten ihre Freunde, dass sie eine rein geschäftliche, höchstens vielleicht freundschaftliche Beziehung zu Ben Berger hatte. Aber das hatte Kim und Pia nicht davon abgehalten, hysterisch zu kreischen und sich die fantastischsten Fantasien auszumalen, als sie von Annikas Job erfahren hatten. Ben Berger war fast schon eine Legende. Seine Familie war stadtbekannt und als ältester von fünf Kindern war Ben es schon immer gewohnt seine Interessen durchzusetzen. Mädchenschwarm seit der vierten Klasse, Kapitän der örtlichen Fußballmannschaft, der er zum Aufstieg in die nächste Liga verholfen hatte, Schulsprecher und schließlich Stipendiat der renommierten Balfranz-Universität. Nach seinem Abschluss zog die gesamte Familie Berger nach Berlin, was die letzten Hoffnungen vieler Mädchen auf ein erneutes Wiedersehen mit Ben zunichtemachte. Annika war damals natürlich noch viel zu klein um überhaupt zu wissen, wer Ben Berger war. Aber sie kannte die vielen Fotos in der Schule und die ein oder andere Geschichte. Als Ben nach seinem Studium zurück kam und das Flexlex eröffnete, war die Gerüchteküche sofort am Kochen. Absolut jeder hatte irgendeine Anekdote zu ihm zu erzählen und alle freuten sich über das heimgekehrte Glückskind der Stadt. Das Flexlex Café wurde in den ersten Monaten quasi überrannt. Jeder wollte einen Blick auf diesen Mann werfen. Schnell war klar, dass Ben dem Pensum allein nicht mehr gewachsen war und als Annika bei einem Besuch, immerhin waren sie und ihre Freundinnen auch neugierig gewesen, spontan in die Rolle der Kellnerin wechselte, stellte Ben sie abends kurzfristig als Aushilfe ein. Mittlerweile waren sie mit Erika und Sven ein Team aus vier Personen, welches von Bens Freundin Liesa tatkräftig in der Buchhaltung unterstützt wurde.
Annika sah aus dem Fenster auf die vorbeirasende Landschaft. Sie war froh darüber mit Ben gefahren zu sein. Hier in diesem Moment mit ihm in seinem Auto fühlte sie sich sicher. Heute war ein langer Tag gewesen. Direkt nach der Schule war sie ins Café gefahren und hatte auf Grund von Erikas verstauchtem Knöchel eine Doppelschicht geschoben. Sie wollte nur noch ins Bett. Um nicht einzuschlafen versuchte sie ein wenig Smalltalk mit Ben zu führen.
„Besucht dich dein Bruder?“
„Naja, er wurde von unseren Eltern eher dazu gezwungen.“
„Ist es so schlimm dich zu besuchen? Ist mir bisher noch gar nicht aufgefallen.“
Ben lachte: „Nein, das hat nichts mit mir zu tun. Max ist einfach, sagen wir, sehr rebellisch im Moment und meine Eltern haben keine Lust mehr, sich länger mit ihm herumzustreiten. Immerhin sind die 2 auch nicht mehr die Jüngsten. Und bevor es eskaliert ist habe ich spontan angeboten Max zu mir zu holen. Vielleicht tut ihm ein Klimawechsel ja ganz gut.“
Annika sah zu Ben hinüber. Der große sorgende Bruder also. Das würde für ordentlichen Gesprächsstoff im Kleinstadttratsch sorgen. „Max Berger auf Erziehungsurlaub bei Everybodys Darling Ben Berger.“
„Na dann wünsche ich dir mal viel Glück.“
„Danke, aber ich hoffe, dass ich das nicht brauchen werde. Bisher habe ich nur von Max‘ Eskapaden gehört, aber ich weiß ja nicht, wie viel davon jetzt wirklich stimmt. Und ich bin immer gut mit unserem Nesthäkchen klar gekommen.“
Annika lächelte. Sie hatte keine Geschwister und beneidete alle Menschen, die welche hatten. So eine Bruderliebe war schon etwas Schönes.
„Aber vielleicht kennst du ihn sogar. Er müsste damals mit dir eingeschult worden sein.“ Ben hob fragend eine Augenbraue.
Angestrengt dachte Annika nach. Sie konnte sich nicht an Max Berger erinnern. In ihrer Klasse war er sicher nicht gewesen und die Parallelklasse hatte sie in der Grundschule noch nicht so interessiert. Vor allem, weil er wegen des Umzugs ja auch nicht lange auf dieselbe Schule gegangen sein konnte wie sie. Entschuldigend zuckte Annika mit den Schultern: „Tut mir leid, aber ich habe gerade kein Bild von ihm im Kopf.“
„Macht ja nichts, dann wirst du ihn eben jetzt kennenlernen. Apropos, kannst du ihm in der Schule ein wenig helfen? Also ich habe keine Ahnung wie es um seine Leistungen steht, ich dachte eher so zum Anfang. Ihm zeigen wo alles ist und ihn in die Gemeinschaft einführen?“
Überrascht sah Annika zu Ben hinüber: „Äh… Ja, klar. Aber du hast mich jetzt nicht nur mitgenommen um mich als Kindermädchen für deinen Bruder einzustellen?“
Ben lachte: „Mist, du hast mich enttarnt. Nein, im Ernst. Soweit ich weiß, hat Max in Berlin nicht gerade den besten Umgang gehabt und wenn ich wüsste, dass er mit dir befreundet ist, dann hätte ich eine Sorge weniger.“
„Ok, du Kuppler. Ich werde sehen, was sich machen lässt.“ Annika konnte ihrem Chef einfach keinen Wunsch abschlagen und immerhin war sie ihm ja noch was schuldig. Vielleicht war Max ja auch ganz nett. In ihrer Fantasie sah sie eine junge Version von Ben vor sich. Sie konnte sich wahrlich schlimmeres vorstellen als mit so jemandem befreundet zu sein.
Ben setzte den Blinker und bog in die Flughafenzufahrt ein. Es war nur ein kleiner Flughafen und um diese Uhrzeit war noch dazu verhältnismäßig wenig los. Sie hielten direkt vor der Tür.
„Willst du mit reinkommen? Max müsste eben gelandet sein.“
Annika winkte ab. „Ach nein, das dauert ja bestimmt nicht lang. Ich warte im Auto.“
„Gut, ich bin gleich wieder da.“ Und schon war Ben aus dem Wagen gesprungen.
Annika sah ihm nach, wie er durch die Glastüren des Terminals verschwand. Dabei fiel ihr Blick auf eine der großen Uhren im Foyer des Flughafens. Oh Mist. Sie hatte total die Zeit vergessen. Ihre Eltern machten sich bestimmt schon Sorgen. Schnell holte sie ihr Smartphone aus der Tasche und tippte eine Nachricht, dass sie etwas später nachhause kommen würde. Ihre Mutter antwortete sofort, wahrscheinlich hatte sie schon mit dem Handy in der Hand im Flur gesessen und auf Annika gewartet.
Als das geklärt war steckte sie das Telefon wieder zurück in die Tasche und starrte aus dem Fenster. Einige Leute verließen in Grüppchen das Gebäude. Die eine Hälfte traurig und verlassen, die andere hoch erfreut mit Blumen und Bannern. Aber Ben war nicht dabei. Merkwürdig, sie wartete jetzt schon 20 Minuten. Aber vielleicht war es auch normal so lange zu warten. Zum Glück hatte Ben ihr das Radio angelassen. Sie drehte es etwas lauter, obwohl momentan Nachrichten kamen.
Wo blieben die nur? Jetzt lief endlich wieder Musik. Annika bemerkte, dass sie unbewusst mitsang, als sie realisierte, dass gerade „Lemon tree“ lief. Sie liebte diesen Song, obwohl er schon so alt war, und begann nun lauter mitzusingen: „I’m waisting my time, got nothing to do. I’m hanging around, I’m waiting for you. But nothing ever happens and I wonder...“
Als dann der Refrain anfing sang Annika voller Inbrunst mit und scheute sich auch nicht vollen Körpereinsatz bei ihrer Performance zu geben. Hätte sie das mal besser nicht getan. Denn kaum hatte sie ihre Arme in die Luft geworfen, da begann auch schon die Alarmanlage des Autos zu quaken. Sofort hielt Annika in ihrer Bewegung inne und lief rot an. Alle Menschen auf dem Parkplatz drehten sich zu Bens Wagen um, der in der Dunkelheit durch die blinkenden Scheinwerfer und die Sirene auffiel wie ein bunter Hund. Verzweifelt versuchte Annika die Alarmanlage zu stoppen und drückte alle möglichen Knöpfe, wobei sie zusätzlich noch die Scheibenwischer aktivierte und auf die Hupe drückte. Irgendwo musste es doch einen Knopf geben, der das Ding ausschaltete.
Als sie gerade kopfüber im Fußraum der Fahrerseite hing um nach möglichen versteckten Knöpfen zu suchen stoppte das Geräusch abrupt. Sofort fuhr Annika hoch. Jemand hatte den Wagen aufgeschlossen! Als sie sich umdrehte entdeckte sie Ben, der mit leicht verwirrtem Gesichtsausdruck den Autoschlüssel in der Hand hielt. Neben ihm stand ein Typ in ihrem Alter mit Basecap und Kapuzenpulli, der über das ganze Gesicht grinste.

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Purzelstern 29. Jul 2019

Hey tamiflu,
Deine Geschichte hier hat sich wirklich richtig gut entwickelt - das muss ich jetzt schon mal anmerken ;) Habe jetzt alles ziemlich zügig durchgelesen und mit den letzten Kapiteln hast du mich echt gepackt. Kims "accent" neuerdings ist dir richtig gut gelungen, ich hatte sogar ein paarmal ein Grinsen im Gesicht. Max's Charakter nimmt immer mehr Form an, davon würde ich seehr gern mehr lesen, harte Schale, weicher, durchaus nachdenklicher, philosophischer Kern. Sehr schön, da kann sich noch einiges entwickeln. Süß, dass er sich für Annika geschlagen hat - und so ein blaues Auge kann ja auch ganz sexy wirken ;) An dieser Stelle kannst du uns jetzt allerdings nicht lange warten lassen, also bitte schreib schnell weiter, ich möchte sehr gerne die nächsten Kapitel lesen!
Liebe Grüße,
Purzelstern

Tamiflu 01. Aug 2019
Hey Purzelstern, wie schön wieder von dir zu hören. Und dass dir Chaosherz gefällt, freut mich ebenfalls sehr. Ich hoffe, das neue Kapitel gefällt dir auch, auch wenn nicht so viel Max darin vorkommt. ;) LG Tami
Gelöschter Kommentar
aeffle 12. Jul 2019

Es ist zwar inzwischen auch schon wieder eine Weile her, dass du begonnen hast, hier weiter zu schreiben, aber irgendwie habe ich das Kommentieren dann aber doch noch aufgeschoben...
Um wieder in die Geschichte hinein zu finden nach der langen Zeit, habe ich kurzerhand beschlossen, einfach alles noch einmal von vorne zu lesen. :-D
Da mir der Text schon beim ersten Lesen sehr gut gefallen hat (und es noch immer tut ;-) ), war das natürlich kein sehr großes Opfer, im Gegenteil.
Das Weiterlesen an der Stelle, an der du damals aufgehört hattest, gestaltete sich dann als sehr flüssig. Ich finde, du hast es wirklich wunderbar geschafft, hier am bisherigen Text anzuknüpfen.

Die Charaktere, die den Mittelpunkt der Handlung bilden, mag ich gern - zumindest Annika, Ben und Max. Lucia finde ich nicht sonderlich sympathisch, aber vermutlich ist das Absicht. Ähnlich verhält es sich bei Liesa: Zwischenzeitlich fand ich sie etwas seltsam, doch als sie dann angefangen hat, Annika ihr Herz auszuschütten und vor alle wieder richtig für Ben da zu sein, hat sie wieder deutliche Sympathiepunkte gesammelt. :-)
Bei Annikas Freundinnen bin ich etwas hin und her gerissen. Kim zumindest ist ja doch eine recht schräge Gestalt, aber ich vermute einfach mal stark, dass genau das beabsichtigt war - spätestens zu dem Zeitpunkt, als sie begonnen hat, Denglisch zu sprechen, um ihrem Chris zu gefallen. Wie realistisch das ist, kann ich nicht wirklich bewerten, aber ich finde die Idee witzig.
Witzig ist allgemein dein Schreibstil, den ich sehr mag.

Zu der Szene mit dem Geocaching: Es gibt nicht viele Multi-Caches, die man wirklich in zwei Gruppen absolvieren kann, aber möglich ist das und ich erinnere mich an (mindestens) zwei richtige Caches, die tatsächlich so gestaltet waren, dass es zwei Routen gibt, die man wählen kann. Bei einem dieser Caches ("Wettlauf der Supermächte") war tatsächlich auch geplant, dass zwei Gruppen gegeneinander antreten, wenn sie es wollen. Die Fragen an den Stationen finde ich auf alle Fälle glaubhaft beschrieben. :-)

Du merkst es schon: Ich lese hier wirklich gerne mit und freue mich über neue Updates. ;-)
Liebe Grüße
aeffle

Tamiflu 12. Jul 2019
Hallo aeffle, vielen lieben Dank für deine Rückmeldung. Du weißt gar nicht wie sehr ich mich darüber freue. Ich hatte schon befürchtet, dass sich hinter meiner Abonnentenzahl nur noch gelöschte Accounts befinden, umso mehr freue ich mich, dass ich tatsächlich noch Leser aus der Anfangszeit begeistern kann. Es freut mich sehr, dass dir die Geschichte auch beim zweiten Mal lesen noch gefällt und sich mein Stil und mein Gefühl für die Charaktere nach all den Jahren nicht zu sehr verändert hat. Ich hoffe, dass dir auch die zukünftigen Kapitel zusagen werden. LG Tami